Werden Unternehmen ihre Mitarbeiter zur Impfung zwingen?

Asunción: Mittlerweile wird in vielen Ländern darüber diskutiert, ob Unternehmen ihre Mitarbeiter zur Impfung zwingen können. Das Thema wird langsam aber sicher auch in Paraguay auftauchen.

Eine oder mehrere Infektionen innerhalb eines Unternehmens können die Arbeitsproduktivität gefährden. Eine Impfung aller Mitarbeiter würde dieses Problem wohl vermeiden. Unter dieser Voraussetzung leitete das uruguayische Arbeitsministerium die Debatte zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern über die Möglichkeit einer Impfung ein.

Pablo Mieres, Arbeitsminister von Uruguay, begann eine Reihe von Treffen zwischen Geschäftsleuten und Gewerkschaftsvertretern, um zumindest eine Massenimpfung gegen Covid-19 zu fordern und sie, laut uruguayischen Medien, sogar zur Pflicht zu machen.

Derzeit ist diese Initiative mit rechtlichen Hindernissen konfrontiert, beispielsweise mit der Entscheidung der Exekutive, dass die Impfung freiwillig ist. Dies verhindert, dass Unternehmen von ihren Mitarbeitern Impfungen verlangen können.

„Es wäre nicht schlecht, wenn im Rahmen der Debatte Gesundheitsklauseln in die nächsten Tarifverträge aufgenommen werden könnten”, sagte der Mieres. Er war der Ansicht, dass diese Punkte in die nächste Runde des Gremiums, wo Arbeitgeber und Gewerkschaften vertreten sind, diskutiert werden sollten.

Mieres argumentierte, dass ein Arbeitnehmer, der nicht geimpft sei, die Kontinuität der Tätigkeit gefährden und gleichzeitig Auswirkungen auf den Rest des Personals haben könne, was zu einer Unterbrechung der Produktivität führe.

Die Möglichkeiten der Impfung würden sich erst im Laufe der Monate erhöhen, da derzeit die Verfügbarkeit für die gesamte Bevölkerung nicht ausreicht, um so eine Verpflichtung umzusetzen.

„Wir hoffen, dass der Horizont bis zum 30. Juni viel klarer wird. Die Regierung muss einen Leitfaden ausarbeiten, wir müssen ihn dann mit dem Wirtschaftsministerium und dem Präsidenten besprechen“, erklärte Mieres.

In Paraguay ist die Impfung ebenfalls freiwillig, und wenn der produktive Sektor dies zu einer Anforderung für seine Mitarbeiter machen wollte, würde er wohl auch über dieselben Steine stolpern wie in Uruguay.

Wochenblatt / Hoy

iOiO
CC

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu “Werden Unternehmen ihre Mitarbeiter zur Impfung zwingen?

  1. Wie hat die menschheit bis jetzt überlebt oder in jenen zeiten als es keine impfungen gab?
    Bei wirklich ansteckende krankheiten, die auch mutieren, gibt es sicher kein mittel weil die medizinische forschung nicht auf knopfdruck ein serum haben kann. Es sei denn es stammt alles aus dem labor.
    Dieses ganze gerede ist genauso überflüssig wie bescheuert.

  2. “in Paraguay ist die Impfung ebenfalls freiwillig…”
    genau, diese Impfung ist freiwillig – was will man sich da beschweren ?
    OK – über kurz oder lang (wenn dann genügend Impfstoff da ist) wird der Arbeitgeber, der Hotelier, der Gastwirt, der Eventbetreiber, Kinos und natürlich der Grenzbeamte einen Impfnachweis fordern. Keiner muß sich impfen lassen – ist alles freiwillig.
    Deutschland und die EU werden es vormachen – alle anderen nach.
    Jetzt kommen natürlich die Gleichstellungs-, die Antidiskriminierungsbeauftragten zum Zuge. Sie werden diese Zwiteilung der Gesellschaft nicht dulden. Oder sind sie doch mit anderen Dingen beschäftigt ?

  3. In Europa und USA ist aber noch fast kein Unternehmen Pleite gegangen, die Notenpressen laufen auf Hochtouren, die Staatsverschuldung ist etwas angestiegen und liegt in vielen Staaten in Relation zum BÜP mittlerweile bei 85%. In USA über 110%. Das spielt aber keine Rolle, niedrige Zinsen. Noch. Hauptsache sie können die Zinsen zahlen. Alles Paletti. Die kommende Inflation wird diese paar Milliarden auffressen. Europa und USA ist sehr bemüht die Unternehmer mittels Zustüpfen fürs zuhause Rumsitzen am Leben zu erhalten mit tatkräftiger Unterstützung. Anders natürlich für Länder wie Paragauy. Da sind die Staatseinnahmen um 79% zurück gegangen und die wenigsten Unternehmen werden von hiesig Staat unterhalten.
    Erstaunlich wie spurlos dieses Uhhhh-Viru-V2.x-Zeitalter an uns vorbeizieht, Billionen verlocht, die Weltwirtschaft im Eimer. Aber bald wird dank größter Ipfaktion aller Zeiten wieder in die Hände gespuckt, die Preise werden etwas anziehen und das Wirtschaftswachstum von -10% um ein paar Prozente nach oben wachsen.

  4. Ich denke, hier werden sie kaum jemanden zur Impfung zwingen müssen.
    Die Leute werden sich in langen Schlangen anstellen, um sich das Gift injizieren zu lassen.
    Was ich noch nie verstanden habe ist das blöde Geschwätz, daß die Ungeimpften die “Anderen” gefährden würden.
    Welche “Anderen” denn?
    Die Geimpften?
    Wie soll das denn gehen?
    Entweder ist der Geimpfte geschützt, dann muß er sich vor dem Ungeimpften nicht fürchten.
    Oder er ist nicht geschützt, dann sollte er sich fragen, warum er sich hat überhaupt impfen lassen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.