Wer hätte das gedacht – noch über 26.000 Stellen in staatlichen Behörden frei

Asunción: Aus der Sichtweise der Regierung gibt es in den staatlichen Ministerien weiterhin 23.000 unbesetzte Stellen. Diese Aussage spricht gegen die Ankündigungen Cartes sparsam zu agieren.

In den drei Staatsgewalten, der Exekutive, der Legislative und der Judikative sowie in anderen staatlichen Ämtern sind insgesamt 26.282 freie Stellen registriert. Außerdem wurde bekannt welche Institution über wie viel Personal verfügt, dank Daten, die das Finanzministerium über Personal bekanntgab.

Der Kostenvoranschlag für das laufende Jahr deckt Ausgaben für 221.950 Stellen während nur 195.668 davon besetzt sind. Der größte Personalengpass besteht bei der Exekutive, der alle Ministerien unterstellt sind. Hier sind es fast 23.000 freie Stellen, der Großteil davon im Verteidigungsministerium, als Zeitsoldat mit 6.566 Stellen. Aber auch im Bildungsministerium gibt es rund 6.000 freie Stellen. Die Ministerien mit dem geringsten Stellenangeboten sind die der Vizepräsidentschaft mit 15 und dem Frauenministerium mit 6 freien Posten.

Im Kongress, im Abgeordnetenhaus wie auch im Senat, gibt es insgesamt 55 freie Arbeitsstellen obwohl beide Kammern zusammen schon über 2.450 Angestellte zählen.

In der Judikative sind es insgesamt 3.257 freie Stellen von denen mit 1.176 die meisten am Obersten Gerichtshof zu finden sind. Aber auch die Wahljustizbehörde hält weitere 630 Stellen bereit. Auch beiden Pflichtverteidigern und der Kommission im Kampf gegen Folter sind weitere 42 Stellen als frei markiert.

Die Regierung kündigte Stellenausschreibungen für die freien Posten an, bei denen man einen Aufnahmetest bestehen muss. Diese Aussage brachte in der Colorado Partei das Fass zu überlaufen, da ein jeder Wahlgewinner sich als Inhaber und obligatorischer Verteiler dieser Stellen ansieht. Diverse Parteigenossen aus den unteren Rängen warten schon seit mehreren Monaten auf ihren Posten.

Die Anzahl der Staatsdiener stieg binnen der letzten zehn Jahre von 174.362 auf 255.253 Angestellte, darunter auch Personen die nur eine Zeit lang vertraglich verpflichtet wurden bzw. werden. Alle Mehreinnahmen in dem Zeitraum kamen ausschließlich der Lohnzahlung dieser zugute. Heutzutage werden von 100 Guaranies Steuereinnahmen 86 für die Zahlung der Löhne dieser aufgewandt. Somit bleibt für die Zukunft nichts weiter übrig als sich zu verschulden um die Struktur aufrechtzuerhalten.

(Wochenblatt / Última Hora)

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9 Kommentare zu “Wer hätte das gedacht – noch über 26.000 Stellen in staatlichen Behörden frei

  1. So funktionieren weltweit alle grossen Organisationen – Grossfirmen, die nicht um den Kunden kämpfen müssen, NGOs, denen das Geld nachgeschmissen wird, und vor allem alle staatlichen Gebilde, egal, wo sie sich befinden.
    Aber der Glaube an die Notwendigkeit eines starken, also überdimensionierten Staates ist vor allem auf der linken Seite unausrottbar.
    Als Schweizer kann ich wenigstens sogar von Paraguay aus mit meinem Stimmzettel starken Einfluss auf diesen Wahnsinn nehmen.

    1. Hallo Hans, träum weiter…

      Hier ein passender Witz dazu:
      Angela Merkel wurde bei einem Verkehrsunfall überfahren und kommt direkt in den Himmel.
      Dort trifft sie den Engel Gabriel. Der Engel spricht Angela Merkel an: „Wir werden dir die Wahl geben: Einen Tag wirst du in der Hölle sein und einen Tag im Himmel. Danach kannst du auswählen, wohin du willst.“
      Gabriel bringt Angela Merkel in den Fahrstuhl und sie fahren bis zur Hölle.
      Merkel geht rein und sieht all ihre Freunde. Sie begrüßen sie, spielen Golf, sitzen am Schwimmbad, im Restaurant, die Leute essen, trinken, hören Musik, spielen Karten und auch der Satan sitzt und lacht mit ihnen, abends Tanzerei, man amüsiert sich.
      Am nächsten Tag kommt Gabriel und sie gehen ins Paradies.
      Dort sieht Merkel Menschen, wie sie auf weißen Wolken sitzen, Musik hören, alles ist ruhig und gemütlich.
      Einen Tag später kommt Gabriel und fragt: „Hast du Dich entschlossen?“
      Angela Merkel sagt: „Ja. Obwohl es im Paradies angenehm ist, will ich in die Hölle, dort tut sich was.“
      Gabriel nimmt sie wieder mit nach unten, klopft an die Tür und in einer Sekunde ziehen zwei Hände Angela Merkel rein.
      Sie steht mitten in der Wüste, es ist quälend heiß, ihre Freunde tragen zerrissene Kleidung und sammeln Mist.
      Der Satan kommt, gibt ihr eine Tüte und sagt, sie solle ebenfalls Mist sammeln.
      Angela Merkel frage völlig verwirrt: „Was ist mit dem Golfplatz, mit dem Restaurant, mit dem Schwimmbad, mit der Musik passiert?“
      Antwortet der Satan: „Gestern war vor der Wahl – heute ist nach der Wahl…“
      Quelle: http://www.lustich.de

      1. Links und Rechts existiert in Paraguay nicht – in der Politik sind nur Gauner. Ist wohl tendenziell auf der ganzen Welt so. Nur die Illusionen der Wähler sind verschieden.

        1. Na, da widerspricht sich der Herr Iseli aber mal wieder selbst. In deinem Beitrag hast du gerade noch die „Linken“ angeprangert und nun existieren sie schon nicht mehr.

          1. Vor allem, habe ich geschrieben – bitte nicht interpretieren an den Worten vorbei.

  2. Gigantopithecus blacki

    Antworten

    Es sollte doch für den Staat Paraguay kein Problem sein 26.000 Menschen zu finden, welche täglich 3 Stunden Grundschule besucht haben. Aber nur wenn es nicht regnet oder gestreikt wird.
    Schließlich funktioniert es auch in Europa, Menschen für das täglich Einreihen von Weisungen in Amtsordner zu finden, welche sich auch noch am monoton grinsen an zu urteilen riesig darüber freuen, es vom Sonderschüler zum Unter- und später zum Ober- oder Hauptbeatmeten geschafft zu haben.
    Auch wenn es in der Schweiz offiziell nur wenig Beatmete gibt, so muss man nur zählen wie viele aus dem Trog des Steuerzahlers fressen, auch wenn sie ganz andere illustere Berufsbezeichnungen und Titel tragen.

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