Sexualstraftäter kommt auf freien Fuß, weil er arbeiten muss

Asunción: Ein Richter aus Caazapá (dessen Name nicht genannt wurde) entschied, dass ein Mann, der beschuldigt wird, seine Stieftochter jahrelang missbraucht zu haben, “arbeiten muss“, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können und deshalb auf freien Fuß gesetzt wurde.

Der Richter gewährte dem Mann alternative Maßnahmen zum Gefängnis, wobei er das Ansuchen von Staatsanwalt César Giménez ablehnte, der wegen angeblicher sexueller Nötigung und Vergewaltigung Untersuchungshaft forderte.

Der Bericht besagt, dass der Missbrauch begann, als das Mädchen erst 6 Jahre alt war und bis zum Alter von 12 Jahren andauerte. Manchmal gelang es ihr, vor dem Täter zu fliehen, der sie bedrohte und weiter sexuell unterwarf. Vor einer Woche beschloss sie, ihrer Mutter zu erzählen, was geschehen war. Da sie jedoch keine Unterstützung fand, beschloss das Kind, zur Polizei zu gehen, um die formelle Anzeige einzureichen.

Giménez handelte sofort und holte das Mädchen aus dem Haus. Anschließend kam es zu einer psychologischen Betreuung des Kindes. Eine ärztliche Untersuchung ergab, dass das Mädchen Anzeichen von langjährigem sexuellem Missbrauch aufwies.

Trotz all dieser Hintergründe entschied der Richter, dass der Mann aus dem Gefängnis entlassen werden soll, weil er arbeiten muss Die Staatsanwaltschaft kündigten an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.

Wochenblatt / ADN Paragauyo

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2 Kommentare zu “Sexualstraftäter kommt auf freien Fuß, weil er arbeiten muss

  1. Richtiger Entscheid, aber arbeiten n einer geschlossenen Abteilung, taeglich 14 Stunden und 10 Stunden nachts, den Rest hat er zur freien Verfugung in Tacumbu

  2. Knickzehenlaubfrosch

    Antworten

    Joh, der arme Mann muss unter diesem psychischen Stress auch noch zur Arbeit, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Vermutlich muss er Chicle im Bus verkaufen, um nicht nur für seine sexuell missbrauchten Stieftochter, sondern auch seinen 13 eigens gezeugten Kindern den Lebensunterhalt zu bestreiten. Dabei könnte er auch gaaanz freiwillig ins Zuchthaus, um genügend Zeit zu finden, was er dem Kind angetan hat.
    Im Ernst: Einfach unglaublich diese Banana-Republica. Vielleicht aber hat der Richter die täglich 7 bis 11 Uhr Grundschule doch nicht abgeschlossen und wusste halt einfach nicht, wie er entscheiden soll, so hat er für diesen armen Mann entschieden, der schließlich arbeiten muss. Kann ja sein, dass dieses Mädchen alles nur erfunden hat. Und die Kollegen der ärztlichen Untersuchung auch nur einfach mal etwas aufgeschrieben haben, weil sie nicht wussten, was sie sonst aufschreiben sollten.

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