Was den Richter dazu veranlasste

Rio de Janeiro: Alexandre Bessa ist der Ermittlungskoordinator der brasilianischen Bundespolizei, dessen Arbeit Richter Marcelo Bretas dazu veranlasste, Untersuchungshaft für den Ex-Präsidenten Horacio Cartes und anderer Paraguayer innerhalb der sogenannten „Operation Patrón“ anzuordnen.

In einem Exklusivinterview mit 5Días beschreibt Bessa die Arbeit bis zum ausgestellten Haftbefehl:

Als er über die Erkenntnisse bezüglich der Beteiligung von Cartes den polizeilichen Ermittlungen sprach, bestätigte Bessa, dass der Ex-Staatschef selbst Teil einer kriminellen Organisation ist und Geld von Dario Messer aufbewahrte und ihm gab, während dieser abwog sich zu ergeben. Beide hatten Kontakt per WhatsApp, bevorzugten jedoch den Kontakt über Roque Fabiano Silveira.

Bessa sagte auch, dass HC befürchtet habe, dass Messer sich nach einer Einigung ergeben würde, eine Vereinbarung zu der es schließlich nicht kam. Cartes wusste, dass es der Fleischunternehmer Antonio Joaquim Da Motta war, der Messer mit einem Privatflug aus Paraguay brachte und nach San Pablo mitnahm, nachdem dieser sich einige Zeit in Pedro Juan Caballero versteckte. Den Ermittlungen zufolge reiste Messer mit dem Namen „Marcelo De Freitas Batalha“ aus und genau so nach Brasilien ein.

Das Hauptziel der Operation war immer Dario Messer, jedoch fand Bessa Beweise, die wichtige geschäftliche und politische Namen in Paraguay betrafen. Unter ihnen war auch der Eigentümer des Shopping China, Felipe Cogorno, der laut Bessa ein Mann war, dem Messer absolut vertraute und von dem er bei seiner Flucht nach Paraguay Hilfe erhielt. Bessa berichtete, dass Messers Freundin ihm 500.000 US-Dollar gab und dass Cogorno diese im Cambios Fe Geldwechselgeschäft aufbewahrte.

Er fügte hinzu, dass Messer seine Anwältin Leticia Bóbeda gebeten habe, Felipe Cogorno, seinen Vertreter, bei den Verhandlungen für seine Lieferung mit dem damaligen Innenminister Juan Ernesto Villamayor, zu sein. Bóbeda lehnte ab, da sie nicht wollte, dass dies „Probleme nach Cogorno brachte“ und es vorzog, selbst zu verhandeln. Messer vertraute ihr laut Bessa nicht so sehr wie der Unternehmer.

Der Delegierte Alexandre Bessa beendet das Interview mit den Worten, dass der „Bruder der Seele“ von Cartes erklärte: „In Paraguay wäre er früher oder später entführt worden. In Brasilien könnte ich im Gefängnis landen. Da gehe ich Leiber ins Gefängnis.“

Bessa erklärte, in Brasilien könne ein Richter der Bundespolizei die Möglichkeit einräumen, jemanden vor Eröffnung eines Strafverfahrens festzunehmen. Dies ist der Fall bei der Aufforderung zur Festnahme der in der „Operating Patrón“ untersuchten Personen. Er fügte jedoch hinzu, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass ein Richter Festnahmen beantragt, wenn er die vorgelegten Beweise nicht als solide ansieht.

Ab dem Zeitpunkt der Festnahme hat der Delegierte noch 15 Tage Zeit, seine polizeilichen Ermittlungen zu beenden und an das öffentliche Ministerium zu übermitteln. Somit entscheiden der Staatsanwalt und der Richter, ob eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet wird oder nicht. Dass ist sehr wahrscheinlich in diesem Fall.

Wochenblatt / 5Días

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