Tu niemand etwas Gutes und es widerfährt dir nichts Schlechtes

Hohenau: Ein französischer Rentner der seit acht Jahren in Paraguay lebt wurde vom Opfer zum Täter, nachdem ihm die angezeigt haben, denen er jahrelang half, paraguayische Polizisten.

Der Franzose Jaques Robert Gesret (72) kam 2006 in das Herz Südamerikas, um seinen Ruhestand in einem warmen Land mit üppiger Natur zu verbringen. Hier in der deutschen Kolonie Hohenau fand er ein Polizeikommissariat vor, was seines Erachtens am Minimum agierte und bat Hilfe an, die gerne angenommen wurde.

Zuerst kümmerte er sich um Computer mit allem Zubehör dann um neue Reifen für das Patrouillenfahrzeug und schlussendlich ein Schrotgewehr. Er teilte außerdem sein Wissen um das Schießen und ließ die Gesetzeshüter auf seinem Grundstück üben, mit seinen Waffen und seiner Munition. Die Erlaubnis wurde von der verantwortlichen Behörde, Dimabel, erteilt.

Ein vertrautes Verhältnis zwischen ihm und den Polizisten stellte sich ein, was sich jedoch schlagartig änderte als zwei Polizisten zu ihm kamen um das Internet zu benutzen. Obwohl es warm war hatte einer eine Winterjacke an. Kurz darauf merkte der Franzose, dass ihm ein Revolver Kaliber 38 gestohlen wurde. Dieser war zum Einsatz auf dem Schießstand gedacht, da die Polizeiwaffen nach seiner Ansicht zur Schrottwert hatten.

Er zeigte die beiden Polizisten wegen Raub der Waffe an. Auf dem Kommissariat machten sie ihm jedoch verständlich, dass es gefährlich sei sich mit Polizisten einzulassen. Die rieten ihm die Anzeige nicht zu stellen wenn die Waffe wieder auftauchen würde.

Drei Tage später lag der Revolver King 38 auf dem Rasen vor seinem Haus. Er rief die Polizei an und bat darum, dass Kollegen vorbei kommen um Fingerabdrücke zu nehmen. Die Uniformierten die entsandt wurden kontaminierten den Fundort nur. Er ging zur Staatsanwaltschaft und zog seine mittlerweile offizielle Anzeige zurück ohne zu wissen, dass diese Sache weitergehen wird.

Die von ihm ausgemachten Räuber der Waffe zeigten den Rentner ohne echten Grund an und die Staatsanwaltschaft zögerte nicht lange und klagte ihn an. Jetzt bleiben dem 72-jährigen Mann nur noch sechs Tage bis er sich bei Richter melden muss. Da wird festgelegt ob er in Freiheit bleibt oder in Haft muss, bis der Prozess beginnt.

Der Franzose erklärte nicht einverstanden zu sein mit seinen 72 Jahren ein Gefängnis zu Unrecht zu betreten. Falls ihm das jedoch passieren sollte mache er einen Hungerstreik und seine Lebensgefährtin alarmiert die Presse.

(Wochenblatt / Abc)

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26 Kommentare zu “Tu niemand etwas Gutes und es widerfährt dir nichts Schlechtes

      1. engagierte kommentare mit starken argumenten gefallen
        mir,selbst wenn sie nicht auf meiner wellenlaenge liegen
        das gaenzlich abgedroschene argument „love it or leave it
        oder die aufforderung das naechste flugzeug zu besteigen finde ich anmassend und primitiv.
        meiner meinung sollten solche kommentare nicht mehr abgedruckt werden

        1. Der Meinung bin ich auch. Man sollte Verbesserungswuerdiges doch diskutieren duerfen ohne dass es immer gleich heisst „geh doch wen es dir nicht passt“. Schliesslich sollten Auslaender in jedem Land anstaendig behandelt werden und dies auch einfordern duerfen.

