Selbstständige im Handwerks-gewerbe verdienen gut

In den letzten Jahren konnte man in Paraguay eine rege Bautätigkeit von Häusern aber natürlich auch eine gestiegene Nachfrage für gebrauchte Immobilien feststellen. Dies hat zur Folge, dass viele neue Arbeitsplätze entstanden, entweder als Bauarbeiter, Elektriker, Installateure, Gärtner und in andere Bereichen, sie führen ihre Tätigkeiten oft als Selbständige und nicht im Angestelltenverhältnis durch.

Selbständige werden immer mehr bei den häuslichen Arbeiten eingesetzt, laut einer Umfrage bei den bestehenden Haus- und Wohnungsbesitzern.

Die steigende Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich lässt deren Verdienstmöglichkeiten nach oben schnellen. Laut den Erhebungen verschiedener Berufe in der Sparte stellte man zum Beispiel fest, dass ein Klimaanlageninstallateur rund 300.000 Guaranies für die Neuinbetriebnahme berechnet, ein Elektriker mindestens 50.000 Guaranies als Grundgebühr, für die Installation einer Dusche mit Boiler werden 150.000 Gs. berechnet.

Ein Maler verlangt 4.000 Gs. pro m², aber nur reine Arbeitszeit, 15.000 Guaranies inklusive Material je Quadratmeter, Installateure berechnen in etwa 1.000.000 Gs für die Fertigung eines Badezimmers.

Im Gespräch mit Radio Uno sagte der Arbeitsminister Guillermo Sosa, dass derzeit “in Bezug auf die Vergleiche in Lateinamerika bei den Mindestlöhnen Paraguay viel höher liegt als anderswo“, wir gehen mit gutem Beispiel voran, “ein Gärtner verlangt für die Pflege 80.000 Guaranies pro Haus und schafft in der Regel zwei am Tag, wenn er fünf Tage in der Woche arbeitet kommt er auf einen Monatslohn von 3.200.000 Gs.“.

Es liegt auch daran, laut Sosa, dass die Arbeitskräfte Fachkräfte sind und eine Ausbildung haben. Des Weiteren unterstreicht er die Bedeutung der Frauen in diesem Beschäftigungszirkel, “sie sind erfolgreich, denn bei ihnen werde mehr in eine Berufsausbildung investiert“.

Quelle: 5dias

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5 Kommentare zu “Selbstständige im Handwerks-gewerbe verdienen gut

  1. Wer hat diese „Fachkräfte“ ausgebildet und vor allem wo sind die Ausbildungszentren? Ich jedenfalls kenne keine. Allerdings hatten sich bei meinem Hausbau viele „Profesionales“ vorgestellt – allein die abgelieferte Arbeit ließ sehr zu wünschen übrig. Richtig ist, daß die Lohnvorstellungen mittlerweile einem Meisterlohn gleich kommen. Gewährleistungs- oder Qualitätsgarantie ist ein Fremdwort. Das Arbeitstempo ist stets sehr hoch und gut organisiert, abgesehen von den vielen Tererepausen. Doch in Abweichung der Regel gibt es in ASU schon einige Fachfirmen, die ihre Mitarbeiter intern gut schulen bzw. ausbilden, meist jedoch nicht im Baubereich. Aber ein ordentlicher Deutscher ist ohnehin ein guter Heimwerker und legt selbst Hand an. Die meisten Werkzeuge waren meist schon im Container mitgebracht.

  2. Ich für meinen Teil kenne KEIN Haus welches von Paraguayern gebaut wurde, das hinterher dicht war, sprich, wo es nicht reinregnet! Was man hier nicht selbst macht, ist in der regel Oberpfusch, der den Bezahler meist nur aufregt, sorry. Wenn man selber 2 linke Hände hat, ist man hier recht aufgeschmissen. daher ist es sinnvoll, wenn man handwerklich was kann, sich ständig weiterzubilden und auch mal das Auto selber repariert, denn schlechter als beim „Fachmann“ wird es nie, dafür jedoch preiswerter. Wenn beim Kupplungsbelagwechsel ein Brecheisen eingesetzt wird, damit am Anlassen die Halterungen abgerissen, und dies nicht erwähnt, ist halt der Ärger gross, wenn man danach mehrfach in der „Fachwerkstatt“ den Anlasser „repariert“ bekommt, obwohl der Fachmann genau weiss, dass er diesen kaputt gemacht hat. Wenn ich nicht selbst das Teil abmontiert hätte uch die fehlenden Halterungen ersetzt hätte, wär das einfach so weiter gegangen: Arbeitsbeschaffungsmassnahmen, und der Deutsche zahlt!

  3. „Ein Maler verlangt 4.000 Gs. pro m², aber nur reine Arbeitszeit“
    Das sind rund 0,80 € / m². Das wollte ein Maler auch von mir.
    Kam mir etwas viel vor und ich habe erstmal mit dem Schlafzimmer selbst angefangen.
    Für die 60 m² habe ich 3 Stunden gebraucht.
    Das bedeudet für den Maler einen Stundenlohn von 16 € (80.000 G).
    Soviel verdient kein Malergeselle in Deutschland und soviel bezahlt garantiert kein Paraguayer für einen Maler.
    Also Frage: Sind diese Zahlen Wunschdenken, oder wo kommen sie her?

    1. Das ist einerseits Wunschdenken im Angesicht eines Extranjeros. Andererseits haben die wenigsten PY ein Gefühl für Geld. Bruttoeinnahmen = Gewinn. Wenn Geld vorhanden, wird´s ausgegeben, wenn keins mehr da, wird gejammert oder gebettelt. Mit Handwerkern habe ich immer die besten Erfahrungen gemacht, wenn ich den Preis selbst vorgegeben habe. Wenn er damit einverstanden ist,kann er gleich anfangen, wenn nicht soll er sich das überlegen und sich wieder melden. Das funktioniert immer, natürlich nicht bei jedem aber es gibt ja genug Fachkräfte.

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