Radioreporter ermordet: Interpol schlägt zu

Capitán Bado: Agenten von Interpol konnten den Ex-Bürgermeister von der brasilianischen Grenzstadt Coronel Sapucaia, Eurico Mariano, (65) festnehmen. Ein Radioreporter aus Paraguay berichtete über kritische Themen und wurde ermordet.

Auf Mariano ist ein Haftbefehl aus Paraguay ausgestellt. Ein Gericht in Brasilien hatte ihn zu 17 Jahren Haft wegen dem Mord an einen paraguayischen Radiomoderator verurteilt.

Die Festnahme des Gesuchten in Capitán Bado gestaltete sich schwierig. Denn Mariano war immer von zwei bewaffneten Leibwächtern umgeben. Er war im Januar 2017 schon einmal von der örtlichen Polizei in Capitán Bado verhaftet worden, jedoch kam er kurze Zeit später wieder auf freien Fuß.

Mariano wurde in Brasilien wegen dem Mordauftrag an den paraguayischen Radiosprecher Samuel Román verurteilt. Die Tat geschah 2004 in Coronel Sapucaia.

Dort sendete die Radiostation, die auch Capitán Bado und die brasilianische Grenzstadt erreichte. Román prangerte die Korruption in der Stadtverwaltung an, bei der auch der Bürgermeister Mariano beteiligt sein sollte. Das war sein Todesurteil.

Mariano wurde nach der Verhaftung kurz in ein Gefängnis gesteckt, jedoch bis zur Untersuchung des genauen Verbrechens blieb er frei. Schließlich wurde er für schuldig befunden und verurteilt. Er kam aber nie in Haft, weil er sofort nach Paraguay flüchtete. Hier hatte er gültige Aufenthaltsgenehmigungen und sogar eine paraguayische Cedula. Die Polizei vermied es ihn weiter zu bedrängen. Nun aber schlug Interpol zu und brachte den Verhafteten nach Asunción.

Seine Anwältin, Laura Casuso, will die Auslieferung von Mariano nach Brasilien verhindern. „Es besteht kein Recht auf Auslieferung. Seine Dokumente weisen ihn als Paraguayer aus, also kann die Strafe auch hier im Land verbüßt werden“, sagte sie.

Wochenblatt / ABC Color

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