          Gruss
          Adi

  1. Sofort internationale Medien einschalten und „Shirtstorm“ bei Facebook veranlassen. Dazu noch ein Youtube Video mit den Fressen der Bullen und das ganze mit englischem, deutschen und spanischen Untertiteln…

  2. Dass jemand in PY vom Opfer zum Täter wird, kann bei dieser korrupten Justiz ohne weiteres passieren. Bei der Staatsanwaltschaft kann jeder eine Anzeige machen. Ob es gerechtfertigt ist oder nicht muss dann die Staatsanwaltschaft prüfen um eventuell eine Anklage zu erheben. Der Staatsanwalt kann jederzeit einen Haftantrag stellen. So mancher ist da zum Handkuss gekommen.

    Um es deutlich auszusprechen, es kommt immer darauf an wer sein Gegenüber ist und welchen Einfluss er hat. So mancher hat da schon eine sicher geglaubte Partie verloren.

  3. Ein guter Landeskenner hätte von einer Anzeige abgesehen.
    Es bringt nur großen Aufwand und Ärger und hinterher ist das Opfer Täter.
    Die Klugheit gebietet es lieber den kleinen Verlust zu verschmerzen.

    1. was nützt ihm dieses rückgrad wenn er tod ist? ich würde mit solchen anklagen mehr als vorsichtig sein. er wäre bestimmt nicht der erste der abendlichen besuch bekommt. und das nur, um auf sein recht zu beharren?

      1. Ja Lorry, diese Möglichkeit besteht und ich hab sie auch bedacht aber die Präsenz in den Medien ist im Vorfeld vorhanden. Es engagieren sich Leute und der Fall wird beobachtet… Verstehst Du was worauf ich hinaus will? Meinst Du wirklich DEN Mann zu beseitigen macht die Sache für die Polis einfacher? Rache? Der Schuß geht nach hinten los. In diesem Fall ist es sogar von Vorteil das es ein Ausländer ist.

        LG

  4. Man bekommt immer mehr bestätigt, dass gerade diejenigen, die uns vor Ganoven beschützen sollen, die größten Ganoven überhaupt sind. Das sieht man ja auch schon daran, dass die Paraguayer kein Vetrauen zur Polizei haben. Wo soll das noch hinführen? Da müßte die Regierung doch auch mal langsam tätig werden – aber was wünsche ich mir da?

  5. Er hat seine Waffe wieder zurück bekommen, also was soll der Schwachsinn noch mit der Anzeige danach.
    Nur um auf sein Recht zu beharren zeugt mehr von Dummheit als von Intelligenz.

    1. Bitte den Artikel richtig lesen! Danach, als er die Schusswaffe wiederhatte, zog er die Anzeige zurück. Brille oder Lupe gefällig?

  6. Der gute Mann hat wohl nur bei der Polizei Freunde gefunden. Weiter scheint er gerne anderen Leuten etwas beibringen zu wollen wohl um sich wichtig zu machen. Ich denke da an das Sprichwort : „Sag mir wer Deine Freunde sind und ich sag Dir wer Du bist.“

    Aber Schuld hat man nie selbst sondern immer die Anderen, das Land oder das Wetter. Eine sehr menschliche Eigenschaft.

    1. Überlegen Sie es.
      Gut. Lange.
      Lesen Sie Zeitungen, rufen Sie die Deutsche Botschaft an, lesen Sie Foren und wandrn Sie aus. Aber nicht nach Paragay. Das war mal…

    2. Man sollte schon wissen, auf was man sich einläßt, wenn man in ein anderes Land mit anderer Kultur auswandert. Hier ist nicht Deutschland – aber auch in Deutschland werden Menschen ermordet und mißhandelt. Im Gegensatz zu hier nicht aus Geldsorgen, sondern aus Spaß – und das ist viel schlimmer.
      Aber wichtiger ist schon, wie Ramon schrieb, dass man wirklich wissen sollte, mit wem man sich einläßt. Und dass man sich hier in keiner Weise mit der Polizei einlassen sollte, das weiß schon jedes einheimische Kleinkind. Foren und Blogs besuchen ist zwar auch gut – aber vor der Auswanderung sollte man wirklich eine ganze Zeit hier leben, unter realistischen Bedingungen, nicht im Hotel oder einer abgeschirmten Wohnanlage.

      1. „aber vor der Auswanderung sollte man wirklich eine ganze Zeit hier leben, unter realistischen Bedingungen, nicht im Hotel oder einer abgeschirmten Wohnanlage.“

        -> Wenn du so und lange hier wohnst, bist du dann nicht bereits ausgewandert.

