Venezolanische Untersuchung bringt Cartes’ Zigaretten mit Maduros Neffen in Verbindung

Caracas: Das Medium Armando.info behauptet, dass Tabesa eines der Unternehmen ist, das an Mundo Factory verkauft, das dem Neffen der venezolanischen First Lady gehört.

Das venezolanische Medienunternehmen Armando.info, was unter anderem einen Pulitzer Preis erhielt, veröffentlichte letzten Sonntag eine umfassende Untersuchung, die Tabacalera del Este SA (Tabesa), das Unternehmen, das das Flaggschiff der Cartes-Gruppe war, mit einem Zigarettenschmuggel auf hemisphärischer Ebene in Verbindung bringt, der als einen seiner Scheitelpunkte Mundo Factory hat, ein Unternehmen, das von Rubén Flores, dem Neffen von Celia Flores, der Frau von Nicolás Maduro, geleitet würde.

Die Veröffentlichung war bereits vor Tagen angekündigt worden, und das Anwaltsteam des ehemaligen Präsidenten hat bisher nicht geklärt, ob sie mit der Klage über einen angeblichen Bericht mit falschen Informationen zusammenhängt, der von unbekannten Personen an Journalisten und Medien verbreitet wurde”, um ihm das Verbrechen des Antidrogenstaatsanwalts Marcelo Pecci anzuhängen.

Die Wahrheit ist, dass der Bericht von Armando.info, einem Medienorgan, das dem Internationalen Konsortium investigativer Journalisten angehört und in der Vergangenheit Korruptionsfälle aufgedeckt hat, in die führende Persönlichkeiten der Chavisten verwickelt waren, sich auf die Verhaftung des Flugzeugs Emtrasur, einer Tochtergesellschaft des Consorcio Venezolano de Industrias Aeronáuticas y Servicios Aéreos SA (Conviasa), auf dem Flughafen von Ezeiza im Juni 2022 bezieht.

Das Flugzeug gehörte der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air, die von den USA und der EU wegen angeblicher terroristischer Aktivitäten sanktioniert wurde, und hatte 19 Besatzungsmitglieder an Bord, darunter sechs mit Pässen der Islamischen Republik. Das venezolanisch-iranische Flugzeug schmuggelte angeblich Zigaretten, wie LPO exklusiv berichtete.

Wochen zuvor hatte dasselbe Flugzeug eine in Ciudad del Este hergestellte Zigarettenladung nach Aruba, einer Karibikinsel in der Nähe von Venezuela, transportiert. “Die paraguayischen Behörden, die sich an den Ermittlungen beteiligten, berichteten außerdem, dass der Verkäufer der Zigarettenlieferung, die im Mai 2022 von Ciudad del Este aus versandt wurde, Tabacos USA INC, ein Schwesterunternehmen von Tabesa, war”, heißt es in der Mitteilung.

Ibiza”-Zigaretten, die von Tabacalera del Este S.A. (TABESA) hergestellt werden, sind die Lieblingszigaretten der Venezolaner, die generell erst nach Aruba und dann von da nach Venezuela geschmuggelt werden.

Die venezolanischen Medien haben die Rivalität zwischen Cartes und dem damaligen Präsidenten Mario Abdo Benítez nicht übersehen, der nun angeklagt ist, weil er angeblich geheime Informationen des Sekretariats für die Verhinderung von Geldwäsche (Seprelad) preisgegeben hat, die dem derzeitigen ANR-Chef schaden würden. Im Mittelpunkt steht jedoch die Verbindung zu Mundo Factory, die unter anderem die Marke Ibiza aus Schmuggelware vertreibt.

Das Unternehmen wird nach Angaben von Armando.info vom Neffen des venezolanischen Präsidentenpaares geleitet. Von den 490 Tonnen Zigaretten, die Mundo Factory im Jahr 2020 exportierte, kamen nur 12 % aus Paraguay. Zu den Abnehmern gehören andere Länder der Region wie Kolumbien, Brasilien und Panama, aber auch weiter entfernte Länder wie Ägypten und Vietnam.

In den Medien wird auch über die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Venezuela und Paraguay berichtet. “Obwohl Cartes als Präsident nicht immer ein gutes Verhältnis zu Nicolás Maduro hatte, entschied sich der derzeitige Präsident Paraguays, Santiago Peña, ein Protegé von Cartes, für die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zu Caracas, die im Januar 2019 von Mario Abdo unterbrochen wurden, in Ablehnung der Ernennung Maduros zum wiedergewählten Präsidenten nach den Wahlen im Mai 2018”, heißt es darin.

