Stadtverwaltung meldet wegen Covid-19 Konkurs an

Lambaré: Die erste Stadtverwaltung des Landes hat unter anderem wegen Convid-19 Konkurs angemeldet und alle ihre zeitlich befristeten Angestellten fristlos entlassen.

Die Stadtverwaltung von Lambaré berichtete über die Auflösung aller unter Vertrag stehenden Angestellten und argumentierte, dass Covid-19 in den kommunalen Kassen kein echtes Einkommen zur Bewältigung der Krise generiere.

Dies wurde von Norma Alderete Alonso, die für die Direktion für das Personalmanagement der Gemeinde verantwortlich ist, durch das gestern Morgen herausgegebene Rundschreiben Nr. 01/2020 berichtet.

In dem Dokument wird erklärt, dass alle unter Vertrag stehenden städtischen Angestellten darüber informiert werden, dass “alle Verträge ausnahmslos am 31. März 2020 auslaufen”.

In demselben Schreiben wird argumentiert, dass die Institution kein echtes Einkommen aus der bekannten Covid-19-Pandemie hat.

Aus diesem Grund wird behauptet, dass es keine budgetäre und finanzielle Verfügbarkeit geben wird. „Wir hoffen auf das Verständnis der betroffenen Mitarbeiter”, lautet der Schlusssatz des Rundschreibens.

Der liberale Politiker Armando Gómez hat vor genau zwei Wochen vor dem Stadtrat seinen Rücktritt als Bürgermeister der Stadt Lambaré eingereicht. Der Gemeindevorsteher wurde von der Position getrennt, während die Intervention in sein Management nach Bestätigung administrativer und finanzieller Unregelmäßigkeiten noch vollständig am Laufen ist.

In die Geschäftsführung des liberalen Bürgermeisters Gómez in der Stadtverwaltung Lambaré wurde vor mehr als zwei Monaten von der Exekutive interveniert. Der nunmehrige Bürgermeister wurde abgesetzt und an seine Stelle trat der Rechenschaftskontrolleur Amancio Rivas Fretes.

Wochenblatt / La Nación

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5 Kommentare zu “Stadtverwaltung meldet wegen Covid-19 Konkurs an

  1. Die müssten doch im Januar ein Haufen Grundsteuer einkassiert haben. Und es ist nichts mehr da nach 2 Wochen Virus?
    Blamabel, katastrophal und inkompetent – das ist die Stadtverwaltung Lambares.

  2. An Morgen des 31. März 2020 teilte man diesen Angestellten mit, dass “alle Verträge ausnahmslos am 31. März 2020 auslaufen“. Da werden wohl einige sich sonderlich erfreut sein über diese Nachricht. Zumal sie es in der jetzigen Situation etwas schwierig haben schnell wieder ein Einkommen zu haben. Wenn das stimmt, dass es normal sei, dass hierzulande nur eine Person pro Haushalt arbeitet, dann werden diese Damen und Herren Entlassene ab morgen so ziemlich null Einkommen haben und dies auf unabsehbare Zeit.
    Sicher wird die Familie aushelfen, wenn sie noch kann.
    Etwas besser wäre es gewesen die Gehälter wenigstens bis 30. April zu gewährleisten und ihnen einen Monat zuvor die “erfreuliche” Mitteilung mitzuteilen.
    Und Lambare ist ja nicht gerade eine Kleinstadt, grenzt immerhin an Asuncion. Also wenn die Gemeinden schon so weit sind dann gute Nacht.
    Es ist ja schon beschlossen worden, dass sämtliche Zahlungen an den Staat (Gas, Wasser, ScheiBe, Strom, Steuern um) für drei Monate ausgesetzt ist. Wahrscheinlich war sich niemand, der diese Maßnahmen zur Eindämmung des SARS-V2.0-Viru beschloss, im klaren darüber, dass drei Monate immerhin ein Viertel Jahr sind.
    Es scheint, als ob ich mich auf etwas härtere Zeiten einstellen müsste. Hier bleibt doch kein Stein mehr auf dem anderen.
    Dieser Artikel ist für mich schon ein wenig besorgniserregend. Ich meine, wenn schon eine Großstadt bekannt gibt, dass sie pleite ist, wie vielen Arbeitnehmern der Privatwirtschaft wurde dann schon gekündigt? Wo dies ja nicht publiziert werden muss.
    Nun ist die Bevölkerung zwischen Stuhl und Tisch, darf nicht arbeiten und darf nichts verdienen.
    So wäre das Leben natürlich angenehm, nur funktioniert dies (ohne bedingungsloses Grundeinkommen) nicht.
    Ab heute herrscht noch 12 Tage Ausgangssperre. Dann dürfen wir seit einem Monat schon nicht mehr arbeiten. Das wird manche hart treffen. Der reichen Korruptionsamigos wird es trotzdem noch für ne Suppe ohne Knochen reichen, was sonst dem Rest des Landes vorbehalten war.

    1. Ein Konkurs einer juristischen Person ist der billigste Weg alle Verpflichtungen binnen weniger Wochen los zu werden. Das ist ein geschickter Schachzug des verantwortlichen Buergermeister. Das kuendigen von einem Tag auf den anderen ist dabei der einzige Weg zu verhindern, daß die Gekuendigten alles verwertbare vom Arbeitsplatz stehlen. Im übrigen braucht sich niemand Sorgen um die finanzielle Lage der Entlassenen zu machen. Wer im öffentlichen Dienst ist hat amigos, sonst haette er den Job erst gar nicht bekommen.

      1. Jajajaja. Vollkommen ins Schwarze getroffen. Ich denke, diese ab morgen Ex-Angestellten bekommen bei Kündigung und bei ungerechtfertigter (da sehr kurzfristeig) sowieso noch mindestens 2 Jahre ihren Zahltag trotzdem. Auch wenn sie bis in zwei Monaten wieder eingestellt wurden.

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