Venezuela: Scharfe Waffen gegen Lebensmittel und Medizin

Asunción: Nachdem Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sein Land in eine Festung verwandelte, versicherte Paraguays Außenminister Luis Alberto Castiglioni, dass es Konditionen gibt, damit das Regime fallen kann.

Als “wunschlos glücklich“ kann man als Außenstehender weder die hunderttausenden Besucher des Aid Live Konzertes noch die angeblich 5.000 Besucher des Hands Off Venezuela Gegenkonzertes beschreiben. Dennoch wird versucht Bewegung in die angespannte Lage zu bringen.

Obwohl Paraguay eine Art Führungsrolle übernommen hat, immerhin war es die erste Regierung die am 10. Januar 2019 Maduro die Legitimität absprach, unterstützt man keine militärische Option. Was genau das bedeutet, bleibt man dem Leser schuldig, da nicht klar ist, ob man 100% dagegen oder nur unbeteiligt bleiben will, wenn es heißt Soldaten zu entsenden. Dennoch versicherte Minister Castiglioni, „dass Maduro klar sein sollte, dass die international Gemeinschaft gegen ihn ist, er sich umringt sieht. Dass die Situation gefährlich ist, erkennt man, wenn man in Betracht zieht, dass eine nicht überdachte Aktionen von ihm folgen könnte“.

Dennoch hofft Castiglioni, dass der internationale Druck die Konditionen schaffen kann, damit das Regime in kurzer Zeit fällt und wieder in den demokratischen und freien Zustand zurückkehren kann.

Nachdem die Opposition die Mehrheit im venezolanischen Parlament gewann, sprach Maduro der Staatsmacht jegliche Funktion ab und schuf mit Vizepräsidentin Delcy Rodriguez ein Ausweichparlament (Asamblea Nacional Constituyente), welches, wie auch die Justiz, vollkommen unter seiner Macht steht. Diese Art von kommunistischer Diktatur anstatt Demokratie will die Maduro Regierung jedoch nicht eingestehen. Und Maduros letztes Wahlergebnis, welches weitaus höher war, als das von Hugo Chavez, dem das Volk weitaus sympathischer gegenüberstand, zeigte klar auf, wie das Land geführt wurde: Man lässt nicht das Volk entscheiden, sondern entscheidet für das Volk.

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19 Kommentare zu “Venezuela: Scharfe Waffen gegen Lebensmittel und Medizin

  1. ja und in Europa wird halt vom volk entschieden glaubt man ?? zumindest bei den wahlen vermuten viele das es mit rechten dingen zugeht (Anm. EU-Beitritt Österreichs) ist nur hohl in der Birne. Aber egal, sagen wir die Wahl war „demokratisch“, dennoch wird dann „diktatorisch“ in Europa diktiert was das Volk zu tunhat und was nicht. Wahlversprechen lösen sich so wie die worte in luft auf und das wars dann. Bringen wir halt die 5 Jahre runter und alles locker. Dann kommt der gleiche Käse an die macht.

  2. Wie heute morgen schon geschrieben, haben die USA eine Bestellung von Venezuela für Medikamente in Höhe von US $ 2 Milliarden blockiert. Dann kommen sie scheinheilig und bieten Hilfslieferungen an.
    Quelle: Dr. Paul Craig Roberts, USA

  3. Jeder hat seine Wahrheit.Demokratie in Deutsch wer es glaubt wird selig!
    Von einen Industrieverband ließ die Katze aus den Sack im Fernsehen, das Volk wäre dazu nicht in der Lage
    die Tragweite der Endscheidungen zu verstehen.Volksentscheide, direkte Demokratie, alle sind Dämlich.
    Halt Stimmvieh!
    Völkerrechtlich gesehen ist das eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuela s.
    Die Probleme sind künstlich herbeigeführt durch die USA und anderer Staaten.Nichts anderes als der Versuch eines kalten Staatsstreichs!

    1. Da kommt noch dazu, dass Industrielle nur nach Gewinn entscheiden. Alles andere ist vollkomen egal. Letztens war ich Kommunist als ich das selbe über Venezuela sagte und lächerlich weil immer die anderen schuld seien. Obwohl die Sanktionen gegen Venezuela Tatsachen sind. Ungefähr wie wenn ein Estanzia Besitzer dem anderen einfach das Wasser abgräbt und sagt, der sei unfähig. Aber Lastwagen schicken mit ein paar Wasserflaschen. Wie edel… Der USA Fan hat uns ja verlassen. Es bleibt jetzt die Frage wie lange.