Wochenblatt / LPO

CC
CC
Werbung

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

11 Kommentare zu “Venezolanische Untersuchung bringt Cartes’ Zigaretten mit Maduros Neffen in Verbindung

  1. Korruption war die bevorzugte Methode der russischen Kirche Leute zum Orthodoxentum zwangszubekehren. Ließen sie sich nicht bestechen, dann setze man die Peitsche an.
    Kommunismus kann offenbar vorrangig in orthodoxen und katholischen Ländern aufkommen. Weil sich beide Religionen ähneln – sie sind beide Ritualistisch ohne inneres Christentum.
    Rußland wird niemals westlich werden solange es der Orthodoxie nachläuft. Auch in Paraguay schlagen die Katholen das Kreuz bevor sie einen Bruch oder Mord begehen. So hielten und halten es auch die Russen.
    Solange wir in LatAm die Kombination von Katholizismus und Indianerrasse (gepaart in vielen Ländern mit Negern), solange kann dieser Kontinent sich nur dem Kommunismus zuwenden.
    Das russische Volk war und ist im Grunde genommen gottlos. So das Urteil der Europäer. Das stimmt dann auch denn nur auf einem gottlosen Nährboden im Volk konnte sich der Bolschewismus ausbreiten. Im Grunde genommen ist der Lateinparaguayer auch komplett gottlos. Ähnliche Ritualien wie die russisch-orthodoxe Kirche, dannach betet jeder zu seinen Heiligen bevor er jemandem umbringt und bittet auch noch um Gelingen.
    Nimmt die Gottlosigkeit im Volk zu und ist die Leitreligion lokal im Land eine ritualistische Religion, dann ist der Kommunismus nicht weit. Auch der Hinduismus ist ritual denn Indien ist ja Teil der BRICS. Nur des Täufertum ist keine rituale Religion – das wahre Christentum war nie ritual (auch nicht im Alten Testament das Israelitentum). Allewege wo man rituale Religionen antrifft als Leitreligion ist die Korruption vorhanden und die Kacke so richtig am dampfen.
    GESCHICHTE DER ÖFFENTLICHEN SITTLICHKEIT IN RUSSLAND
    KULTUR, ABERGLAUBE, SITTEN UND GEBRÄUCHE
    EIGENE ERMITTELUNGEN UND GESAMMELTE BERICHTE
    VON
    BERNHARD STERN
    Band 1.
    Religion und Popentum [in Rußland]
    “Der Franzose Custine schrieb einmal diesen Satz nieder:
    ,,Le peuple russe est de nos jours le plus croyant des peuples
    chretiens.” Es wäre falsch, wollte man dieses Urteil des
    Westens in europäischem Sinne uneingeschränkt bestätigen.
    Das russische Volk ist das gläubigste unter allen christlichen
    Völkern, aber sein Glaube selbst verdient nicht den Namen
    des Christentums und entspricht nicht den Begriffen, welche
    die Völker des Westens vom Christentum haben. Russen sind
    es, die uns am aufrichtigsten über diesen Punkt aufklären.
    Wyrubow schrieb: ,,In Rußland gab es wohl Kirchen, aber
    es hat dort niemals eine Religion gegeben, es sei denn die
    primitivste Vielgötterei. Die Kirche hat nach und nach das
    Heidentum aufgelöst, ohne daß es ihr gelungen wäre, etwas
    Anderes an die Stelle zu setzen.” Und noch deutlicher ist der Ausspruch des berühmten Kritikers Bjehnskij in einem
    Briefe an den großen Dichter Gogolj: „Betrachten Sie das Volk
    genau, und Sie werden die Wahrnehmung machen, daß es von Grund aus gottlos ist. Es hat seinen Aberglauben, aber keine
    Religion.” Das russische Volk ist das gläubigste Volk, doch
    sein Glaube erhebt es nicht über sich selbst zu Reinheit und
    Vollkommenheit, sondern zieht es hinab zu den Anschauungen der primitivsten Naturvölker. Der Russe ist fern davon,
    die lichte Einheitlichkeit des Weltenschöpfers zu erkennen;
    er stolpert noch im dunkeln und klammert sich an die geheimnisvollen Mächte des Heils und des Unheils, an die Götter
    der Vergangenheit, die man durch Beschwörungen und Opfer
