Zensus 2022: Was passiert mit den Verweigerern?

Asunción: Der Zensus 2022 steht bald an und die brennende Frage bei vielen ist: Was passiert mit den Verweigerern bei der Volkszählung?

Personen, die allein leben, Personen, die ihre Daten nicht preisgeben wollen, Personen, die fälschen, oder Personen, die nicht zu Hause sind. Die Bandbreite der Probleme, mit denen Volkszählungsteilnehmer konfrontiert sind, damit ihre Daten eine hohe Wiedergabetreue aufweisen, ist vielfältig.

Der Leiter des Nationalen Instituts für Erhebungen, Iván Ojeda, wies darauf hin, dass bei der Planung der Volkszählung all diese Probleme und die möglichen Lösungen, die sie verdienen, grafisch dargestellt werden.

„Zehn Prozent der Bevölkerung in Paraguay leben alleine“, sagte Ojeda, um darauf hinzuweisen, dass diese und mehre andere Bevölkerungsgruppen registriert seien, was bei der Systematisierung zu Problemen führen könnte.

In Bezug auf diejenigen, die ihre Daten nicht preisgeben wollen, erklärte Ojeda, dass Volkszählungsteilnehmer und -koordinatoren im Umgang mit diesem System und mit alternativen Lösungen geschult werden.

„Die Vorgesetzten werden versuchen, von der Wichtigkeit (der Weitergabe von Daten) zu überzeugen. Ich wette, sie werden es verstehen, ich denke, diejenigen, die sich weigern, werden die wenigsten sein“, betonte Ojeda abschließend.

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33 Kommentare zu “Zensus 2022: Was passiert mit den Verweigerern?

  1. Der letzte Satz hat es iin sich. “„Die Vorgesetzten werden versuchen, von der Wichtigkeit (der Weitergabe von Daten) zu überzeugen. !!Ich wette, sie werden es verstehen, ich denke, diejenigen, die sich weigern, werden die wenigsten sein“, betonte Ojeda abschließend.!!”
    Der verdreht hier völlig Ursache und Wirkung, weil, wenn die Leute verstehen, geben sie keine Auskunft und wenn das die Wenigsten sind, haben die Meisten nichts verstanden.
    So ein Zensus ist auch eine Art Wahl bzw. Intelligenztest. Wenn man da Auskunft gibt, bekennt man sich als obrigkeitshörig, erkennt also auch an dass man gerade wieder einmal für eine Notwendigkeit vom Staat eingesperrt wird und gibt dem Staat das ok für weiteren Terror. Ich hoffe nicht, dass die allgemeine Bewusstlosigkeit in Paraguay so tief verwurzelt ist aber das wird sich zeigen, zumal es bei dieser Wahl keinen coima gibt.

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    1. @Redaktion, könnt ihr den Fragebogen des Zensus nicht mal auf Deutsch einstellen unter der Überschrift “Volkszählung, keine Satire!” ? Einfach nur übersetzt ohne Kommentar, als Infobox. Ich denke der Artikel wird massenhaft geteilt werden, vor allem der Satire wegen, auch wenn das rabenschwarzer Humor ist. Sonst hält man das eh nicht aus. 😉
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      Übrigens, wer sich den Fragebogen mal genau ansieht und etwas Ahnung von IT hat, wird feststellen, dass das Teil voll maschinen-einlesbar ist. Das was relevant ist sind die Kreuzchen und der Aufkleber oben rechts mit den geo-Koordinaten und ID-Nummer. Wirklich krass, dass hier einmal mehr eine Verschwörungstheorie wahr wird, die des gläsernen Bürgers.

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      1. Ja, diese Bögen werden ganz bestimmt mit Direktanschluss ans Utah Datacenter maschinell eingelesen. Die Volksausfrageler haben ja eine spezielle Schulung erhalten. Dürfen dann auch nicht übers Kästchen hinaus schreiben. Sonst muss das einer manuell nachbearbeiten.
        Diese Maschinenleser wurden natürlich nicht vom Utah Datacenter gespendet. So schlau sind sie dann auch wieder, dass das eine unscheinbare Tochterfirma getan hat.
        Glaube nicht, dass der korruptionsreiche Staat Paraguay sich solche Maschinen leisten kann, denn nicht einmal eine einzig kleine Müllverbrennungsanlage für Gran Müllabackel (Asu und Umgebung), wo über 2 Millionen Menschen keinen Müll produzieren.

