“Wir produzieren kein Wasser für Autos oder Wege waschen“

Asunción: Mittlerweile geht der staatliche Wasserversorger in die Offensive gegen den Missbrauch von Trinkwasser. Paraguay leidet unter der Hitze und dem Mangel an der lebenswichtigen Flüssigkeit, andere füllen ihre Schwimmbäder damit.

Osmar Sarubbi, Präsident der Essap, ist aufgebracht über den unsachgemäßen Gebrauch von Trinkwasser. Er sagte, der Konsum sei in der Regel zum Trinken oder der Körperpflege angedacht, nicht aber dazu Gehwege zu reinigen, Pflanzen zu gießen oder Schwimmbäder zu füllen. Diejenigen, die sich am meisten über einen Mangel beklagen, würden eine solche Vorgehensweise an den Tag legen, fügte Sarubbi an.

Er stellte klar, es gäbe keine Kontrollen oder Sanktionen, jedoch müssten alle Nutzer ein Einsehen haben. Desto mehr Trinkwasser verwendet würde, desto höher werde sich schließlich der Preis entwickeln.

Quelle: Paraguay.com

8 Kommentare zu ““Wir produzieren kein Wasser für Autos oder Wege waschen“

  1. Nur 10 % der Wohneinheiten im Großraum Asuncion mit einem Viertel der Landesbevölkerung sind an das Abwassernetz angeschlossen. Der Rest entlässt das Brauchwasser in Sickergruben auf dem eigenen Grundstück, womit das Grundwasser zunehmend verseucht wird. Asuncion liegt auf einem 1.000 qkm großen Grundwasservorkommen, das zunehmend Schäden aufweist. Fachleute fordern eine stärkere Versorgung aus dem Rio Paraguay, wofür die entsprechenden Kläranlagen zu bauen wären. Der Staat versorgt rund 3,3 Millionen Menschen im ganzen Land mit Trinkwasser. Weitere 1,8 Millionen werden von fast 4.000 privaten Brunnenunternehmen über Leitung versorgt; der Rest der Bevölkerung versorgt sich aus eigenen Flachbrunnen. Das gesamte Brunnenwasser geht ohne Klärung in den Verbrauch, wobei die Brunnenunternehmen Muster einreichen müssen. Das Asuncioner Trinkwasser gilt nicht mehr als ohne weiteres trinkbar. Selbst Spuren von Altöl sind eingesickert.
    Quelle : Wirtschaftsnachrichten Paraguay Bauer Asociados

  2. Der Wasserpreis ist auch eigentlich viel zu niedrig. Die Bitte an Cartes auf einen teureren Wasserpreis wurde abgelehnt, mit dem Hinweis, doch bitte die Planilleros zu entlassen. Es gibt Planilleros bei ESSAP, das haben mir selbst ESSAP-Mitarbeiter gesagt.

    Also Sarubbi, bitte Planilleros entlassen und dann den Wasserpreis anheben. Sobald etwas mehr kostet, gehen die Leute auch sparsamer damit um.

  3. Vielleicht sollte ESSAP mal die Rohre reparieren! Es gibt Schätzungen, dass zwischen 30% und 60% des Trinkwassers in Rohrbrüchen austritt. In ASU und Umgebung, gibt es etliche Strassen, die dauernd und dauerhaft unfreiwillig von der ESSAP gereinigt werden. Soviel Wasser können die Privatleute garnicht verplempern, wie ESSAP es vormacht. Wie war das noch mit dem Splitter und dem Balken im Auge?

    z.B. in Lambare Def.d.Chaco Ecke Panambi Vera (neben Commisaria 17) tritt seit 3 (DREI!) Jahren Wasser aus. ESSAP hat einmal repariert, da wars für rund 14 Tage trocken,

  4. Hier wird immer von „Trinkwasser“ der Essap gesprochen. Das ist so einfach nicht richtig. Das angebliche „Trinkwasser“ ist nichts anderes, als GEBRAUCHSWASSER, das höchstens in abgekochtem Zustand getrunken werden kann. Wer es sich finanziell leisten kann kauft sein Trinkwasser teuer als Mineralwassser. Für ein Land wie Paraguay, das angeblich über die größten, natürlichen Trinkwasser-Reserven der Welt verfügt eine Schande und ein Beweis für die Unfähigkeit der Politiker!

  5. Es muss ja nicht alles 100% klappen wie in Europa. Paraguay ist ein armes Land. Auch wir Europäer sind froh hier nicht die Steuern wie in der alten Heimat bezahlen zu müssen.
    Doch auch hier bezahlen Millionen Bürger monatlich ihre Wasserrechnung, sonst wird ihnen das Wasser abgestellt. Ausnahmen wie Schwarzanschlüsse (zB. Gartenschlauch vom guten Nachbarn) gibt es immer.
    Ob manche Ministerien und Munispalidades ihre Wasserrechnung bezahlen ist jedoch fraglich.
    Da kommt also für Essap doch monatlich ein beachtlicher Dollar-Millionenbetrag an Einnahmen zusammen.
    Was passiert mit dem Geld? Antwort: Nix, rien, nada, niente, nothing, nil.
    Wenn den Handwerkern – pardon, Hausfrauen, die wegen der Y-Chromosomen in den ersten Schwangerschaftswochen sich männlich entwickelten, demnach Hausmänner – zuschaust, wie sie mit null Ahnung von der Hydration von Baustoffen bauliche Arbeiten ausführen, dann ist wohl jedem 6-jährigen Europäer klar, warum es zu Rohrbrüchen kommt: Man kann nicht einfach Rohre in den Graben legen und mit Steinen zuschütten, denn beim nächsten Regen sinkt alles ein – mangels Fundament – und die Schwerkraft erledigt den Rest.
    Was lernen sie bei neuen Projekten daraus: Nix, rien, nada, niente, nothing, nil.
    Die neuen Kanalisationen werden genau 14 Tage wie neu aussehen, bis dahin sollten die Rechnungen bezahlt und jeder Hausmann seinen Lohn bekommen haben. Danach wird sich die Kanalisation der Mondlandschaft anpassen.

    1. Millionen Buerger bezahlen Ihre Wasserrechnung?
      In der Strasse wo ich wohne hat es sehr viele Haeuser! Ich kenne den Rechnungszusteller und habe ihn schon mehrmals ueberprueft… er stellt Rechnungen in 3 Haeuser in den Briefkasten… zufaelligerweise alles Auslaender….

  6. Finde ich nun auch etwas Augenwischerei, denn tatsächlich könnte extrem Wasser gespart werden, wenn die Essap ihre Arbeit machen würde, also die Leckagen schliessen, welche allerots die Strassen bewässern???

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