    versöhnte und günstig stimmte für die Pläne der Irdischen.
    So dürfte man eigentlich nicht einfach sagen: der Russe ist tiefreligiös, durchaus gläubig, sondern richtiger : er ist religiös
    in seinem Aberglauben ; er wäre der gläubigste Christ, wenn
    seine Religion das Christentum genannt werden könnte. Die
    despotischen Herrscher Rußlands haben alles aufgeboten, um
    nicht das Christentum wirklich zur Religion werden zu
    lassen, denn die Zaren selbst setzten sich im Glauben des
    Volkes an die Stelle Gottes und wollten sich niemals von
    diesem Platze verdrängen lassen. In einer älteren mustergültigen und noch heute nicht anfechtbaren Schilderung der
    russischen Religion’) heißt es: ,,Die Moscowiter halten als einen Glaubens-Articul / der Wille ihres Fürsten oder Czars
    sey Gottes Wille; so daß sie / wenn sie in etwas zweiffeln / als ein Sprichwort sagen : GOtt und unser Czar weiß es. Sie nennen auch den Czar / den Schlüssel-Träger und Kammer-Diener unseres GOttes. In Summa / sie glauben dieser Herr sey derjenige / so das Wort und den Willen GOttes ausrichte / und müsse man allem / was er in Glaubens-Sachen
    billiget / und ihm gut düncket / als einer gerechten und
    billigen Sache folgen.” Und anderthalb Jahrhunderte später
    durfte sich ein Verteidiger des Absolutismus Nikolaj’s I. darauf berufen, daß für die Russen des Zaren Wille Gottes… […].
    Die Stellung, die der Zar im Glauben der Russen
    einnimmt, zeigt ,,wie schlecht diejenigen über Rußland unterrichtet sind, welche hoffen, daß eine politische Umwälzung
    daselbst aus dem Volke selber hervorgehen könne ! Aus diesem
    Gesichtspunkte wird man es auch begreiflich finden, warum
    Nicolaus seinen Unterthanen das Reisen ins Ausland erschwert,
    die Communication mit demselben zu verhindern strebt, vor Allem aber der seit Peter dem Grossen unter dem Adel ein- gerissenen Nachäffung des Auslands aus allen Kräften entgegenzuwirken trachtet, damit nicht Rußland einst den Tod
    der Türkei sterbe, deren letzte Lebenskräfte durch Reformprojekte verzehrt werden.”
    In dieser unfreiwillig freimütigen Darstellung des Selbstherrschertums spiegelt sich nicht bloß das Wesen der Autokratie klar wieder, sondern wir finden darin auch die wahren
    Gründe, warum in Rußland keine Religion existieren kann:
    solange der Zar Gott auf Erden sein und bleiben will, darf
    das Volk nur ein Christentum kennen, das sich in .Äußerlichkeiten, Dogmen und Formeln erschöpft ; darf es außer
    an die Allmacht und Herrlichkeit des Zaren an nichts sonst … […].
    Ist schon die gesetzliche, von den Priestern geweihte Liebe solchen religiösen Skrupeln
    ausgesetzt, so ist es natürlich, daß die Prostituierten für ihr Gewerbe noch schlimmere Anfechtungen des Gewissens befürchten; sie umgeben sich daher mit Talismanen und Reliquien. Kein Bordell ist ohne Heiligenbilder, jedes Mädchen
    hat in ihrem Zimmer ihren Schutzpatron, an den es sich inbrünstig vor Ausübung einer jeden Tat wendet, auf daß der
    Akt nicht von bösen Folgen begleitet sei. Während der Zeit, da nach dem Gebet zum Heiligen der Wollust geopfert wird,
    bleibt das Bild des Heiligen zur Wand gedreht oder mit einem
    Tuche verhängt. Nach Entfernung des Gastes wird das
    Heiligenbild von dem Tuche befreit und empfängt von dem
    Mädchen außer Dankesworten auch ein Geschenk in barem
    Gelde oder eine neue Kerze.
    Bei der Taufe von Proselyten müssen sich Männer wie
    Frauen nackt ausziehen und vor der Versammlung gänzlich
    in einer Wanne oder in einem Teiche untertauchen lassen. Dieser Gebrauch, der von der Kirche als etwas Unabänderliches gefordert wird, ist gewiß nicht geeignet, das ohnehin
