Schweizer wird am Flughafen von Zöllnern erpresst

Luque: Ein schweizer Eidgenosse brachte ans Tageslicht, was schon viele Fluggäste stillschweigend über sich ergehen ließen. Er wurde von Zöllnern genötigt Geld zu zahlen, um seinen Weg gehen zu können.

Verwunderlich ist es keineswegs wenn ein Europäer mit 5.500 US-Dollar im Gepäck am Flughafen von Asunción/Luque landet oder abfliegt. Lorenzo Ramella, der am vergangenen Samstag gegen 16.00 Uhr abfliegen wollte, war sich sicher keine Gesetze zu brechen. Er wurde er von einem Zöllner nach der Passkontrolle aufgefordert sich mit ihm in der Herrentoilette zu treffen, um ihn eine Gefallen zu erwidern.

Nach dem der Koffer des Schweizers durchleuchtet wurde, wendete sich ein Zöllner an ihn, weil er ein Päckchen Geld sah und begleitete ihn zum nächsten Kontrollpunkt, wo das Gepäck auf Drogen untersucht wird. Seine Medikamente und Süßigkeiten kamen plötzlich zum Vorschein. Der Zöllner sagte: “Ich habe dir geholfen. Wenn du uns hilfst wird es kein Problem geben. Ich gehe auf die Toilette, du folgst mir und da kannst du es mir übergeben, was du bereit bist ”, veranschaulichte Ramella.

In der Herrentoilette übergab Ramella dem Funktionär des Zolls 100 US-Dollar aus Furcht ihm könnte was passieren.
Ramella versicherte, dass dies alles vor einer Überwachungskamera in der Nähe der Bar im Abflugbereich passierte. Rúben Aguilar, Direktor des Flughafens Silvio Pettirossi, wies alle Verantwortung von den Zöllnern ab und verwies auf Angestellte einer anderen Institution. Nichtsdestotrotz erklärte er sich dazu bereit die Überwachungsbänder aus besagter Zeit zu untersuchen.

Heute nun kam der Stein weiter ins Rollen. Ruben Aguilar, Manager des Airports, bestätigte heute den Fall. Er erklärte, aufgrund der Auswertungen der Überwachungsbilder sei der Beamte von der Nationalen Direktion für zivile Luftfahrt (Dinac) identifiziert worden. Es bedürfe aber noch weiterer Nachforschungen wie es zu dieser angeblichen Erpressung gekommen wäre. Der Beamte von der Dinac soll Blas Medina heißen.

Wochenblatt / Hoy / ABC Color

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10 Kommentare zu “Schweizer wird am Flughafen von Zöllnern erpresst

  1. Solche Vorkommnisse, die ja keine Einzelfälle darstellen, dürften sicher von großem Interesse für alle Besucher Paraguays sein, die sich für Investitionen im Land interessieren.. Wann greift Präsident Cartes endlich mit „harter Hand“ durch um diesen Saustall auszumisten? Der Präsident wirbt doch schon seit Monaten für Investitionen in seinem Land. Das will nicht zusammen passen.

    1. Diesen saustall ausmisten dann aber zuschlieszen,in diesem land ist kein eber im stande diesen zu verwalten;die ochsenzeit musz zurueck kommen.

  2. Wer trägt denn aber auch sein Geld so offen herum… Man weiß doch, wo man hier ist. Hat er Glück gehabt, dass nicht alles abgenommen worden ist.

  3. Genau sowas ähnliches ist mir auch Passiert am Flughfafen bei der Abreise. War zwei Wochen in PY und hatte eigentlich bis dahin nur positives erlebt im Land. Es war auch nach dem durchleuchten des Gepäcks. Hatte noch ein paar hundert Euro in Geldbörse. Umfangreiche Kontrolle Jacke Taschen usw. Es kam ein Feuerzeug zum Vorschein. In Geldbörse hat der Beamte jede Quittung lange angeschaut. Danach ab ins Drogen Kontroll Räumchen abtasten und Scanner. Wieder hat er die Geldbörse gefunden und begutachtet. Seltsame Fragen…. Kann leider fast kein Spanisch.. Irgendwann hatte er genug von mir und liess mich gehen…

  4. Wenn mir so ein Typ in die Quere kommt, weis ich ihn freundlich erstmal drauf, das es bei mir nichts zu holen gibt. Wenn er nicht locker lässt, zücke ich das Handy und drohe ihm ihn zu filmen, wenn er sich nicht verpisst.

      1. Jedesmal,mit solche stehler handeln macht einen jeden aergerlich,am besten ist den billigsten flughafen 11 kilometer hoch ueberfluegen.

  5. Nicht nur am Flughafen auch in der Migration! Du bezahlst 300$ oder die Niederlassung wird dir verweigert… passiert 2012 in Asuncion

  6. Der Manager braucht noch weitere nachforschungen,ist nicht mal zum wundern wegen da ist noch nie ein ehrlicher arbeiter oder manager gewesen solange der flughafen da ist,auch ist keine hoffnung das es sich die naechsten 100 jahre aendern wird.

  7. Rúben Aguilar, Direktor des Flughafens Silvio Pettirossi, könnte auch alle Verantwortung der Zöllnern abgewiesen haben, da er vor der Bestätigung des Falls dem Angestellten die 90 US-Dollar-Beteiligung wieder zurückgegeben gehabt haben wollte.
    Aber 100 US-Dollar sind immer eine gute Investition, damit der Bordcomputer wieder „Systema“ hat, sonst musst halt morgen nochmals zum Abflugschalter.

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