Vierfachmord im Chaco: Was man bisher weiß und was noch nicht

Mariscal Estigarribia: Alcibiades Ayala (73), Francisca Nidia Núñez Romero (71) und die Enkel im Alter von 10 und 8 Jahren wurden am vergangen Dienstag zwischen 13:30 und 15:00 Uhr auf der Estancia Taguató ermordet.

Am Montag den 8. Juli fuhren sie von Asunción, Ortsteil Loma Pyta in Richtung Chaco und übernachteten im Hotel Golondrina in Filadelfia. Nachdem sie einiges gekauft hatten, fuhren sie zur Estancia, welche wiederum fast 200 km entfernt lag, erklärt Staatsanwalt Andrés Arriola (Beitragsbild).

Als alle Vier auf der Estancia ankamen um die Ferien zusammen zu verbringen, bemerkten sie, dass das Vieh zusammengetrieben worden war und fertig zum Abtransport war. Sie steigen aus dem Auto aus und schicken noch eine Nachricht zu den Eltern, dass sie gut angekommen sind. Sie schickten sogar ein Bild des Capataz auf einem Pferd, welches sie am Eingang gemacht hatten. Das war das letzte Mal, dass sie Kontakt zur Familie hatten.

Einmal im Haus wurde vermutlich Alcibiades Ayala als zuerst erschossen. Die Staatsanwaltschaft nimmt an, dass daran der Capataz sowie die Gebrüder Vera beteiligt waren. Danach musste die Großmutter sterben.

In Bezug auf die Kinder, so nimmt die Staatsanwaltschaft an, wurde auf die aus der Entfernung geschossen, da sie wegrennen wollten. Das Mädchen beispielsweise hatte einen Streifschuss am Kopf. Ein Schuss in den Rücken beendet jedoch auch ihr Leben. Ihrem Bruder, der auch fliehen wollte, wurde mit einem Revolver Kaliber 22 in den Nacken geschossen.

Vicente Ramírez Acosta, seine Ehefrau Elizabeth Duarte Villalba, ihr Ex-Mann Elvio Ramón Yegros Marecos sowie die Gebrüder Carlos Leonor Vera Medina und José Ramón Vera Medina müssen heute ihre Erklärung bei der Staatsanwaltschaft abliefern. Alle bisherigen Äußerungen sind belanglos und nicht bindend für diese Personen.

Ebenso wurden die Lastkraftwagenfahrer Hugo Penayo und Alberto Chamorro verhaftet, die das Vieh zum Schlachthof Athena Foods gefahren hatten, nachdem die Tiere über drei Tage lang neue Brandzeichen erhielten, während die Leichen im Abwasserschacht lagen. Auch Cesareo Antonio Duarte Galeano, der die Transportscheine auf das neue Brandzeichen beantragte, wurde verhaftet. Die 87 Tiere wurden für 261.000.000 Guaranies an den Schlachthof verkauft. Ein kleinerer Teil von 44 Rindern wurde gestern im Chaco auf der Picada 500 etwa 50 km von Mariscal Estigarribia auf der Estancia Ñandejara Mba’e gefunden entdeckt. Zusammen macht dies 128 Rinder.

Anscheinend soll durch gegenseitige Beschuldigungen und fehlende Beweise ein solches Durcheinander entstehen, dass es der Staatsanwaltschaft schwer fällt ein Prozess zu gewinnen. Die Anklagen wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung, Viehdiebstahl und mehrfachem Mord sind für heute vorgesehen.

Wochenblatt / Última Hora / Abc Color

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6 Kommentare zu “Vierfachmord im Chaco: Was man bisher weiß und was noch nicht

