Regierung verärgert über politisches Asyl

Asunción: Die Anerkennung von politischer Verfolgung durch die paraguayische Regierung hat bei der selbigen Unzufriedenheit ausgelöst. Das Ansehen des Landes sei jedoch nicht in Gefahr.

Darío Filártiga, politisches Urgestein der Coloradopartei und Berater des Präsidenten, sagte über die Liberalen, dass sie randaliert hätten. Natürlich können wir uns da nicht einmischen, da das in einem anderen Land bemessen wird, aber die Bevölkerung ist sich im Klaren, dass sie deswegen geflohen sind.

Brian Martínez, Rubén Moisés Galeano, Daniel Aquino und Osvaldo Luis Sánchez sind die vier Paraguayer, die am 12. Juni politisches Asyl in Montevideo beantragten, nachdem die Parteispitze Informationen erhielt, dass Verhaftungen anstünden. Sie sollen in der Nacht zum 1. April in der Umgebung des Kongresses randaliert haben, als Cartes und seine politischen Verbündeten die Wiederwahl durchpeitschen wollten.

Filártiga sieht in der Entscheidung für politisches Asyl weniger einen Tiefschlag für die Cartes Regierung sondern mehr einen für das Image der uruguayischen Regierung.

“Im Gegenteil. Ich glaube es ist ein Schlag für das Image der uruguayischen Regierung, wenn sie einfache Verbrecher als politisch Verfolgte einstuft“, so Filártiga weiter.

Die vier Liberalen wurden jedoch wegen der Herstellung von Molotov Cocktails angeklagt, da man auf dem Überwachungsvideo der PLRA Zentrale sah, wie sie Flaschen mit durchsichtiger Flüssigkeit in der Hand hielten. Dass es sich dabei einfach nur um Wasser handeln könnte, wurde von Anfang an nicht bedacht. Außerdem kann dieses Video nicht den Inhalt der Flaschen bestimmen, womit eine Anklage sinnlos und eine Verurteilung unmöglich ist. Wie soll man bei solch einer Argumentation der Staatsanwaltschaft eine Verteidigung aufbauen?

Wochenblatt / Última Hora

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4 Kommentare zu “Regierung verärgert über politisches Asyl

  1. Das alles ist einfach haarsträubend! Da helfen noch so viele Lügen und Schönrednereien nichts. Und mit gerechter, unabhängiger Justiz hat das sowieso nichts zu tun.

  2. Wochenblatts Nervensäge

    Antworten

    Durchsichtige Flüssigkeiten mit sich zu führen müsste demnach zum Freispruch eines jeden von uns führen: In dubio pro reo (lat. „Im Zweifel für den Angeklagten“).

  3. Und was sagt Filartiga zu den nicht Verdächtigungen von Cartes rechter Hand Jose Ortiz, die am besagten Abend Anweisungen an den Polizeichef gegeben haben?
    Da ist Schweigen im Walde, du Heuchler!

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