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  2. Da unterschätzt er aber die Intelligenz seiner Landsleute gewaltig. Die Paragauyanerinnen sind gekonnt im Antworten geben, die man hören will.
    Fragens, ob der Eingeborene:*In seinen Müll in den Bach oder Fluss wirft oder abfackelt, wird er sagen: “Müllabfuhr fährt jeden Mittwoch (leer) vorbei”. “Ok, mach ich Kreuzchen bei: bezahlt Müllgebühr”.
    “Wie viele Personen leben im Haushalt?” – “Ich alleine und noch 10 polizeilich Gesuchte” – “Ok, mach ich Kreuzchen bei: lebt alleine”
    Wie ich bereits geschrieben habe, ist es bei einer Unterhaltung mit Eingeborenen immer das Beste, solange zu Reden, bis ihnen die Lust am Fragen vergangen ist. Einfach themenbezogen einen Roman quasmeln, dann werden sie einem nie mehr etwas fragen.
    Das Ganze ist eh ein Witz, da die Verwalter des Kleinviehs, welches auch Mist macht, sprich Steuerzahler:*In, eben nicht nur ihr Volk zählen, sondern viele Fragen stellen. Wenn ich meine Karotten zähle, frage ich sie ja auch nicht, ob sie eine elektrische Dusche haben.
    Ein Eingeborener:*In weiß ganz genau, dass die hierzulande ohne richterlichen Beschluss nicht einmal ihren Müllabfackelplatz direkt neben dem Kinderspielplatz hinter dem Haus betreten dürfen. Also aber auch gar nix überprüfen können.
    Also, ich mache mir wegen den Hampelmänner:*Innen überhaupt keine Sorge. Wenn sie belämmerte Fragen haben, dann bekommen sie auch ihre belämmerten Antworten. Dann wackeln sie wieder von Dannen und alles ok.
    Ist doch alles viel lockerer hier als in EU: Da muss man den Gurk noch selbst ausfüllen, als erstes die Drohungen (Rechtmittelbelehrung) lesen und auch noch verstehen müssen, und sich eine Briefmarke kaufen. Hier im Paragauy ist das alles grati, kostet den Steuerzahler nur 43 Millionen US-Dollar. Aber das ist mir ziemlich egal. Also, kommen gar über hiesig Mondstraßen angewackelt und wackeln dann weiter und fertisch. Praktischer geht es nimmer.

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    1. Allerdings muss man sich in zivilisierten Ländern auch nicht fürchten, dass einem nach dem Ausfrageln im amtlich bewilligten Behälter die elektrische Dusche geklaut wird 🙂

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  3. Personenanzahl und das Alter der Personen. Alles andere geht sie nichts an und hat mir der Volkszählung nichts zu tun. Was ich an Elektrogeräten besitze oder sonstiges ist meine Sache. Brauch nicht ein paar Wochen später Besuch der mir das Haus ausräumt. Das hier Datenschutz eine Lachnummer ist wissen wir Alle.

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  4. Na kommt schon. In D.Ö.CH.L. gibt es dieses Kleinviehausfrageln doch auch. Obwohl diese Zahlen auch anderweitig schon in den amtlich bewilligten Behälter eingeadlert worden sind.
    Bescheiden wie ich bin, habe ich – als ich noch bei den Schwizzzern lebte – nach der Frage nach meinem Schulabschluss, immer “ja” angekreuzt (dass ich auch einen Migroskurs in Marketing, Keramik und Brandschutz absolviert habe, das hatte ich zu diesem Zeitpunkt vorübergehend gerade vergessen und konnte es daher nicht ankreuzeln). Gelogen habe ich jedenfalls nicht.
    Dann wolltens noch wissen, wie viele Fehlgeburten ich hatte. Mir war keine bekannt außer die eigene, da habe ich mal bei “1” ein Kreuzchen gemacht. Habe schließlich die Drohungen gelesen gehabt, dass ich alles schön wahrheitsgetreu ausfüllen müsse, sonst würden die Beatmeten und Behördeten vom Beatmeten- und Behördetenhüüüüsli grantig werden. Schrieben mir etwas von Geldstrafe und Gefängnis. Naja, die kann man ja auch nicht für Ernst nehmen. Da lasse ich ihnen, dass sie mal ein wenig wichtig tun können.
    Also wirklich, ihr werdet sehen, das wird hier im Paraguay recht easy ablaufen.
    Allerdings stimme ich zu, dass die Bevölkerung in den Hausarrest zu versetzen gegen hiesig Verfassung verstößt. Schließlich ist der größte Teil der Bevölkerung nicht der Geldwäsche, des Drogenhandels, des Schmuggels und sonstig kleinstkriminellen Machenschaften überführt wie Colorado-Politiker. Da ist Hausarrest nun wirklich nicht angezeigt. Wie bei erwähnten Colorado-Politikern.
    Aber sonst, die werden kommen, ihre Fragen stellen und wieder gehen. Und wenn mir dann meine elektrische Dusche gestohlen wird, falls, dann kaufe ich halt eine neue.

