Unstimmigkeiten und gefälschte Unterschriften

Colonia Tirol: Marino Raiter, ein Deutsch-Brasilianer, der vor 30 Jahren nach Paraguay kam und in den letzten Jahren nur noch Soja anbaut, wurde mutmaßlich Opfer eines Betrugs. Dank gefälschter Unterschriften soll er 28 Millionen US-Dollar zahlen.

Es wäre fast unglaublich, wenn es nicht in Paraguay passieren würde. Seit 2012 baut Raiter Soja an und verkauft es exklusiv an Agrosilo Santa Catalina S.A. Die Zusammenarbeit funktionierte gut. Das Unternehmen ermöglichte ihm auch den Kauf eines neuen Grundstücks in der Colonia Tirol in Itapúa.

Doch als Mitte 2015 Anwälte bei ihm zu Hause auftauchten und auf die Zahlung von einer Summe bestanden, die angeblich Raiter von der Firma lieh, verstand er die Welt nicht mehr. Die Anwälte zeigten ihm einen Vertrag auf dem er und seine Frau unterschrieben hätten. Allerdings erinnerte er sich nicht an solch einen Vertrag. Seine Schulden für den Grundstückskauf war nicht in diesem Umfang. Er entschied sich eine Anzeige bei der Staatanwaltschaft zu machen. Die Untersuchung der Unterschriften von Marino Raiter und Marilene do Rocío Penkal de Raiter ergab kurz darauf, dass es sich um Fälschungen handelt.

Agrosilo Santa Catalina S.A. ist ein Tochterunternehmen der mächtigen Favero Gruppe.

Es existieren zwei Kreditverträge die die Zukunft der Familie Raiter bedrohen. Einer wurde von der Notarin María Teresa Rodríguez Almada (wegen Fälschung angeklagt) erstellt. Der andere von Notarin Nélida Chávez de González, Ehefrau des Senators Óscar González Daher, der Dank seiner Macht alle Hebel in Bewegung setzt, damit sie nicht angeklagt wird. Als Vorsitzender des Magisterrats entscheidet er über die Entlassung und Ernennung von Richtern.

Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen, wurden auch die Konten der Familie Raiter überprüft. Zeitgleich reklamiert die Favero Gruppe 7.200 Tonnen Soja, um einen Teil des “geliehenen“ Geldes einzutreiben. Allerdings werden alle Richter die dem Fall zugewiesen werden, unter Druck gesetzt, sodass man bei einem Ergebnis nicht von Gerechtigkeit sprechen kann.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Unstimmigkeiten und gefälschte Unterschriften

  1. Das Ehepaar Raiter hat zu gut Verdient das möchte man jetzt etwas Abschöpfen mit Betrug!
    Ist ja alles Schon und Gut,was die Notare da so geschrieben haben. Die Beurkunden erst mal alles, Haupsache das Honorar stimmt.In Deutschland gibt es da ja auch einige „Heilige Mitternachtsnotare“!
    Da mus sich ja jemand beim Notar gewesen sein,sich als das Ehepaar Raiter ausgegeben haben. Den Auftrag gegeben haben. Wer war denn Wirklich da, sofern jemand überhaupt da war!
    Das lässt sich doch feststellen ob zwei Personen unterschrieben haben oder einer Alles unterschrieben hat.
    Wer wollte das Geld waschen über die Firma Agrosilo Santa Catalina S.A. Das muss ja auch so so „legal“verbucht werden.
    Bei der Summe werden einige schwach!
    In der Firma würde ich gern mal die Bücher filzen, Kleine Goldgrube für jeden Staatsanwalt und Steuerprüfer, so fern er Sauber ist!

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