Um nicht zu sagen etwas zu spät

Asunción: Das Metrobus Projekt ist umstritten, jedoch nicht sinnlos. Für Liebhaber geordneter Verhältnisse ein Segen, für Marktverkäufer ein Graus. Wie geht es weiter?

Jetzt, wo selbst zur Debatte steht, dass das portugiesische Unternehmen Mota Engil das Land verlässt und eine nationale Firma den Bau weiterführt kommt Geschäftsmann Raúl Doutreleau daher und meint, man sollte auf eine Hochbahn umsatteln.

Nach einer Übereinkunft mit Mota Engil wird auf den Straßen Mariscal Estigarribia in Fernando de la Mora und San Lorenzo weitergebaut.

„Die Hochbahn stört niemand, sie ist elektrisch und sauber. Ich glaube es ist an der Zeit, etwas Modernes zu haben und nicht den Metrobus, der als veraltet gilt“, so Doutreleau.

Was der Herr jedoch vergaß in Betracht zu ziehen ist die Finanzierung. Die aktuellen Baukosten werden von einem Kredit für ein Metrobus Projekt bezahlt, welches unter allen Möglichkeiten die günstigste ist. Eine Hochbahn, so fortschrittlich sie auch sein mag wurde mehrere Mal angesprochen, jedoch niemals ernsthaft in Betracht gezogen, weil sie unmöglich finanzierbar ist. Doutreleau meint jedoch nach wie vor, dass die Hochbahn günstiger sei als der Metrobus.

Soll Arnoldo Wiens (Minister für öffentliche Bauten) doch mit Firmen reden, die sich auskennen, nach Bolivien reisen und sich anschauen, wie es geht. Ich hab den Männern des MOPC gesagt, dass der Metrobus teuer wird und nebenbei den Handel auf der Avenida Eusebio Ayala tötet“, erklärte Doutreleau in einem Radiointerview.

Wochenblatt / Última Horá

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3 Kommentare zu “Um nicht zu sagen etwas zu spät

  1. Da hat der Herr schon recht, eine Hochbahn kommt bestimmt günstiger. Nimmst einfach 2mm Armierungen und eine 2mm Schokoladenüberzug. Bestimmt billiger als der 2mm Schokoladenbezug einer paragauyschen Straße. Muss man nur noch ein Kühlsystem entwickeln, damit die Schokolade bei 40 Grad am Schatten nicht weg schmilzt. Man möge noch eine Sonnenschirmchen gegen Nass auf jede Säule setzen, wo die Hochbahn hinüber fahren kann, damit es wie auf paragauyschen Straßen gewohnt schön wackelt.
    Trotzdem fände ich eine normale Straße, auch mit 2 Millionen Schlaglöchern besser: Da kannst wenigstens aussteigen und hast wieder Boden unter den Füßen, wenn gerade die ANDE wieder einmal Stromausfall hat, weil Borkenkäfer, BSE, Ozonloch oder Klimawandel daran schuld sind. Was willst zwei Tage da oben ohne Teerere, Facebock-Guthaben auch machen? Wenigstens kann man dort oben seinen Müll anzünden, ohne dass der Gestank über meine vier Wände dringt. Das wäre allerdings ein Trost.

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