Río Verde: Endgültige Entscheidung gefallen

Río Verde: Nach der Entführung von Gerardo Wall Rempel kam Furcht und Auswanderungspläne in Richtung Bolivien auf. Mittlerweile denken die Einwohner von Río Verde jedoch über andere Maßnahmen nach, die ihnen ein Bleiben ermöglichen.

Nach der letzten Entführung kam übermäßig Unsicherheit auf, nicht nur bei den Wall´s sondern bei allen die im landwirtschaftlichen Bereich arbeiten, also 100%. Anstatt das Land zu verlassen bitten und fordern sie von der Regierung nur eines – mehr Sicherheit um ihrer Arbeit nachgehen zu können.

“Wir wollen das Land nicht verlassen. Wir leben hier schon viele Jahre, haben paraguayische Kinder. Allerdings müssen wir Feldarbeit verrichten können, da es das einzige ist, was wir gut können”, versicherte am vergangenen Samstag Jacob Friesen, Administrator der Colonia Río Verde nahe Santa Rosa del Aguaray im Departement San Pedro.

“Natürlich sind alle Einwohner besorgt über das was passiert ist, aber wir wollen das Land letztendlich nicht verlassen. Ein wichtiger Faktor ist, dass der Boden in Paraguay bestens für landwirtschaftliche Tätigkeiten geeignet ist”, so Friesen weiter.

Ein weiterer Fakt, der dagegen spricht sind Schulden, die viele von Ihnen bei Kooperativen und Banken haben und ohne die Autorisierung der Administration keiner das Land verlassen kann.

Natürlich haben die Mennoniten aus Río Verde auch Angebote für Grundstücke in Bolivien. In Paraguay können sie jedoch mehr produzieren, da der Boden weitaus fruchtbarer ist. Aller Familien die in der Vergangenheit nach Bolivien gingen, kamen auf kurz oder lang wieder zurück.

Gerardo Wall Friesen ist nach Franz Wiebe der zweite Mennonit, der aus der Ortschaft entführt wurde. Glücklicherweise sind beide wohl auf. Während Franz Wiebe 214 Tage auf seine Freilassung warten musste, wurde Gerardo Wall nach nur wenigen Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Wochenblatt / Última Hora

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4 Kommentare zu “Río Verde: Endgültige Entscheidung gefallen

  1. Vieleicht sollten Sie nicht nur an das gute fruchtbare Land für sich Nutzen, sondern, einen ernsthaften Plan entwickeln, wie Sie den armen Nachbarn auch etwas von ihrer guten Kenntniss im Wirtschaftsbereich zukommen lassen. Der Wollstand ist zu weit Auseinander, das es nicht Neit und Hass gibt. Der Nachbar muss eine Liebende zuneigung vom Reichen spüren, sonst kommt Rache. Nachbarschaftshilfe ist die einzige Alternative um Frieden zu fördern bzw. zu bekommen.

    1. Soweit ich informiert bin, beschäftigen die Mennoniten nicht nur die Einheimischen bei guter Entlohnung, sie unterstützen in ganz Paraguay in zahllosen Fällen die einheimische Bevölkerung durch soziale Einrichtungen und Betreuungen incl. Schulungen. Damit stehen sie vorbildhaft und allein in ganz Paraguay! Insofern geht Ihr Vorwurf absolut in´s Leere. Die Motive für die in jüngster Zeit sich häufenden Überfälle sind auch ganz woanders zu suchen. Es geht hier schlicht und ergreifend nur darum, die Mennoniten zu vertreiben um an ihr Land zu kommen. Daran dürfte kein Zweifel mehr bestehen. Dahinter steckt ein Plan mit System und den entsprechenden Hintermännern. Warum z.B. werden paraguayische, brasilianische, koreanische, japanische Großgrundbesitzer selten bis überhaupt nicht überfallen? Deren Heimatregierungen würden vermutlich hart und unvermißverständlich reagieren und bei der paraguayischen Regierung massiv vorstellig werden. Doch die Mennoniten finden diesen Rückhalt leider nicht und lassen sich aus vermeintlich christlichen Geboten viel zu viel gefallen. Doch schon Martin Luther sagte, daß man „geistigen Dingen geistig begegnen müsse, weltlichen Dingen aber mit weltlichen Dingen“. Aber Martin Luther spielt bei den Mennoniten keine Rolle. Sie halten sich ausschließlich an die Bibelauslegung ihres Gründers Simon Menno. Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Wer sich zum Lamm macht, wird von den Wölfen gefressen“! Und so manche Wölfe kommen im Schafspelz daher.

    2. wer will, der schaut hin, lernt und machts genau so…
      wer faul is, der macht nix, jammert rum, besetzt land, gruendet ne epp und stellt nur forderungen…

  2. Es gibt viele Mennoniten Kolonien die wohlzwekende Dienste am Paraguaischem Volk leisten, aber von der Kolonie Rio Verde ist mir nicht bekannt. Im Gegenteil, bin ich vor Jahren in der Gegend gefahren und bin Wegpolizisten begegnet, die von diesen Mennoniten in Rio Verde nichts gutes seitens den Respäkt an Autoritäten hatten. Ich könne ignen keine Rache, aber einige Vorarbeit haben sie Leider gemacht.

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