Weltumwelttag: “Keine Kontamination durch Plastik“

Asunción: Heute ist Weltumwelttag und in diesem Jahr lautet das Motto: “Keine Kontamination durch Plastik“. In Paraguay gibt es eine spezielle Kampagne, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

Speziell sollen dabei recycelbare Taschen gegen Plastikbeutel oder –taschen ausgetauscht werden. Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC), das Notfallsekretariat (SEN), die Umweltorganisation Guyra Paraguay und weitere Institutionen beteiligen sich an der Aktion.

Alle Arten von Kunststoff-Behältnissen werden heute (siehe Infografik) in den verschiedenen Teilen von Asunción entgegengenommen. Im Gegenzug wird eine Tasche aus recycelbarem Kunststoff geliefert. Die Flaschen und Kunststoffteile werden Familien von Recyclern geliefert.

Dies ist ein Aufruf von der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) in Paraguay, um das Gedenken an den Weltumwelttag zu feiern, der heute stattfindet, diesmal mit dem Thema: “Keine Kontamination durch Plastik“.

Mehr als 8.000 Tonnen Plastik erreichen jedes Jahr die Weltmeere. In diesem Tempo werden 2050 mehr Plastikteile als Fische enthalten sein, wie Daten der UN-Umweltbehörde zeigen, die daran erinnert, dass die Produktions- und Konsumgewohnheiten des Menschen das Volumen von den Abfällen verursacht.

In diesem Zusammenhang sandte der UN-Generalsekretär Antonio Gutierres eine Botschaft, in der er alle Bürger der Welt aufforderte, sich der Verschmutzung durch Plastik bewusst zu werden.

„Unser Planet ist mit schädlichem Plastikmüll überschwemmt. Jedes Jahr landen mehr als 8 Millionen Tonnen in den Ozeanen. Es gibt mehr Mikroplastik in den Meeren als Sterne in unserer Galaxie. Von den abgelegenen Inseln bis zur Arktis ist kein Platz mehr frei“, schrieb er in der Proklamation.

Er fuhr fort: „Wenn der gegenwärtige Trend anhält, werden unsere Ozeane bis 2050 mehr Plastik als Fische haben. Die Botschaft dieses Weltumwelttages ist einfach: Einweg-Plastik zurückweisen. Wenn Sie es nicht wiederverwenden können, lehnen Sie es ab“.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Weltumwelttag: “Keine Kontamination durch Plastik“

  1. Finde ich ja gut, aber die Wenigsten werden extra 200 bis 500 km nach Asuncion reisen, um eine Plastikflasche gegen eine Tasche aus recycelbarem Kunststoff einzutauschen, es sei den, diese sind aus Gold und man kann sie weiterverkaufen.
    Besser würde ich finden, Mülldeponien nicht zwei Meter neben dem Fluss Paraguay zu errichten, die logischerweise überflutet werden und der Plastik durch den Rio de la Plata ins Meer gelangt. Aber ich bin ja kein Städteplaner. Sowas soll es tatsächlich geben in Asuncion habe ich gelesen. Unglaublich wahr.
    Aber sonst, weit und breit kein Meer zu sehen in Paraguay.
    Wie soll man eigentlich seinen Müll irgendwo am Straßenrand entsorgen ohne Plastiktüte? Da fällt einem ja die Hälfte runter bis man irgendwo am Straßenrand ist, die Spur könnte verräterisch sein und ein Hinweis zum Weg zu den Schweineställen darstellen.
    Also ich schätze, dass es meinen Nachbarn egal sein wird ob sie im Super noch Plastiksäcke erhalten oder nicht, dann nehmen sie halt einfach Windeln, Blechbüchsen, Mäuse, Tierkadaver und sonstig Brennbares zum Anfeuern. Muss ja sowieso verbrannt werden damit „unser täglich zweimal Feuerchen machen Pensum“ erfüllt ist und erst noch fünf Euro monatlich zum Biersaufen mehr zur Verfügung.
    Habe erst heute beim Vorbeifahren eines dafür bekannten Grundstücks um die Ecke gesehen wie ein ca. 4 bis 5-jähriger mit einem Stöckchen im Feuerchen herumspielte. Früh übt sich wohl was ein Meister werden will und soll erst noch gut für die Gesundheit sein.
    Heute muss ja für viele Paragauyer Weltuntergangstag sein, denn das Motto in diesem Jahr lautet: “Keine Kontamination durch Plastik“. Persönlich finde ich immer nach Hause, muss nur dem Gestank nachgehen und schon bin ich in meinem Viertel.
    Wenn das Misserium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) und das Notfallsekretariat (SEN) bei der Aktion sind, dann kann man fast schon sicher sein, dass die Aktion schon beendet wird, bevor sie angefangen hat. Und hat trotzdem ein paar Dutzend Millionen US-Dollar an Löhnen verschlungen.
    Diese „Plastikflaschen“ (wen mir Recht ist PD-E oder sowas) wurden schon längst gesammelt und recycliert. Das ist ja nicht das Problem, sondern die Tragtaschen. Ich mache das beste daraus und verwende sie so oft es geht. Und ich bezahle Müllabfuhr. Sollen die vom Beatmetenhäuschen erst einmal das Müllproblem lösen bevor sie das von Otto Normalo verlangen. Stellst eine Leuchtstoffröhre in dein Müllkcontainer – nehmen sie nicht mit. Musst sie zuerst zerschlagen, dann nehmen sie sie mit. Ist ja logisch.

  2. In Paraguay sieht man, was westliche werte bewirken können, so macht man aus einem Naturvolk eine Truppe voller Plastikzombies, noch ne Tüte? Noch ein Smartphone, noch paar Medikamente von Bayer?

    1. Richtig. Ich antworte auf diese Dinge auch immer mit der Gegenfrage, warum es jetzt hier so viel Plastik und Schrott gibt. Weil westliche Konzerne Kasse machen müssen.
      Dass es hier weder Müllabfuhr noch Kläranlagen gibt, die ausreichen würden, wusste man auch schon, als die Einkaufstempel gebaut wurden und man begann jeden Schnick Schnack zu importieren und als nächstes will man hier Industrie haben…

  3. „Mehr als 8.000 Tonnen Plastik erreichen jedes Jahr die Weltmeere. “

    Diese Zahlenangabe würde ich als Redakteur erst einmal überprüfen. 8.000 Tonnen Plastik kommen vielleicht schon aus einem kleinen Entwicklungsland in der III.Welt mit sagen wir einmal 10.000.000 Einwohnern und Flüssen, die direkt ins Meer münden in die Weltmeere. Aber rechnen Sie selbst … es wären nur 0,8kg in einem Jahr pro Einwohner in diesem Land … Und Pfand auf Plastikflaschen kenne ich nur aus der EU. (nicht Polen, obwohl es zur EU gehört … da kenne ich mich aus.)

    8.000 t Plastik kommen von ein paar großen Kreuzfahrschiffen im Jahr allein — wage ich zu behaupten.

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