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    1. Uff, tragische Geschichte. Da haben Kriminelle aber mehr Rechte. Denen wird gesagt, dass alles was sie sagen, gegen sie verwendet wird. Ist das aktuell schon die Situation dass wenn man nichts sagt, es in jedem Fall gegen dich verwendet wird und wenn man was sagt unter Umständen auch?

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      1. Auf jeden Fall. Nichts sagen darf man nicht. Muss man auswendig lernen, so dass man weiß, was sie fragen dürfen. Fragen, die nicht im dem amtlich Behälter aufgeführt sind, dürfen nicht gefragt werden. Fragen zB. nach seiner Kontonummer und PINs muss man nicht beantworten. Fragen sie trotzdem, darf man hingegen sie nicht belangen. Gibt man Antwort, zB. man habe eine elektrische Dusche und die finden heraus, dass man zwei hat, kann man wegen Falschaussage belangt werden. Dann könnens den Stromverbrauch nicht richtig schätzen. Das kann einem vorab schon schlaflose Nächte bereiten 🙂

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        1. Nichts sagen darf man nicht? Worauf muß man denn antworten laut Gesetz? Fragen können sie natürlich was sie wollen oder was ihnen erlaubt ist zu fragen. Arme Seelen die da am Straßenrand vegetieren und die Leute geben Nahrung indem sie Fragen beantworten. Toller Egotrip für den Poli auf Machttour. Der Unterschied zwischen einem Plausch mit der Patrulla und dem Zensus ist, es gibt keinen. Klappe halten und durchhalten.

          1. Knut Pillemann

            Das würde ich nicht empfehlen. Die kommen ja, um freundlich Fragen zu stellen. Dann sollte man es schau machen und die Fragen auch freundlich beantworten. Natürlich immer den Fragebogen im Hinterkopf und in den Schnelldenkmodus schalten. So erweckt man keine Aufmerksamkeit.
            Die meisten Fragen sind eh Peanuts. Die kann man ruhig beantworten. Da passiert nix. Bei ein paar Fragen muss man halt überlegen, kommt einem nix in den Sinn, dann antwortet man, was einem am besten zur Frage einfällt.
            Ach, die überprüfen doch nix.
            Stellt man sein Auto hinter das Haus und hat vergessen ein Auto zu besitzen, schließlich fährt man ja stets mit dem Dreirad zur Despensa Feuerzeug und Teuermüllerbrei holen. Aber danach fragen sie ja gar nicht 🙂

          2. Knut Pillemann

            Aber richtig. Arme Seelen am Straßenrand findet der Staat als Schreibtischtäter immer. Das läuft seit Jahrtausenden so. Hilft die Sozialversicherungen zu entlasten 🙂

