Die Anden: Unangenehme Erfahrungen bei Temperaturen unter Null

Paso de Jama: Momente der Furcht durchlebten 64 paraguayische Architektur-Studenten am Grenzübergang zwischen Chile und Argentinien, als sie bei -5°C auf 4000 m Höhe feststeckten.

Um an einem Architekturkongress teilzunehmen fuhren insgesamt 5 Busse voller Studenten der Nationalen Universität von Asunción nach Calama, Chile. Auf dem Rückweg, den sie am Sonntag antraten, streikte ein Bus am Grenzübergang. Hilfe sollte umgehend kommen. Es dauerte jedoch fast 24 Stunden, in denen die 64 paraguayischen Studenten bei -5°C auf 4000 m ausharren mussten. Im erst 4 Monate alten Bus ging die Wasserpumpe kaputt, was auf die Temperatur oder den geringen Sauerstoffanteil zurückzuführen sein könnte.

Da es Sonntag war und in Argentinien die Vertreter des Parlaments gewählt wurden, stand das Nachbarland still. Erst in den Morgenstunden des Montags schaffte es der Eigentümer der Busgesellschaft Bordón Viajes, Pablo Bordón, einen befreundeten Unternehmer ans Telefon zu bekommen. Dieser, Eigentümer der Buslinie La Coyita, sorgte dafür, dass die Studenten abgeholt wurden und am Dienstag in Paraguay ankamen.

Während des Stillstandes konnte keiner der Studenten Kontakt mit seinen Familienmitgliedern aufnehmen, was beide Seiten in Panik versetzte. Nur einem Studenten fehlte ernsthaft Sauerstoff, sodass die argentinische Gendarmerie half.

Den Passagieren fehlte es jedoch nicht an Essen. Die zusätzlichen Kosten für den Unternehmer wurden selbstverständlich nicht auf die Fahrgäste abgewälzt.

Wochenblatt / Mas Encarnación

iOiO
CC

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

4 Kommentare zu “Die Anden: Unangenehme Erfahrungen bei Temperaturen unter Null

  1. Wer soll das Glauben, Wasserpumpe defeckt wegen zu geringen Sauerstoffanteil.
    Ich ziehe mir die Hosen doch nicht mit der Kombizange an!!!
    Ihr angehenden Arichitekten sagt lieber, wir wollten sparen,im Kühlwasser war kein Frostschutzmittel.
    Die Landschaft die ist zugegeben unangenehm,bei 5Grad minus und etwas Fahrtwind friehert die Wasserpumpe schnell mal ein! Eine gute Pause reicht.Bei nähsten Start ist dann die Wasserpumpe erledigt.

  2. Ja, wenn der Bus faehrt, ist das System ja staendig warm und da friert nichts ein. Aber was passiert sein kann, ist, dass ja das Wasser auf dieser Hoehe schon bei 86 Grad siedet und dadurch Kuehlwasser am Uberdruckventil verloren ging und es dann zum Anhalten kam. Ist uns damals auch passiert. Immer Zusatzwasser mitfuehren bei dieser Tour.

    1. Hallo das stimmt was Du schreibst!
      Es siedet bei 86Grad.Mit Frostschutzmittel ist der Siedepunkt weit höher als 86Grad auch in der Höhe.Selbst wenn die Kühlfüssigkeit über das Unterdruckventil/Überlaufbehälter teilweise verloren ging wäre die Pumpe nicht defekt gegangen. Die Kühlung ist in jeden fall da solange der Motor zur Not im Stand läuft und abkühlt.
      Die meisten Wasserpumpen werden mit Eis den Halsungedreht.Das ist ja bloss ein kleines Schaufelrad was abgescherrt wird. Außer der Kühler läuft/Schlauche sind ab, die rote Warnleuchte wird vergessen,dann gibt es einen Motorschaden.
      Natürlich können sie sich mit Zusatzwasser behelfen,so lange wie der Kühlkreislauf warm ist. Nach einer Pause kann schon Eis in der Wasserpumpe oder den Schlauchen sein. Läuft sie trocken geht es auch meist den Motor an den Kragen.
      Hier kommt alles zusammen der Siedepunkt,5 Grad-,der Fahrtwind

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.