Vom Torhüter zum Präsidenten

Asunción: Der Präsidentschaftskandidat der Republik, José Luis Chilavert, wies darauf hin, dass sich sein Projekt zur Regierung des Landes auf die Verbesserung von Bildung, Gesundheit, Sicherheit und die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentriert, um aus der Wirtschaftskrise herauszukommen.

„Wir werden die Bildung verbessern. Dabei werden wir den Lehrern moderne Technologie zur Verfügung stellen. Im Bereich der öffentlichen Gesundheit wollen wir Ärzte mit besseren medizinischen Geräten versorgen und Fachleuten ein höheres Gehalt bezahlen”, sagte der ehemalige Fußballspieler gegenüber dem Radio 1080 AM.

Er argumentierte, dass es auch notwendig sei, Militär und Polizei mit den notwendigen Elementen auszustatten und ihnen ein gutes Gehalt zu zahlen, um die organisierte Kriminalität besser zu bekämpfen. Chilavert betonte, dass das Energieproblem von Itaipú wesentlich sei, um Entwicklung zu generieren.

„Wir sind auch besorgt über die Energieversorgung von Itaipú, weil die Brasilianer die Strompreise gesenkt haben und wir nicht, wir müssen Investoren anziehen. Paraguay ist bemerkenswert, weil die Steuer so niedrig ist, also muss man sie beibehalten. Ich habe sogar meinen Leuten gesagt, sie sollen einen Weg finden, sie weiter zu senken”, fügte er hinzu.

Chilavert gab an, dass er ein sehr gutes Verhältnis zu der Koalition Concertación habe, er jedoch die Entscheidung getroffen habe, bei den nächsten Parlamentswahlen 2023 als unabhängiger Kandidat zu kandidieren, weil er zuversichtlich sei, bei den Wahlen als Sieger hervorzugehen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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7 Kommentare zu “Vom Torhüter zum Präsidenten

  1. José Luis Chilavert ist ein Mann des Volkes. Er wäre besser geeignet als die käuflichen Parteibonzen. Außerdem zeichnete er sich aus, seinen Job besonders gewissenhaft zu betreiben. Sonst wäre er nicht dreimal Welttorhüter des Jahres geworden. Er erzielte in seiner Karriere über 60 Tore für Klubs und das Nationalteam und war damit einer der torgefährlichsten Torhüter der Welt. Von 1989 bis 2003 spielte er 74-mal für die paraguayische Fußballnationalmannschaft und erzielte acht Tore. Wenn Paraguay Politiker hätte, die ähnlich überragend wären, dann müssten wir uns keine Sorgen für die Zukunft des Landes machen.

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    1. Natürlich, Torhüter zu sein, ist wirklich eine gute Voraussetzung und fachliche Qualifikation für das höchste Amt des ‘Staates. Man lacht sich ja schlapp! Aber vielleicht besser, als Märchenbuchschreiber oder Schulden-Bürgermeister ohne Gedächtnis und Verstand, oder Buchautorin die nachweislich abgeschrieben oder gefälscht hat. Alles die gleiche Marke. Eine einzige Zumutung für die Menschen. Aber sie werden doch tatsächlich gewählt – ein Beweis für die zunehmende Verblödung der Menscheit.

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  2. Ein guter Torwart war er gewiß, das stimmt, nur das sagt gar nichts darüber aus, wie er als Politiker sein wird.
    Politiker werden ist das eine, damit kann man gut Geld verdienen, das weiß man und man besinnt sich plötzlich, alles besser machen zu wollen, nur reicht das wirklich aus.
    Diese Fragen sind berechtigt, meine ich.
    Was hat der gute alte Torwart denn noch aufzuweisen, was hat denn gezeiht, in der Vergangenheit, das man ihn wählen soll?
    Meine Lebenserfahrung sagt mir wirklich nur eines, traue keinem mehr, der Politiker werden will.
    Ich kenne auch nicht einen aktiven Politiker, den ich wirklich wählen wollte und auch wählen würde.
    Mir ist das schon bewußt, das dies eine traurige Bilanz ist, aber etwas anderes kann ich nicht bieten….

