Wegen Baby stillen: Am Muttertag hinter Gitter

Asunción: Carmen Quiteros, Militärangehörige, wurde zu 45 Tage Haft verurteilt und der Oberste Gerichtshof bestätigte jetzt das Urteil. Sie wird wohl Muttertag hinter Gitter verbringen müssen.

Am Vorabend des Muttertags muss sich Quiteros im Hauptquartier der paraguayischen Luftwaffe in Luque melden und wird dann unter Arrest gestellt.

Erinnern wir uns daran, dass Quinteros im Jahr 2017 strafrechtlich verfolgt wurde, weil ihr nicht erlaubt wurde, ihr Baby zu stillen.

Die Mitteilung der Resolution wurde an diesem Montag gemacht. Jetzt hat die Verteidigung noch drei Tage Zeit, um Klarstellung zu fordern, so der Verteidiger Quinteros, Rechtsanwalt Carlos Mendoza.

„Es ist bereits die letzte Instanz, die das militärische Verfahren hat. Das letzte, was jetzt getan werden kann, ist sich auf einen Verfahrensfehler zu berufen“, sagte Mendoza.

In diesem Sinne hat der Anwalt angedeutet, dass man dies tun könne, weil der Gerichtshof sich nur auf eine Berechnung gestützt habe, ab dem die Zusammenfassung eingeleitet worden sei und nicht vorangegangene Beweise in Betracht gezogen hätte.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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8 Kommentare zu “Wegen Baby stillen: Am Muttertag hinter Gitter

  1. soviel zu „diktatur“ justiz hier im lande … aber wenn ich die alte wäre, würde ich schnell mal politiker werden, dann wird man eh imun dann hat sich das mit einsperren auch gelöst. oder einfach mal die resolution nicht unterschreiben, dann hat Sie keine wirksamkeit, einfach sagen kann ich nicht lesen.

  2. Ministerin für Kindheit und Jugend, Teresa Martínez sagte, dass das Stillen eines Babys ein verfassungsmäßiges Recht sei, das geschützt und gewährleistet werden müsse. (https://wochenblatt.cc/haft-fuer-das-stillen-rechte-des-kindes-verletzt/)
    Die Verfassung ist in Paraguay leider nicht mehr wert als ein Fetzen Papier, den man besser für einen anderen Zweck verwendet.
    Dies beweist nicht nur dieser Vorfall sondern auch das Gerangle um Zulässigkeit von Wahlen die Gleichberechtigung und vieles mehr.

  3. Das Thema. Wofür wäre das Heer eigentlich zuständig? Wofür der Staat? Wäre das so wie es ein müsste, dass es überhaupt Sinn hat, würde über so etwas nicht debattiert werden und zwar nicht einmal nur aus dem Grund, weil dann keine Frauen dabei wären sondern einfach aus der Logik heraus. Aber Seifenblasengesellschaften leben davon das sie Seifenblasen produzieren und davon braucht man immer mehr und immer größere und die spiegeln so schön und geplatzt!!!

  4. So viel ich mich noch mag erinnern, hätte Sie Wache stehen sollen, und ist Ihrer Plicht nicht nachgekommen. Im Ernstfall hätte das verheerende folgen für Ihre Kameraden / innen, haben können. Ich bin in der Meinung, das muss man sich vorher überlegen so ein Job anzunehmen oder Kinder zuhaben?

  5. Tja, bei so fähigen Jefes dieser Frau Läutendant, denen es wohl nicht entgangen sein müsste, dass sie schwanger ist, erstaunt es mich wenig, dass sie in Gefängnis muss und ihre Jefes immer noch Jefes sind. Avanza Paragauy, ihr schafft das auch ohne den Rest der Welt!
    Vielleicht hätte man ja erfinden können, der Frau ein paar Wochen Schwangerschaftsurlaub zu gewähren, die sie dann hätte nachholen müssen?
    Ich meine, wenn ein Auto mit 100 km/h auf ne Mauer zurast, kann man ja auch in etwa abschätzen, was passieren wird, aber bei einer Frau, die man mit einem Säugling auf Wache setzt, offenbar nicht.
    Fazit: Den Herrn Oberst nochmals beim Kindergarten anfangen lassen und dann kann er ja wieder von vorne seine Karriereleiter hochsteigen, vielleicht kann er dann etwas mehr.

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