    laxe Schamgefühl der Russen und Russinnen zu veredeln.
    Allein Dogmen, Formeln und Tradition sind die Fundamente
    der russischen Religion, die keine Ethik und keine Ästhetik
    kennt, die nur eine mechanische Erfüllung der Gebräuche
    und nicht Rücksicht auf die Sittlichkeit fordert.
    ,,Unter zehen wird kaum einer unter den Moscowitern
    gefunden / der das Vater-Unser beten ; und fast keiner /
    der das Symbolum der Apostel hersagen könne. Hierüber
    sagen sie / ein so heiliges Geheimniß müsse nicht so gemein
    gemacht / noch so öffentlich hergesaget werden.” — Der
    russische Gesandte Dmitri erklärte in Rom dem Paulus Jovius, ,,daß die Russen in ihren Kirchen keine Predigten
    dulden, um da Gottes Wort allein, ohne Zusatz menschlicher,
    mit der Einfachheit des Evangeliums nicht übereinstimmender
    Spitzfindigkeiten zu hören.” Also keine Bildung, keine Predigt,
    jedoch unermüdliches Kreuzschlagen und unaufhörliches Anbeten der Heiligenbilder. Morgens beim Aufstehen und Abends
    beim Schlafengehen, beim Speisen, beim Beginn einer Arbeit,
    beim Anblick einer Kirche, eines Klosters, einer Kapelle schlägt
    man das Kreuz. Aber auch der Dieb, bevor er einen Raub
    ausführt, und der Mörder, bevor er die Waffe zum todbringenden Schlage erhebt, auch sie bekreuzigen sich und beten zu ihrem Schutzpatron um Gelingen des Werkes. ,,Vor enigen Jahren geschah es,” erzählte einst Peter von Haven, .,daß
    als ein rußischer Soldat einer Missethat halber angeklagt ward,
    dieser im Gericht aussagte : daß er diese That nicht als sündlich
    angesehen, auch selbige niemahls begangen, ehe er nicht sich
    mit dem Kreutze bezeichnet, und vor Gott auf die Erde niedergeworfen hätte.” Mord und Diebstahl, durch ein Kreuzschlagen eingeleitet und geweiht, sind im schlimmsten Falle harmlose Vergehen im Vergleiche zu dem Verbrechen, das man begeht, wenn man in der Fastenzeit seiner Frau beiwohnt, oder
    Fleisch, Eier und Mehlspeisen genießt. Man halte nur streng
    die Festtage und Fastenzeiten, und man ist der frömmste und
    gläubigste aller Christen. Außer den 52 Sonntagen hat man
    ebensoviele Festtage im Jahre ; die zarisch-göttliche Katharina II
    hatte außer den kirchlichen Festtagen dem Kultus ihrer Maje
    stät 25 Tage einräumen lassen: man mußte mit Gottesdienst
    und Sabbatruhe nicht bloß alljährlich ihren Geburts-, Namens-,
    Thronbesteigungs- und Krönungstag feiern, sondern auch den
    Tag, an dem sie zum ersten Male geimpft worden war. Fest- tage sind jetzt nicht nur die Geburts- und Namenstage des
    Zarenpaares, sondern auch die des Thronfolgers, die des ver- storbenen Vaters und Großvaters des Zaren, und der Erinnerungstag an die Katastrophe bei Borki. Einen noch
    größeren Teil des Jahr’s, von dem schon nach Abrechnung der
    Festtage für das profane Leben nicht viel übrig bleibt, nehmen
    die Fasten ein : Das große Fasten, dem katholischen entsprechend, dauert 40 Tage.
    Es wäre nach dem bisherigen kaum notwendig zu sagen,
    dass die russische Religion keine werbende Kraft besitzt und
    sich darauf beschränken muß, Proselyten durch Korruption zu gewinnen. So lesen wir in einem älteren Buchet): ,,Der
    Gebrauch, den sie sonst hatten / die Fremden zu Annehmung
    ihrer Religion zu erkauffen / ist aufgehoben. Wann einer
    der Seinigen absaget / es sey ein Catholic oder Reformirter
    / so muß er auch seiner ersten Tauffe renunciren seinen
    Vätern und seine Mutter verschweren und dreymal über
    seine Achsel speyen. Etliche alte Einwohner in Rußland
    haben observiret / daß von 200. so wol Engelländer / als Schott- und Holländer welche die Russische Religion angenommen / fast nicht ein eintziger eines natürlichen Todes