    1. Danke, sehr informativ. Der erfolgreiche Schrotthändler aus Deutschland wird sagen: alles Kommunisten, alles russische Propaganda. Anscheinend weiß er bis heute noch nicht, dass Russland eine Oligarchie ist und 80 % der Oligarchen eine doppelte Staatsbürgerschaft haben. Na, welche wohl? Russland muss brav sein und wird es auch – leider. Übrigens steht auch Syrien vor enormen Problemen, weil das Land keine Medizin importieren darf. Auch dieses Land wird man klein kriegen, egal wie. Die europäischen Lakaien machen dabei alle mit, obwohl sie wissen, dass grosses Unrecht geschieht.

  4. Dann würde ich sagen wir sollten Nicolas Maduro den Friedensnobelpreis verleihen, eventuell zusammen mit Putin, Erdogan, Assad und Co.? Wer ist mit dabei? Am besten in Washington oder? Viel Spaß weiterhin, das ist ja lächerlich. Schließt euch der Freute Guasu an.

    1. Noch so ein Blödsinn von jemandem, dem der Durchblick fehlt und seine Erleuchtungen sicher aus der website Bildzeitung gewinnt.

  5. „Scharfe Waffen gegen Lebensmittel und Medizin“
    Seit wann zählen Gummigeschosse und Tränengas zu den scharfen Waffen?
    https://www.epochtimes.de/politik/welt/traenengas-und-gummigeschosse-an-der-grenze-venezuelas-a2804646.html
    https://www.tagesschau.de/ausland/venezuela-grenze-107.html
    Die beiden zitierten Medien sind gewiss keine Maduro-Freunde.
    Ist Paraguay jetzt zum Steigbügelhalter Nummer 1 der USA aufgestiegen?
    Hängt die Bitte der US-Streitkräfte, wonach Ausbilder der NAVSPECWARCOM paraguayische Soldaten ausbilden sollen,
    (https://wochenblatt.cc/?s=seals&submit=) mit Invasionsvorbereitungen in Venezuela zusammen?
    In den vergangenen Tagen ist von bedeutenden humanitären Organisationen mehrfach die politische Instrumentalisierung von „humanitärer Hilfe“ durch die venezolanische Opposition kritisiert worden. Francesco Rocca, Präsident der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, betonte, humanitäre Hilfe müsse „neutral“ und „unabhängig“ sein. Das Rote Kreuz hat deshalb eine Beteiligung an der Verteilung der „Hilfslieferungen“ der Vereinigten Staaten, welche der Oppositionspolitiker Guaidó, in das Land verbringen will, abgelehnt. (https://amerika21.de/2019/02/222784/venezuela-humanitaere-intervention)
    Der internationale Verband der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften hat Aktivisten an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien beziehungsweise Brasilien vor einer illegitimen Verwendung der Symbole der Organisation gewarnt. (https://de.sputniknews.com/politik/20190224324087685-venezuela-grenze-kolumbien-brasilien-humanitaere-hilfe-rotes-kreuz-emblem/)
    Die USA werden so lange Öl ins Feuer gießen, bis sie eine ihnen genehme Regierung installiert haben.

    1. gerade gelesen: die Hilfslieferungen der USA in Kolumbien wurden von Oppositionellen der Maduro-Regierung angegriffen, d.h. die Lastwagen angezündet, damit die USA und ihre Lakaien noch böser werden. Schlau gemacht, aber durchschaut!
      Gehört halt zur psychologischen Kriegsführung.

    2. Man sollte etwas vorsichtiger mit diesem Link sein !

      (https://amerika21.de/2019/02/222784/venezuela-humanitaere-intervention)

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      Eva Sybille Haule (* 16. Juli 1954 in Tübingen; zeitweise Eva Sybille Haule-Frimpong) ist ein ehemaliges Mitglied der terroristischen Vereinigung Rote Armee Fraktion (RAF) und war an mehreren Anschlägen beteiligt. 1986 wurde sie verhaftet und in zwei Prozessen unter anderem wegen dreifachen Mordes und 23-fachen versuchten Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. 2007 wurde sie auf Bewährung entlassen. Seit ihrer Haft arbeitet sie als künstlerische Fotografin.

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