Schadenersatzpflichtig?

Asunción: Die Auswahl an Handwerkern ist groß im Land. Eigentlich können sie fast alles und sind auch bezahlbar. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn doch mal was schief geht – wer ist dann haftbar?

Sei es ein kaputt-repariertes Auto, ein aufs Haus gestürzter Baum beim Fällen oder ein Wasserschaden, der von einem Handwerker hervorgerufen wurde. Alle diese Sachen können nicht nur passieren, sie sind es schon. Wen kann man dann dafür haftbar machen? Gibt es eine Berufshaftpflichtversicherung?

Verantwortlich ist man nur sich selbst gegenüber, außer man beauftragt eine Firma, die legal agiert und Versicherungen gegen Schäden abgeschlossen hat. Will man also einen erstklassigen Service mit aller Garantie, muss man höchstwahrscheinlich auch tiefer in die Tasche greifen als bei Freund aus dem Dorf, der zwar schnell zu Hilfe eilt, aber auch schnell überfordert sein kann.

Welche Erfahrungen haben sie gemacht?

Wochenblatt

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9 Kommentare zu “Schadenersatzpflichtig?

  1. Ich möchte ehrlich antworten. Ich habe in 14 Jahren Paraguay noch KEINEN Handwerker erlebt, der seine Aufgabe ordentlich und wie vereinbart zum Abschluß gebracht hätte. Darüber hinaus habe ich die Erfahrung gemacht, daß vorher vereinbarte Festpreise dem Ende der Arbeiten zu wieder in Frage gestellt werden mit der Forderung über den Festpreis hinaus nochmals dazu zu legen. Oder noch schlimmer, der (die) Handwerker erhalten einen Vorschuß, von da an sah man ihn (sie) nicht mehr! Ich könnte wirklich ganze Bücher mit solchen Erlebnissen füllen.

      1. Was ich beschreibe, bestätigen mir ALLE hier lebenden Ausländer, AUSNAHMSLOS bis auf wenige Paraguay-Versteher, die sich eben an die „außergewöhnliche Zustände“ gewöhnt oder mit ihrem „Schicksal abgefunden“ haben. Wer aber nicht gerade mit rosaroter Brille und Scheuklappen durch die Welt geht, erkennt was falsch läuft und wird sich daran hoffentlich NIEMALS GEWÖHNEN!

        1. Da muss ich Caligula recht geben, es gibt wirklich viele Gute Handwerker , auch in PY !!
          Man muss halt lange nach ihnen suchen , und dann auch den von ihnen gezahlten Preis
          zahlen. Die Deutsche Geiz ist Geil mentalitaet , klappt nicht , und schon garnicht was
          Qualitaet anbelangt.

  2. Noch ein Tipp am Rande. Wenn Sie Bremsbeläge zu retablieren haben, bestehen Sie nicht nur auf Japonese-Bremsbeläge, sondern kontrollieren Sie dies auch, sonst haben Sie los Tschinos-Bremsbeläge eingebaut und trotzdem für Japonese-Bremsbeläge bezahlt.
    Dazu bauen Sie Ihre alten Bremsbeläge aus und laufen zum nächsten Auto-Supply, da man Ihnen dort ohne Muster keine Bremsbeläge für Ihr Auto aushändigen kann. Aber Sie können dann sicher sein auch Japonese-Bremsbeläge bekommen zu haben. Dann laufen Sie wieder nach Hause, bauen die alten Bremsbeläge wieder ein und fahren dann mit den bereits gekauften Japonese-Bremsbeläge zum Freundlichen Ihrer Wahl. Danach müssen Sie evtl. nochmals vorbei um die Kontrolllampen, die nun leuchten, die Sicherungsbolzen und fehlenden Schrauben wieder montieren zu lassen.
    Mir fehlt ja dann meisten das Vertrauen und ich fahre dann gleich zu Mecanico Nr. 2 und danach Mecanico Nr. 3. Dann habe ich zwar mehr bezahlt als es in Europa gekostet hätte, aber neue Bremsbeläge müssen auch mal sein.

    1. P.S. Insbesondere für Menschen, die sich dafür interessieren nach Paraguay auszuwandern, möchte ich der guten Ordnung halber meinem Kommentar hinzufügen, dass Sie in Paraguay durchaus auch gute Handwerker finden werden. Wie im Artikel erwähnt gilt auch für Paraguay: lo barato sale caro – das billige kommt oft teurer.
      Also nicht ganz ernst nehmen meine Kommentare, was die meisten, die sie schon kennen, sowieso nicht tun. Denn sie wissen worüber ich schreibe.

  3. Ja, da sage (schreibe) ich besser nichts dazu. Außer, dass ich gelernt habe – obwohl ich keine Zitrone von einer Geige unterscheiden kann – alles selbst zu reparieren. Auch wenn es nicht immer gelingt, so sage ich mir stets, so gut wie der Automecanico-Plomero-Electrizista-Albanil-Pintor habe ich es auch noch hin gekriegt.
    Außer Autoreparaturen, die lasse ich stets in der Fachwerkstatt erledigen, dann sind danach wenigstens die überflüssigen Schrauben weg und überall mindestens ein Liter Reserve mehr nachgefüllt. Außerdem bekommt man die Gelegenheit zu prüfen, ob Kontrollleuchten, die vorher nie geleuchtet haben, nun auch wirklich funktionieren. Dazu habe ich auch noch viel gelernt, zum Beispiel habe ich dadurch erfahren, dass man zum Auswechseln eines Schlauchs den Motor doch nicht auszubauen braucht. Habe dazu einfach den Schlauch gelöst und den neuen wieder eingesetzt. Hat auch so prima funktioniert.
    Aber das Allerbeste, seit dem ich alles selbst repariere ist, dass es fast nichts mehr zu reparieren gibt, jedenfalls nicht innerhalb 14 Tagen nach der fachmännischen Reparatur.

  4. „Eigentlich können sie fast alles “
    Ja, sie können alles aber nichts richtig.
    Man muss daneben stehen und aufpassen, was nichts nützt, wenn man selbst nicht über die entsprechenden Fachkenntnisse verfügt.
    Wer einigermaßen handwerklich begabt ist, sollte doch besser alles selbst machen. Schlechter als bei einem paraguayischen Alleskönner kan es ja kaum werden.
    Das fängt beim Hausbau an und endet beim Plomero.

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