  5. „Zehn Prozent der Bevölkerung in Paraguay leben alleine“, sagte Ojeda, warum lässt er das dann fragen, wenn er dat schon weiß. Wenn herauskommt, dass es hierzulande elf Prozent alleine lebende Personen gibt, darf ich ihn wegen falschen Aussagen nicht einmal einklagen.
    “In Bezug auf diejenigen, die ihre Daten nicht preisgeben wollen, erklärte Ojeda, dass Volkszählungsteilnehmer und -koordinatoren im Umgang mit diesem System und mit alternativen Lösungen geschult werden.”, bringt also gar nix die Aussage zu verweigern. Das sind alles freudige Sigmunds. So psychologsich geschult wie die sind bin ich noch allemal psychounlogisch geschult. Wie ich schon geschrieben habe: 1) freundlich sein wie immer 2) die Fragen nach bestem Wissen, Fleiß, Können beantworten 3) jede Frage vom von ihnen bereitgestellten, kostenlosen Tollmacher übersetzten und vom von ihnen bereitgestellten, kostenlosen Rechtsanwalt prüfen lassen. 4) Die sollen mir mit Angabe von Gesetzbuch, Gesetzname, Paragraph, Unterparagraph, Artikel, Unterartikel, Absatznummer, Satznummer, Datum des Gesetzes und Rechtsmittelbelehrung, also genau zeigen, wo im Gesetz aufgeführt ist, dass sie genau diese Frage fragen dürfen. Und schon sind die 40 Minuten um. Sonst werde ich sie wegen Überschreitung der 40 Minuten einklagen.
    “Ich wette, […], diejenigen, die sich weigern, werden die wenigsten sein“, betonte Ojeda abschließend. Die haben wohl schlagende Argumente. Davor habe ich Angst. Also gebe ich lieber Auskunft. Am besten, was sie hören wollen. Haben wir in all den Jahren hier doch gelernt.
    Also mal im Ernst:
    Fragen und Antworten auswendig lernen. Die haben nicht mehr zu fragen, als dass sie auf dem amtlich bewilligten Behälter anzukreuzlen haben.
    Wenn ich etwas in all den Jahren gelernt habe, Smartphone vorher auf genügend Speicherplatz prüfen, Cam oder Sprachrecorder vorher einschalten. Wenn der etwas fragt, was ihn nix angeht, freundlich fragen, ob er die Kartoffel aus dem Mund nehmen könnte, also laut und deutlich sprechen kann, so dass man ihn auch versteht. Da vergeht denen ziemlich schnell etwas über ihre Kompetenzen hinaus zu fragen.

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    1. Somit ist alles geklärt, auch meine Fragen… schön verdröselt. Mach doch mal, oder manchmal, wenn nötig, notwendig oder einfach aus dem Bauch heraus, klare Ansagen. Du spielst hier mit den Leuten. Ist dir das bewusst?

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      1. Nö, ich spiele nicht mehr mit Leuten, zu dem Alter bin ich raus. Spiele nur noch mit PlayS. Die Leute müssen eben auch zwischen den Zeilen lesen können. Ansonsten gibt es die Scrolltaste an ihrer Muschi. Es gibt einfach Sachen, die darf ich im Klartext nicht schreiben, sonst stehen morgen ein paar Beatmeten und Behördete vom Beatmeten- und Behördetenhäuschen auf meiner Matte. Außerdem bin ich Ausländer und muss mich nicht der Väkalsprache bedienen. Wenn ich also das Wort “großmiaut” schreibe, klingt das einfach zivilisierter als “großgekot*z”. Auch benutze ich das Wort mit A nicht. “Stoffwechselendproduktauspuff” klingt einfach belesener. Wenn ich LBGTI-V16-Querlenker schreibe, dann dürfen gerne alle LBGTI-V16-Querlenker diskriminiert fühlen und mich einklagen. Doch da habe ich keine Sorge. Wenn ich Gongo, Sambi und Paragauy schreibe, können die Beatmeten und Behördete vom Beatmeten- und Behördetenhäuschen auf meiner Matte mir erst einmal erklären auf welchem Planeten Gongo, Sambi und Paragauy den sein soll. Also wirklich, zum Spielen bin ich zu alt. Du musst halt mal auf deinen Schreibtisch stehen, während du meine Kommentare liest. Das gibt dir einen anderen Blickwinkel. Alles, jedes Thema, hat mehrere Seiten. Selbstverständlich nehme ich jedes wohlgesinnte Feedback für Ernst. In jedem Kommentar steckt ein Fünkchen Wahrheit.