    gestorben sey.” Die von der Orthodoxie geforderte Verfluchung der Eltern hat sicher manchen Proselyten im letzten Augenblicke von dem entscheidenden Schritte zurückgehalten,
    und dies umsomehr als die bloß auf das Äußerliche zugerichteten Gebräuche der russischen Kirche keine fühlende Seele
    zu fesseln vermögen. Erst unter der Zarin Elisabeth Petrowna
    begann der offizielle Zwang zum Übertritte Fremdgläubiger
    in die russische Kirche und die schwere Bestrafung von Russen,
    welche ihren Glauben verließen. Als zur Zeit der Herrschaft
    dieser Zarin die Fürstin Irene Dolgorukij zum Katholizismus
    übergetreten war, wurde der Gemahl der Abtrünnigen, ,,weil er den Glauben seiner Frau nicht genügend bewachte,” strafweise in ein Kloster gesperrt ; die französische Gouvernante der
    Fürstin. Mademoiselle Beret, die im Verdachte stand, die Grammatik mit dem Katechismus vertauscht zu haben, mußte viele Jahre als Gefangene des Heiligen Synod schwere Leiden erdulden. Nikolaj I. und Alexander III. verfolgten nicht bloß
    die Allgläubigen, Sektierer und Abtrünnigen, sondern erneuerten die Ukase alter Zeiten, in denen befohlen wird, jeden als Rebellen zu behandeln, der sich der Ausbreitung der russischen
    Religion widersetzen würde. Aber weder Gewalt noch Korruption vermochten viel zu erreichen, und dies ist begreiflich, wenn man bedenkt, daß nicht nur die (russische) Religion keine werbende
    Kraft besitzt [die evangelikale schon aus der Krafft Christi heraus], sondern auch das Priestertum, welches diese
    Religion lehrt und vertritt, weder bei den Fremden noch bei den eigenen Religionsgenossen sich die geringste Achtung zu erwerben verstand. Diese Priester und Mönche der russischen
    Kirche halten alle anderen Religionen für verächtlich, sie fühlen
    aber nicht den Beruf in sich, Bekehrer zur Rechtgläubigkeit
    zu sein, und besitzen nicht die Kraft der Überzeugung, um
    durch die Macht ihrer rechtgläubigen Religion die Irrenden
    der übrigen Konfessionen auf den rechten Weg zu bringen.
    So bleiben, wenn man Proselyten machen will, nur die Mittel
    der Bestechung oder der Knute.
    — „Man zehlet in der Residentz-Stadt Moscau 4000 Popen
    ohne die Mönche,” sagt ein ungenannter Autor ij im Jahre
    17 12. „Diese Herren Popen haben keine andere Gelehrsamkeit
    / als daß sie fertig lesen / schreiben und singen können /
    und es wird auch nichts mehr von ihnen erfordert.”
    Aus der Zeit der Regierungen der Zarinnen Elisabeth und
    Katharina erwähne ich endlich nachfolgende Urteile von Zeit- genossen : In einem Briefe des Baron de Breteuil au Choiseul
    im Jahre 1760 sagt der französische Diplomat: ,,Rien
    n’est plus meprise rii meprisable que le Clerge de Russie.” — „Sie können sich gar nicht vorstellen,” schreibt ein
    deutscher Offizier um das Jahr 1765, „wie groß die Unwissenheit der rußischen Geistlichkeit ist. Selbst die nothwendigsten und ersten Grundsätze der griechischen Religion
    sind einer unzähligen Menge Pfaffen unbekannt; und man
    kan fast behaupten daß unter tausend gemeiner Popen gröste
    Gelehrsamkeit nur bloß darinn besteht, daß sie vor den Altären funfzigmal Gospodi pomilui, HErr, erbarme dich unser!
    in einem Othem hersagen können.” — Und ein französischer
    Offizier urteilt einige Jahre später in demselben Sinne wie
    der deutsche : „Die allerverächtlichsten und allerverachtetsten
    Wesen in Rußland sind die Priester. Viele von ihnen können
    nicht lesen; aber noch ärger als ihre Unwissenheit sind ihre
    Sitten. Es giebt Seminarien zum Unterricht. Aber man braucht