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    https://youtu.be/Iqtob23BHi4
    Hier in etwa die Geschichte wie sie passiert ist. ABC Color, wie der Capataz es der Presse erzaehlte. Ist alles plausibel. Der Eigentuemer war bekannt als kraenklich und machte einen Ueberraschungsbesuch was ihm das Leben kostete mit seinen eigenen Waffen.
    Es naeherten sich Fremde dem Capataz und dann kamen Fremde die den Viehbetrieb in Geiselhaft nahmen. Es war eine Besetzung des Betriebes. Dann ueberraschte der Eigentuemer mit seinem Besuch und er wurde mit Frau und Enkeln ermordet von den Geiselnehmern mit der Schrotflinte und 22 Magnum Gewehr das der Eigentuemer dem Capataz zur Wiltierabwehr hinterlassen hatte (Gemeinschaftswaffe). Danach musste es schnell gehen die Tiere zu verhoekern und die Sache nahm ihren Lauf.
    Es gibt Hintermaenner die mit den LKW Geld mitschickten, was manchmal durchaus ueblich ist. 2 der LKW fuhren zum Schlachthof und einer sollte nach Bolivien fahren lud die Tiere aber in dem angemieteten Viehbetrieb ab der die Senacsa Papiere organisierte. Das Ganze haette funktioniert haette es keinen Ueberraschungsbesuch des Eigentuemers gegeben. Siehe Video oben. Der Capataz war selber Opfer und Geisel. Die vermeintlichen Fotos der Vera Brueder duerften gefaelscht sein. Bekannte und Freunde sollen Fotos der Verabrueder ins WhatsApp als Alibi gestellt haben.
    Ich selber versuchte heute die Metadaten meiner Fotos zu manipulieren. Geht sehr leicht. Ich setzte mein smartphone auf den 10 Juli zurueck und schob die Uhrzeit eine Stunde vor und schoss ein Foto. Siehe da das Datum und Uhrzeit zeigte das Foto auf. Danach verschickte ich das Foto per WhatsApp und siehe da mein WhatsApp zeigt die falsche Uhrzeit an solange man diese nicht automatisch vom Telefon vom Betreiber kontrollieren laesst. Das WhatsApp des Rmpfaengers zeigte aber die richtige Uhrzeit an solange auch dieser sein Telefon nicht Datum und Zeit manipuliert. Nur das Datum des WhatsApp vorzuverlegen oder zu manipulieren schaffte nicht bzw versteh ich nicht was wohl nicht zu machen ist – was nicht bedeutet dass es ueberhaupt nicht geht. Die Metadaten des Fotos zu manipulieren ist allerdings kinderleicht.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    @sunny
    Ich fand es nur interessant herauszufinden wie die „muchachos“ sehr leicht die Metadaten von Fotos und eventuell von WhatsApp faelschen koennen.
    Es gibt genuegend Mennoniten die sich in der Vergangenheit von paraguayer und bekannte Ganaderos wie u.a. eine gewisse Bekanntheit namens Kennedy, haben „einlernen“ lassen wie man Vieh stehlen kann. Aus der Vergangenheit schliesst man bekanntlich auf die Zukunft.
    Die Mennoniten sind ja z.Z. so aufgewuehlt wie ein flatternder Huehnerstall und stecken jeden der ihnen verdaechtig kommt pauschal ins Gefaengnis. „Man solle doch auf die IUG hoeren und die mennonitische Polizei miteinbeziehen, usw.“, wird ueber Radio ZP30 verlauten gelassen, will heissen, die Justiz koennte auf einmal unbestechlich werden so dass man handfeste Beweise finden muesste um unliebsame dem Geld bedrohende Subjekte hinter Gitter zu bringen.
    Mit meinem diesem kleinen Experiment der Metadatenfaelschung hab ich ja ganz einfach Bewiesen wie leicht elektronische Daten gefaelscht werden koennen – und auch werden. Ich nehm auch an dass der „Administrator“ einer WhatsApp Gruppe den Zeitstempel bestimmen kann – da waeren ja Fotos aufgetaucht wie man die Vera Brueder zum fraglichen Zeitpunkt fotografiert haette beim Rasenmaehen in Tte Irala Fernandez.
    Ansonsten gilt fuer die meisten: „wer nix wird, wird Wirt“. …oder eben Viehdieb, Pfostensaeger, Rodungsmeister, Abholzer, usw.

  3. @ Kuno. Immer wieder diese negative Kommentare gegen Mennoniten. Warum willst Du nicht mal Dich ernstlich entscheiden Christus nachzufolgen ? Ich als wiedergeborener Christ und zugleicher Zeit auch Mennonit vergebe Dir aber ich bitte dich ganz herzlich Busze zu tun und aufzuhören mit diesen negativen Kommentare weil es oftmals nicht stimmt was Du schreibst. Danke

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