        1. Nö, einige Monate auf Probe und man bekommt schon ziemlich viel mit. Man kann sich ja das Visum verlängern lassen – geht sehr gut – und muss nicht gleich imigrieren. Und die persönlichen Dinge sind noch in der „alten Heimat“ und können später nachgeholt werden, wenn man sich wirklich für dieses oder jenes Land entschieden hat (es sei denn, man MUSS schnell DACH verlassen).
          Viele, die hergekommen sind, ohne sich hier vorher genau umgesehen zu haben, sind bereits nach kurzer Zeit wieder ausgereist, weil sie überrascht waren von dem, was sie hier vorfanden – nicht das Paradies auf Erden, wo alles billig und friedlich ist.
          Wenn man sich das alles verinnerlicht hat, kann man hier gut leben, weil man weiß, wie es ist und nicht träumt.

  7. Also das hier Geschehen zeigt, dass der Franzose die Mentalität der Paraguayer völlig fremd ist man sollte sich schon überlegen lohnt es sich einen einheimischen bei seiner sehr stark ausgeprägten Sensibilität bloßzustellen. Er verliert dabei sein Gesicht und das noch in dem kleinen Nest Hohenau wo man sich oft noch gegenseitig kennt. Auch wenn der Rentner im Recht ist, kann er sich nun darauf gefasst machen, dass er bald von den sogenannten Polizisten schikaniert wird. Es sei denn, er kennt eine gewichtige Persönlichkeit oder ist gut vernetzt mit seiner Botschaft, die den Polizisten mal gehörig den Marsch bläst. Hohenau ist ja sehr übersichtlich da kann dem alten Manne alles mögliche zustoßen. Sogar wenn diese Lappalie schon lange vergessen ist. Eine Vielzahl der Paraguayer ist sehr nachtragend.
    Kann dem Rentner nur empfehlen seine Koffer zu packen, wenn er keine guten Beziehungen zu höheren Stellen hat oder er zieht um —–weit weg vom Ort des Geschehens.

    1. Ich hoffe sehr, Herr Sukowsky dies ist nicht ihr ernst. Wegen so einer lächerlichen Kleinigkeit soll er wegziehen?

      Es ist ja nicht so, daß er ein Kleinkind tot gefahren hätte (egal ob schuldlos oder nicht) und deswegen mit der bekannten Paraguayischen Blutrache rechnen muß. Da würde ich das Wegziehen noch verstehen.

      Er hat ja nur einen Diebstahl angezeigt. Gut der Dieb war wohl ein Polizist. Na und? Den kleinen Fisch sollte man doch kalt stellen können.
      (Damit meine ich nicht unter die Erde bringen, sondern eine Versetzung in den Chaco oder ähnliches, damit das ganz klar ist!)

      Er wird halt etwas in die Tasche greifen müssen, um das voran zu treiben. Trotzdem noch billiger, als gleich wegziehen. Wo kommen wir da hin, wenn jeder Deutsche bei leisestem Gegenwind gleich weinend heim läuft.

      PS: Die Anzeige des Diebstahls der Waffe war absolut NOTWENDIG. Was, wenn jemand mit der Waffe umgelegt wurde und sie ist auf dich registriert? Hast du den Verlust rechtzeitig angezeigt, hilft dir das ungemein.

      1. Nun lieber 9mm was ich geschrieben habe ist leider vor Jahren in meinem Umfeld geschehen nur war es ein hiesiger (Paraguayer). Endete übrigens tödlich… nach etlichen Jahren. —– Doch sicherlich kann der Rentner bleiben nur ist es eben anders als vorher.
        Der Rentner hätte ja den Revolver als gestohlen melden können von unbekannt!

      2. Bei der „lächerlichen Kleinigkeit“ handelt es sich um das Leben des Franzosen.
        Wenn ein Argentinier sich ungerecht behandelt fühlt, dann schlägt er seinem Gegenüber eines aufs M….
        Wenn einem Paraguayer dies passiert, dann dreht der sich um und sagt gar nichts – aber irgendwann hast du ein Messer im Rücken. – Ist alles eine Frage der Mentalität.

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