    sie nicht, um Priester werden zu können. Ein Vater tritt an
    seinen Sohn seine Pfarre, seine Kirche und seine Herde ab;
    hierzu wird nichts weiter erfordert, als die Einwilligung des
    Edelmanns, der alsdann die des Bischofs sehr leicht erhält.
    Kann dieser Sohn ein wenig das Slavonische lesen, kann er ferner die Messe lesen und die Vesper singen, so ist er so weit,
    wie sein Vater; er ist Meister in seinem Handwerk, und darf
    es nunmehr treiben. Nach seinen Dienstverrichtungen darf
    er sich besaufen und mit seinen Pfarrkindern sich herumbalgen,
    wie er will ; wenn diese ihn tüchtig durchgeprügelt haben,
    so küssen sie ihm nichts desto weniger wieder die Hand und
    bitten um seinen Segen. An gewissen Tagen im Jahr gehen
    die Popen in ihrer ganzen Pfarrei herum, und fordern von
    Hütte zu Hütte Eier, Butter, Flachs, Hühner und dergleichen.
    Wenn sie zurückkommen, so liegen sie gewöhnlich mitten unter
    den erbettelten Vorräthen besoffen auf einem Karren. Es
    ist nichts Seltenes, daß man in den Straßen zu Petersburg
    und Moskau betrunkenen Priestern und Mönchen begegnet,
    die taumeln, fluchen, singen, den Vorbeigehenden Grobheiten
    zurufen, und Frauenspersonen durch unsittliche Berührungen
    beleidigen.”
    Ein russischer Bischof sagte von den Popen:
    ,,Sie sind eine von Armut gedrückte, habsüchtige, unwissende
    und trunksüchtige Menschenklasse.” Nächst Unwissenheit
    und Trunksucht sind Habgier und Korruption zwei Laster,
    die sie seit den frühesten Zeiten mit sich schleppen. Zar Iwan III. sah sich genötigt, den berühmten Erzbischof Gennadij
    zu entthronen und in das Tschudowkloster einzusperren, nicht
    weil dieser Kirchenfürst die Kirchenstellungen nach einem fixen
    Tarif verkaufte, sondern deshalb, weil er diese allgemein
    übliche Korruption in brutalster Weise betrieb. Unter der
    Regierung der Zarin Elisabeth Petrowna nahmen Habgier und
    Korruption der Geistlichkeit in allen Rängen der Hierarchie die
    schrecklichsten Formen an. Auf öffentlichen Plätzen verhandelten die Priester ihre Dienste. Eine der Ursachen zu diesem
    schamlosen Schacher war allerdings die beispiellose Armut
    des niederen Klerus. Vom Lande, wo sie sich nicht ernähren
    konnten, strömten die Popen bandenweise nach den Städten,
    versammelten sich hier in den Vorhallen der Kirchen und
    lauerten frommen Klienten auf. Wurde der Skandal zu arg, so ließen die Bischöfe die hungrigen Popen zusammentreiben
    und auspeitschen. Das Elend der Diener Gottes war aber
    manchmal so groß, daß die Geprügelten nach empfangener
    Züchtigung wieder zu ihren Standplätzen zurückeilten, um bei
    Gefahr einer neuerlichen Auspeitschung von der Gläubigkeit
    der Kirchenbesucher einen Kopeken für einen Bissen Brot
    zu erpressen. Die Moralität und das Selbstbewußtsein des
    Klerus konnten nicht dadurch gehoben werden, daß die Geistlichkeit von der Regierung zu Polizeizwecken ausgebeutet
    wurde ; die Beichte blieb kein der Kirche anvertrautes Geheimnis, sondern mußte vom Priester sofort aufgezeichnet und
    pünktlich der geheimen Kanzlei ausgeliefert werden.
    Der Bauer oder der gemeine Städter verlangt
    vom Batjuschka, dem Väterchen, wie man den Popen in gedankenloser Liebenswürdigkeit nennt, auch nichts Höheres und
    Besseres; die Pfarrkinder sind zufrieden, wenn Batjuschka die
    vorgeschriebenen Zeremonien ableiert und in Ausnahmsfällen
    für ein paar Hühner oder ein Dutzend Eier einen besonderen
    Dienst leistet, etwa eine Sonnenfinsternis oder eine Mondfinsternis beschwört oder durch Hokuspokus mit Totenknochen dem
    Himmel einen fruchtbringenden Regen in dürrer Zeit abringt.”