    1. Ich interpretiere das so, dass du angst hast, dass dir der staatliche Wasserversorger ESSAP dein Grundstück weg nehmen will, weil es einen Brunnen hat, damit sie die Bevölkerung mit Wasser versorgen können. Oder weshalb machst du dir um diese Frage sorgen?
      So wie ich das verstanden habe, muss man die Kreuzchen nicht selbst machen. Das übernehmen speziell zum Kreuzchenmachen geschulte Amigos für einem. Hierzulande kann ja auch fast jeder sein Kreuzchen unter einen Vertrag setzen.

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  6. Ich haben den Volksausfragrlbogen mal investigativ durchgeackert
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    Oben rechts ist klar ein Muster angegeben, wie die Amigos das Kreuzchen zu machen haben (Marque así). Die müssen also das Kreuzchen doch leicht über den Runduml hinaus machen. Sonst kann das die Einlesemaschine nicht lesen.
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    Kapitel A
    Hausnummer haben die meisten Häuser eh nicht. Das Barrio kann man nicht angeben, weil einem jeder etwas anderes sagt, in welchem Barrio man lebe. “Aber ich glaube, ich lebe im Barrio (Viertel) xy”. Kann man ja nix dafür, dass einem niemand sagen kann, in welchem Viertel man lebe. Außerdem kann man ihnen die Frage stellen, ob sie den wissen, in welchem Viertel sie sich auf Volksausfragelntour befänden.
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    Kapitel B
    Frage 1: Tipo de Vivienda (Haustyp)
    Kann man sagen, imrovisada (improvisierter Haustyp) oder Carcel (Gefängnis), im letzteren kann man direkt zum Abschnitt D
    2. Dort machen sie ein Kreuzchen, wenn sie jemanden vorfinden. Ansonsten gehen sie an den Fin des Volksausfragelbogens, nachdem sie zB. “Haus ist verlassen” angekreuzelt haben. Wollen gar nicht wissen, wie viele Personen da leben.
    3. Aus welchem Material besteht das Meiste des Hauses.
    Die meisten Häuser werden wohl aus Zement und Backsteinen bestehen. Also keine böse Frage. Die Frage ist halt, wozu sie so einen Shit wissen wollen. Bringt doch nix. Diese Frage werden sie einem wahrscheinlich nicht einmal stellen, sondern selbst gucken und dann etwas nach Gutdünken ankreuzeln. Da soll es ja auch Karton, Stypropor, ohne Wände etc. Häuser geben im Paragauy. Oh my god.
    4. Aus welchem Material besteht das Meiste des Fußbodens.
    Da man sie nicht reinlassen muss, kann man eigentlich alles angeben. Alfombra (Teppich) klingt gut.
    5. Aus welchem Material besteht das Meiste des Dachs.
    Da kann er ja selbst gucken und irgend etwas ankreuzeln
    6. Wie wird der Hausmüll eliminiert?
    Kann man irgend etwas sagen, abfackeln, in den Fluss werfen, zum Nachbarn werfen, vergraben, man produziere keinen Müll (otro, anderes). Mir gefällt gut: “Jeden Mittwoch fährt die Müllabfuhr (leer) vorbei”. Okay, kann man auch sagen, grundsätzlich Müllabfuhr, aber wenn der Wind gut steht und es seine Kacke nicht ins eigene Haus zieht, dann abfackeln.
    7. Die Energie deines Hauses kommt/ist von?
    Naja, keine böse Frage, entweder ANDE, Solar, Generator, Atomstrom oder hat keine Energie (Kerzen)
    8. Von wo bekommst grundsätzlich dein Wasser her?
    Wer Angst hat, dass einem die Eingeborenen in der Nacht das (schwere) Wasser aus dem eigenen Brunnen stehlen kommen, kann ja sagen: Regenwasser. Stellst einen Tag vorher einen Eimer hin und wartest auf Regen. Gelogen ist dat dann ja nicht.
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    Kapidel B. Fortsetzung
    9. Wasser kommt zu deinem Haus in Form von?
    Kaufst ja sicher ab und zu ein 20 Liter vom Selz. Da soll er dat ankreuzeln.
    10. Das Grundstück, worauf Haus, ist das deines oder blub-blub…
    Meine Grundstück gehört meiner Omi, die lebt aber nicht hier, sondern in Westchina. Ich darf da aber wohnen (geht den ja nix an). Könnens ja gerne meine Omi anrufen. Die wird das bestätigen.
    Das Grundstück wie auch die Hütte gehört logischerweise meiner Omi, oder glaubt der, jemand stelle hier im Paragauy eine Hütte auf ein Grundstück, welches ihm nicht gehört (kein Titulo)?
    11. Essen alle aus dem gleichen Topf?
    Ja, alle essen aus dem gleichen Topf … gehe zu Frage 13
    12. Wie viele Haushalte leben in dem Haus?
    Sagt man eine natürliche Zahl zwischen 1 und 1000 … gehe zu Frage 13 (überflüssig, wäre eh zur Frage 13)
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    Kabidulo C.
    13. a) Wie viele Zimmer werden zum Schlafen genutzt?
    Naja, kommt darauf an. Wenn ich auf der Couch einschlafe, mit der Gummi-Susi mich vergnügt habe, beim Baden einpenne oder einfach ins Bett gehe, dann genau 4.
    13. b) Wie viele Räume exklusiv für Mieschen und Geschäftchenmachen besitzt die Hütte?
    Das ist natürlich eine Fangfrage. Kannst nicht sagen 0 und in späterer Frage sagen, dass von zuhause aus am Mieschen und Geschäftchenmachen bist. Muss man sich entscheiden. Rentner haben natürlich null Geschäfträume, da sie unendlichen Geldfluss aus Alemamia haben.
    14. Da wollens wissen was für Wertgegenstände man hat wie iTelefon, Glotze, Waschautomat, Trockner, elektr. Dusche, Boiler, Dreirad, Moto, Auto, Mikrowelle, PC/Notebook, Airconditioner, Streichhölzl, volle Billigpoler- oder TeuerMüllerbreipacks…
    Hier ist wohl understatement angesagt. Also die Streichhölzl, volle Billigpoler- oder TeuerMüllerbreipacks würde ich auf keinen Fall erwähnen, sonst gilt man schon als Wohlhabend und sollte sich gut gegen Diebe absichern.
    15. Kochst mit Holz, Kohle, Gas, Wasser, ScheiBe oder kannst nicht kochen?
    Soll der einmal alles ankreuzeln.
    16. Die Kacke fließt… in die Kloacke, den Garten/Grundwasser (blindes Loch), Latrine, produzierst keine… Naja, keine schlimme Frage, das kommt bestimmt niemand stehlen.
    17. Ist vom Jan. bis Dez. jemand gestorben?
    Ja, mein 109-jähriger Opi ist von der Leiter gefallen und mit Uhu-Viru-V2.x verstorben.
    ja, … wie viele [ ]
    nein… gehe zu Frage 19
    18. Da wollens genau wissen, wer, wie, warum gestorben ist

