Sparen ist angesagt

Asunción: Die Paraguayer schränken ihren Konsum drastisch ein. Während vor zwei Jahren noch viele Einkäufe getätigt wurden ging die Rate nun um 43 % zurück. Sparen ist angesagt.

Laut dem Meinungsforschungsinstitut CCR gaben 43% der Befragten an, weniger Einkäufe als 2015 getätigt zu haben.

Unter dem Titel “Paraguay heute, soziale Impulse“ wurde die Umfrage durchgeführt. Monika Moreno stellte den Bericht von der CCR vor.

„Der Gürtel wir enger geschnallt. Steigende Preise, sinkende Löhne und alles was mit dem Einkommen zusammenhängt ist für das geringere Niveau bei den Einkäufen verantwortlich“, sagte Moreno.

51% der Befragten gaben an, bei Artikeln wie Kleidung, Schuhe und Accessoires auf Sonderangebote zum Ende der Saison zu warten. Mehr als die Hälfte (53%) kaufen keine Dinge mehr, die sie nicht dringend benötigen. „Jetzt plant man mehr, ist langsamer und vernünftiger als vor zwei Jahren. Das Sparen hat Einzug in den Köpfen der Konsumenten gefunden“, erklärte Moreno.

Laut den Umfragen gaben die interviewten Personen an, dass in den Bereichen Kosmetik, Lebensmittel und Haushaltsprodukte eine Preiserhöhung von 74% stattgefunden habe. Offizielle Zahlen verzeichnen einen Anstieg von 10 bis 15%. Die Zentralbank von Paraguay (BCP) spricht von 3,9%.

42% der Befragten antworteten, sie würden 2×1 oder 3×1 Angebote am meisten nutzen. 35% gehen dann einkaufen, wenn es Sonderangebote gäbe.

Vor zwei Jahren wurden noch 4,2% aller verbrauchten Güter in der Wirtschaft mit Kredit- oder Debitkarten bezahlt, heute sind es 3,8%. Grund dafür dürften die hohen Zinsraten sein.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Sparen ist angesagt

  1. Die „offiziellen“ Zahlen der Zentralbank von nur 3,9 % Preissteigerungsrate dürften eher ein Wunschdenken sein, als daß dies mit den Realitäten übereinstimmt. Genau so verhält es sich auch mit den „offiziellen“ Angaben zur Höhe der Arbeitslosigkeit in Paraguay. Die Wirklichkeit kann jeder täglich selbst sehen und anhand seiner Haushaltskasse fest stellen.

  2. Kommt hinzu, dass die Bürger sich in den letzten Jahren bis über die Ohren verschuldet haben, vor allem für den Konsum. Dieser Wachstumtreiber dürfte nun ausgeschöpft sein. Jetzt kommt die Zeit des Jammers. Das wird auch die Zahl der Autos auf den Strassen wieder ein bisschen normalisieren. Und die Kriminalität sowie die Korruption weiter befeuern.

  3. Im Prinzip richtig, was aber noch fehlt ist eben das Erkennen, dass man sich auch bei der Familia – Produktion einschraenken muss. Dann sieht es gar nicht so schlecht aus.

    1. Ich muss mich korrigieren, denn noch etwas fehlt. Die Preise fuer terrenos und viviendas sowie Mieten muessen signifikant sinken um wieder ins Lot zu kommen und dieses moeglichst kontrolliert und nicht per Explosion.

      Der Normalo sollte sich fragen, wieso man einerseits als Extranjero streng genommen eine Cedula braucht um einen Internetanschluss zu bekommen, aber wenn man ein Terreno (egal wie gross) oder eine Immobilie (egal welche) kauft, genuegt ein Reisepass. Man kann das sogar online machen ohne ueberhaupt in Paraguay zu sein.
      Wenn man sich diese Tatsachen analysiert, dann koennte man durchaus auf die Idee kommen, dass diese Gesetze von und fuer die internationalen Spekulanten und Geldwaescher gemacht wurden.

      Ich tippe mal drauf, dass es hier wie auch anderswo terrenos und Viviendas gibt, die jedes Jahr einmal gekauft und wieder verkauft werden und jedesmal steigt der Preis ohne, dass jemals jemand darin wohnt oder auf dem Grundstueck baut.

      Also: Wer hier kauft, muss ebenfalls eine Cedula haben, weil Viviendas und terrenos zum wohnen da sind. Das ist doch jetzt mal eine Feststellung.

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