“Wir entfernen uns immer weiter von dem katastrophalen Szenario“

Asunción: Es gibt positive Signale in Bezug auf die Corona-Pandemie in Paraguay. Laut dem Direktor der Gesundheitsüberwachung aus dem Gesundheitsministerium, Guillermo Sequera, werde das Land die Hochrisikozone verlassen. „Ich bin ermutigt zu sagen, dass wir uns immer weiter von dem katastrophalen Szenario entfernen”, erklärte er.

Sequera versicherte, dass das Zentrum der Epidemie in der Region heute Brasilien sei. Er behauptet sogar, dass das Nachbarland in den nächsten drei Wochen oder im nächsten Monat weltweit zum Hauptzentrum der Krankheit werden könnte, mit dem Schwerpunkt in der Stadt Sao Paulo.

„Wir sind in der sicheren Region, auch auf der Welt. Die Last der Krankheit liegt heute in den Vereinigten Staaten. Nächsten Monat ist es sehr wahrscheinlich, dass es in Brasilien sein wird, mit dem Epizentrum in Sao Paulo”, sagte Sequera.

Er wies auch darauf hin, dass fast 5.000 Menschen aus Brasilien nach Paraguay eingereist sind, die später zu 200 positiven Fällen von Covid-19 wurden und jetzt in Notunterkünften unter Quarantäne gestellt werden. Während 300 Menschen aus den Vereinigten Staaten ankamen, von denen 30 positiv auf das Virus getestet wurden.

An diesem Samstag erreichte Brasilien 10.017 Todesfälle durch Covid-19. „Ein enger Freund von mir war der Überwachungsdirektor für die brasilianische Gesundheit. Jetzt tritt er zurück. Er sagte mir: ‘Sequera, kümmere dich um Brasilien, weil es das Zentrum der Epidemie in der Welt sein wird'”, sagte er.

Sequera wies darauf hin, dass die Arbeit des Gesundheitsministeriums auffallen würde, da es Paraguay gelungen sei, die Kurve seit Beginn der Quarantäne zu glätten und auf einem niedrigen Niveau zu halten.

„Paraguay war das einzige Land, in dem Menschen aus dem Ausland in Notunterkünfte geschickt wurden”, sagte er und erinnerte sich daran, dass “wir im Rest der Region als übertrieben gehandelt bezeichnet wurden”, sagte er.

Sequera wies darauf hin, dass im schlimmsten Fall in Paraguay 10% der Bevölkerung aufgrund von Covid-19 erkranken werden. In den letzten Tagen wurden fast alle Menschen aus Brasilien, die sich in Notunterkünften befinden, positiv auf Covid-19 getestet.

Wochenblatt / La Nación / Foto Archiv / Twitter

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8 Kommentare zu ““Wir entfernen uns immer weiter von dem katastrophalen Szenario“

    1. Bin ich froh, dass ich Kenntnis nehmen darf von Ihrer Weisheit!
      Bis jetzt habe ich von den Gegner der hiesigen behördlichen Massnahmen im speziellen und von den weltweiten Bemühungen, dieser Pandemie Herr zu werden, nur Pöbeleien und schwachsinnige Verschwörungstheorien gehört.
      Von den Behörden dagegen Argumente, und das Eingeständnis, dass man vieles noch nicht weiss.

  1. “Wir entfernen uns immer weiter von dem katastrophalen Szenario“ ist natürlich eine sehr positive Nachricht. Demnach dürfen die Eingeborenen schon bald aus der Hängematte steigen, um Streichhölzchen, um den Müll abzufackeln und 12-er Pack Billigbier zu mischeln. Um dann wieder in die Hängematte zu steigen. Ist natürlich eine sehr positive Nachricht, da dank florierenden Wirtschaftssektoren wie Waffen-, Drogen- und Warenschoggel die Wirtschaftsleistung durch SARS-V2.0 nicht sonderlich beeinträchtigt wurde, das BIP pro Kopf weiterhin bei sagenhaften 4000 US$ pro Kopf – pro Jahr – stagnieren wird und auch ein “Wir entfernen uns immer weiter von dem katastrophalen Szenario“ einer Rezession ausbleiben wird. Phänomenal.

  2. Die wirtschaftlichen Folgen werden in Paraguay nur dann gering oder sogar positiv sein, wenn der Stillstand der Wirtschaft fuer eine Umorientierung und ein ausmisten beim Amigo von Amigo System im oeffentlichen Dienst fuehrt. Jetzt waere die Zeit da niemand mit einem Streik etwas zum Stillstand bringen kann, was ohnehin schon stillsteht.

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