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  7. Capidulo D.
    19. Wollens wissen, wer letzte Nacht bei dir übernachtet hat, inkl. Säugling, Gummi-Susi und dein Jefe oder Jefa (Chef oder Cheffin)
    Naja, sagst mit der Jefa gehest immer ins Motel wegen der Regierung.
    20. Das Total der Menschen, die mit dir letzte Nacht in deinem Bett übernachtet haben. Kann man auch mehr als 8 angeben.
    21. Total Männchen, Total Weibchen, für Total LBGTI-V16-Querlenker gibt es kein Total. Muss man zu Total Männchen oder Total Weibchen dazu summieren. Irgendwie staatliche Diskriminierung.
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    Cabidulo E.
    1. Hier wollen se die Namen und Vornamen aus Frage 19 aufgelistet haben (die letzte Nacht bei dir übernachtet haben)
    Ok.
    – Angela Merkel
    – Gummi Susi
    – Schöbeli
    – Mein Chef (mit meiner Chefin gehe ich ja ins Motel)
    – Meiner Regierung
    Bemerkung: Wenn mir jemand eine Frage stellt, die ihn einen Feuchten angeht, dann habe ich kein Problem auch mal ein wenig zu schwindeln. So gemein bin ich dann auch wieder.
    Aber ganz klare Fangfragen: Die wollen schon wissen, wo die reiche, aber leichte Opfer finden. Nach Jahren platageilen Halbschuhen sollte das jedem klar sein.
    2. Wie ist dein Verhältnis zum Jefe/Jefa des Haushaltes?
    (offenbar müssen nicht alle Bewohner zum Ausfrageln antraben).
    Ok, in meinem Fall ist das Verhältnis zu meiner Chefin gut bis angenehm, sonst würde ich ja nicht mit ihr ins Motel und auch noch alles bezahlen
    3. Ist deine Chefin Man oder Frau?
    Naja, das muss jeder individuell auskundschaften. In meinem Fall klar eine Frau. Was ich beim Fummel bisher herausgefunden habe.
    4. Hehe, wie viele Jahre hast du hinter dir? 000 wenn noch jünger als 1-Jährig bist.
    Ok, in meinem Fall eine natürliche Zahl zwischen 1 und 100
    5. Fangfrage (vgl. Frage 4). Genaues Geburtsdatum (tt.mm.jjjj).
    6. Deine Personalausweisnummer.
    Anweisung ans Staatssubjekt: Wenn “er” keine Auskunft gibt, füll aus:
    – Hat nur Geburtsurkunde
    – Hat U(h)reinwohner-Carnet
    – Hat keine Dokumente
    Naja, in meinem Fall ist dat ein wenig schwierig, ich habe so eine schwere Personalausweisnummer aus sieben Zahlen. Wenn ich die glaubwürdig schnell herunterrassle kann mir schon mal ein Fehler unterlaufen. Egal, das prüft niemand. Deinen Namen haben sie ja nicht.
    Bemerkung:
    Grundsätzlich dürfen sie keine Einsicht in deine ANDE-, ESSAP-Rechnungen verlangen und auch deine Cedula musst du nicht zeigen. Die muss man einzig einem Polizisten zeigen.
    Wenn sie an die Türe klopfen, dann sagst deinen Vornamen. Das ist im Paragauy üblich. Warum wohl?
    7. Wo wohnst du in der Regel?
    Wollens wissen, ob in der Regel in diesem Distrikt oder einem anderen oder im Ausland lebst.
    Ich werde sicher nicht angeben, in der Regel im Ausland und das Haus steht dann leer. Aber egal, das prüft niemand.
    8. Im welchem Distrikt lebst du in der Regel? Fangfrage!
    9. In der Stadt oder auf dem Land?
    Kannst sie ja fragen, ob sie sich momentan in der Stadt oder auf dem Land befinden.
    10. In welchem Land lebst du in der Regel?
    Im Paragauy natürlich (muss auf meine güldenen Wasserhähnen aufpassen, dass die nicht abgeschtaubt werden).
    11. Wann du zur Welt kamst, wo hat deine Mami gelebt?
    Da sagst am besten: dort wo du auf die Welt kamst.
    12. In welchem Distrikt … gehe zu Frage 15
    13. Im Ausland, welchem?
    14. In welchem Jahr bist ins Land deiner (Alb-)träume gekommen?
    15.a bis 15d. Wollens wissen, ob noch laufen, sehen, hören, dich waschen kannst. Naja, so weit erkennbar beantworten. Den Rest sich schenken.