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    1. Schlechter als Marito kann er nicht sein. José Luis Chilavert ist unabhängig von korrupten Parteien. Eine ideale Voraussetzung für einen Präsidenten, wenn er nicht auf Wünsche von “Spendern” eingehen muss.. Er arbeitet mit ebenso unabhängigen Menschen zusammen, die alle das Beste für Paraguay wollen. Da es jedoch zu viele gibt, deren einziges Argument ist, dass wir nicht wissen, wie Chilavert als Politiker sein wird, kann er ja nicht Präsident werden, denn diese Superschlauen wusste ja schon vorher, dass Marito so ein toller, erfolgreicher Politiker werden wird …

  3. Macht korrumpiert.
    Viel Macht korrumpiert noch mehr.
    Bisher ist noch Jeder, der in die Politik gegangen ist, binnen kurzer Zeit im Sumpf der Korruption untergegangen.
    In der Politik kommt keiner ganz nach oben, der nicht käuflich oder erpressbar ist.
    Denn sonst kann ein Politiker nicht gelenkt werden.
    Selbst wenn er wirklich ehrlich bleiben würde, sich weder erpressen noch kaufen lassen würde, es würde sich rein gar nichts ändern.
    Denn er ist alleine.
    Diejenigen, die schon an den Fresströgen sitzen, sind viele und sie wissen, wie das Politikspiel gespielt wird.
    Er muss mit dem gleichen Personal weiterarbeiten, mit dem schon seine Vorgänger gearbeitet haben.
    Und dieses Personal lässt sich doch nicht von einem ehrlichen Präsidenten die Butter vom Brot nehmen.
    Die vielen Parlamentarier samt ihren Amigos wollen auch weiterhin ohne Arbeit reich werden und sich die Taschen füllen.
    Glaubt wirklich jemand, daß die sich ausbremsen lassen würden?
    Ein bedauerlicher Unfall, ein Attentat oder ein plötzlicher unerwarteter Tod lassen sich sicherlich arrangieren.

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  4. Klingt wirklich gut, was der Mann sagt. Hat aber auch diverse Haken. ZB. müssten die Steuern erhöht werden, um der hiesig Vollprofi-Vollpfostenpolizei mehr Gehalt zu bezahlen. Und sorry, aber wenn einen Kindergartenklasse dir dein Feld ernten kommt, dann kannst ihnen nicht einfach mehr Lohn bezahlen. Denn dann müsstest das Kilo Karotten für 50€ verkaufen.
    Klingt wirklich gut, was der Mann sagt. Das haben – so wie ich die Eingeborenen bisher kennengelernt habe – auch wirklich gut drauf. Das Problem meines Erachtens ist, das mir immer das gesagt wurde und wird, was ich hören will. Was dann getan wurde bzw wird, das sind zwei verschiedene Dinge.
    Mag alles schön und gut klingen. Traurig, dass ich hierzulande Politiker:*Innen wie in zivilisierten Ländern von 400 Jahren noch mit Kampf für Bildung und gegen Korruption profilieren müssen. In zivilisierten Ländern habens dat als Hauptbeatmete- und Hauptbehördete vom Hauptbeatmeten- und Hauptbehördetehüüüüüsli ja schon längst hinter sich und machen Wahlkampf, wer das neuste Verkehrsschild erfinden kann.
    Mag alles schön und gut klingen. Keine Chance, die Strukturen sind nun mal vorgegeben. Das sind alles Außenseiter. Die Einzigen, die eine Chance haben sind nun mal die Vertreter der Korruption. Dahinter stehen ganze Family-Clans, die auch mal an den Trog der Sponsor:*Innen möchten. Es wird wieder ein Kopf an Kopf zwischen zufrüh Abgebogenem und linken Torpfosten der korrupten Parteien Colorados und Liberalen. Aber immerhin dürfens einen:*In davon wählen. So funktioniert nun mal Demokratie. Das läuft in zivilisierten Ländern ganz ähnlich ab. Nur nicht ganz so unverblümt und offensichtlich.

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