Staat möchte 150.000 ha illegal besetztes Land zurück

Asunción: „Das Institut für ländliche Entwicklung (Indert) arbeitet derzeit daran die illegal besetzten Ländereien zurückzugewinnen“, versicherte der Präsident der Institution Justo Cárdenas.

„Wir wollen Land was von großen Produzenten illegal besetzt wurde und die nichts mit der Landreform zu tun haben rekuperieren. Dieses Landdefizit für die Bauern ist eine Schuld, die das Land schon seit langem mit sich trägt. Wir sind motiviert die Institution zu ordnen.

„Es gibt eine große Menge Land im Namen des Indert welches keinen soziale Funktion erfüllt, obwohl es dafür erworben wurde“, erklärte Cárdenas ohne genau darauf einzugehen wo oder wer davon betroffen sein dürfte.
„Die Landverteilung kann jedoch damit allein nicht gelöst werden. Der Staat muss ständig und überall präsent sein, nicht nur bei der Verteilung der Grundstücke. Man muss Wege, Gesundheitsposten und Schulen bauen sowie technische Assistenz auf den Feldern gewährleisten um die Landvergabe langfristig als positiv bewerten zu können.

(Wochenblatt / Última Hora)

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11 Kommentare zu “Staat möchte 150.000 ha illegal besetztes Land zurück

  1. @9mm,
    es hilft nicht weil der Staat bis jetzt nicht kontrolierte. Wenn die Leute ihr Land 10 Jahre wie das Gesetz es vordert nicht verkaufen koennen ( auch nicht mit contracto privato)trennt sich die Spreu vom Weizen ganz automatisch.

  2. Eine böse Unterstellung wäre, dass viele Politiker auf Landsuche sind. Es wäre interessant zu wissen, wer von den Politikern und deren Anhang, wieviel Land in den letzten 20 Jahren vom Staat praktisch geschenkt bekommen hat. Könnte es nicht möglich sein, dass diese Politik weiterhin fortgeführt werden soll, damit einflussreiche Personen weiterhin beschert werden können. Umsonst ist nicht die dafür zuständige Behörde ständig in Landvergabe Skandale verwickelt.

    Dazu kommt noch, dass zigtausende Hektar die an Landbesetzer vergeben wurden, brachliegen. Nach der Abholzung ging es zur nächsten Besetzung. Der nächste Herr, dieselbe Dame. Lange Zeit hat man nicht einmal einen Register geführt an wem das Land vergeben wurde.

    Kann ich jemanden ein Stück Land geben, der nicht einmal weiß wie man Mandioka pflanzt?

    Land dürfte nur der bekommen, der eine landwirtschaftliche Ausbildung hat. Aber da sind wir noch so weit entfernt, wie der Mond zur Erde und alles andere sind nur leere Worthülsen, wie eben auch die seit 20 Jahren angekündigte Landreform. Eine Beruhigungspille mehr.

  3. Der Chaco ist groß, da kann man viel Unheil treiben. Es wird lange dauern, die Machenschaften zu bereinigen. Wenn Amapola und Gleichgesinnte aus dem Verkehr gezogen sind, dann wäre das schon mal ein guter Anfang.

  4. Das Land wird doch eh nur an die „Landlosen“ verteilt, die dann alles herausziehen, was zu holen ist um es anschliessend weiterzuverkaufen.
    Dann zieht die Karawane weiter zum nächsten profitträchtigen Projekt.
    Übrig bleiben die wirklichen Landlosen, die Ärmsten der Armen, die von den Anführers der „Landlosen“ nichts abbekommen, weil sie zu arm sind, die monatlichen „Vormerkgebühren“ an die Bosse zu bezahlen.
    Von den anderen will keiner von „seinem“ geschenkten Grund und Boden leben, sie sind keine Campesinos, haben keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht, aber ganz viel Ahnung vom frechen Fordern, Bäume fällen und verkaufen, Land verkaufen.
    Und genau da gehört der Riegel vorgeschoben.
    Ein Verbot, das vom Staat überlassene Terreno verkaufen zu dürfen, und zwar mindestens 100 Jahre lang.
    Dann würden nur noch diejenigen um Land bitten, die auch wirklich darauf und davon leben wollen.

    1. Zur Erinnerung.

      Derzeit ist es schon verboten das Land innerhalb von 10 Jahren zu verkaufen. Hilft das was? NEIN!

      Warum? Weil die Paraguayos mittels contracto privado ihr Land sofort weiterverkaufen. Der Käufer nutzt es auch sofort, erhält aber erst in 10 Jahren den Titel.

      Ist natürlich gegen das Gesetz, aber trotzdem übliche Praxis im Lande. Sogar D/AT/CH haben auf diese Art schon fiscal-Land gekauft und sogar Häuser darauf gebaut. Dumm aber billig wars!

  5. Ist für mich im Ansatz logisch und nachvollziehbar.
    Eine Landreform um illegal erworbenes Land zurück zu gewinnen ist längst überfällig.

    Auf der anderen Seite kann man die Menschen nicht irgendwo Land übergeben, wenn nicht vorher die Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben geschaffen werden.
    Dazu zähle ich Strom, Wasser, Schulen und eine Einrichtung für die Krankennotfallversorgung.

    Bleibt abzuwarten, dass es nicht nur bei leeren Worten bleibt, wie so oft in der Vergangenheit erlebt.

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