    6
    15
      1. Hier ist deine Zusammenfassung auf YouTube – für Leute mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne.
        Das Weberlied – https://www.youtube.com/watch?v=GCTykIG_NLU
        Im düsteren Auge keine Träne,
        Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
        “Deutschland, wir weben dein Leichentuch”;
        Wir weben hinein den dreifachen Fluch –
        Wir weben, wir weben!

        Ein Fluch dem Gotte zu dem wir gebeten
        In Winterskälte und Hungersnöten;
        Wir haben vergebens gehofft und geharrt:
        Man hat uns geäfft, gefoppt und genarrt –
        Wir weben, wir weben!

        Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
        Den unser Elend nicht konnte erweichen,
        Der den letzten Groschen von uns erpresst
        Und uns wie Hunde erschießen lässt –
        Wir weben, wir weben!

        Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
        Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
        Wo jede Blume früh geknickt,
        wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt –
        Wir weben, wir weben!

        Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht;
        Wir weben emsig Tag und Nacht –
        Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch;
        Wir weben hinein den dreifachen Fluch!
        Wir weben, wir weben!”

        Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne, [die Russen]
        “Abendland, wir weben dein Leichentuch”. [Vladimir Putin]

        3
        2
      1. Eigentlich logisch. Aber so ist das. Nicht einmal unsere deutsch-sprechenden Landsleute wissen was Recht und Unrecht ist. Ich frage mich nur, was die in all den Jahren ihres zurückliegenden Lebens “geleistet und gelernt” haben. Aber eines steht fest, sie passen gut nach Paraguay. Am besten gleich als Parteimitglieder bei den Colorados.

        13
        11
    1. Nach allgemeinem Rechtsverständnis ist der ursprüngliche Eigentümer bzw. Hersteller einer Ware grundsätzlich auch dafür verantwortlich, was mit seiner Ware geschieht. Nicht zwangsläufig als Pflicht zur Überwachung. Doch sobald der ursprüngliche Eigentümer/Hersteller einer Ware erfährt, auf welchen Wegen seine Ware vertrieben wird und an wen sie gelangt, kann er sich nicht mit einer solch dummen und unmoralischen Ausrede rechtfertigen, er wäre nicht verantwortlich was sein von ihm beauftrager Abnehmer/Verteiler damit mache. In normalen Rechtsstaaten käme er damit nicht durch und landete vor Gericht. Daß dies natürlich in PY völlig anders gesehen und damit auch gedeckt wird ist ja klar. Die Begriffe “Logik, Rechtsbewußtsein, Verantwortungsbewußtsein, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit” sind eben in PY wenig ausgeprägt oder überhaupt nicht vorhanden. Schlimm aber ist es, wenn größere Kreise von “Amigos und sonstigen Schmarotzern” ein derart offenkundig abartiges Verhalten auch noch rechtfertigen wollen oder sich dabei auch noch eine “goldene Nase” verdienen.

      19
      11
  2. In zivilisierten Ländern würdens seitens Beatmeten:*@#Innen- und Behördeten:*@#Innen vom Beatmeten:*@#Innen- und Behördeten:*@#Innen-Hüüüüüüsli da im Betrieb mal die Geschäftsbücher einsehen möchten und forschten dann den Distributionskanal entlang.
    Augenscheinlich Stammen die Milliarden an beschlagnahmten Zigarettenschachteln ja vom erheblich signifikant korrupten Ex-Tacumbú-Knackie und amtierenden Parteipräsidenten der regierenden Pestpartei Al Cartes. Oder produziert sonst noch wer jährlich für Embryo- bis Greiskettenraucher so viele Zigaretten dieser Marken.
    Abe erheblich signifikant korrupter Ex-Tacumbú-Knackie und amtierender Parteipräsidente der regierenden Pestpartei, Al Cartes, ist ja wie der DDR in diesem Lande ein erheblich signifikant Schlauer (beziehungsweise seine Teige, an die er senie Betriebe nicht ganz freiwillig abtreten musste) und sagt einfach: “Nö” (nix du magge gucken in mei Geschätsbücher und ig keine Lust um vorbeizukommen auf hiesig Afullprästeinzeit-Staatsanwaltschaft). Da kann hiesig Afullprästeinzeit-Staatsanwaltschaft auch nix magge.
    Zustände eben, wie man sie im Paraáfric, Gongo und Sambi antrifft.

    13
    2

Kommentar hinzufügen