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  8. Cabidulo F.
    16. Was für Sprachen kannst den palavern?
    Naja, in meinem Fall kann ich Westchinesisch, Deutsch (mit Handicap) und ein paar Brösmel Spanisch. Den Rest kann er sich Calentita irgend wo hin schieben.
    17. Kannst du lesen und schreiben.
    Das ist einfach. Sí oder no.
    Ich nehme mal an, 100% der Eingeborenen:*Innen werden mit Sí antworten, was dann auch die Aussagekraft dieser Volksausfragelung belegt.
    18. Hat du 7 bis 11 fast täglich Schul vielleicht besucht? … bei nein gehe zu Frage 20
    19. Welches ist dein höchst errungener Titel?
    Also in meinem Fall ist das: 7 bis 11 fast täglich Schul vielleicht abgeschlossen.
    @Monosapi und @xyz müssten da schon erwähnen, dass sie mit Eingebildeten-Uni vielleicht abgeschlossen etwas Besseres sind als der Rest der ungebildeten Stinkerlis ohne Magnum-Icecream-Abschluss.
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    Cabidulo G.
    20. Wo hast du 2017 gelebt?
    Sag: Im Lande meiner Träume
    21. In Stadt/Distrikt?
    22. Stadt oder Land
    Fragst ihn, ob Stadt/Distrikt in Stadt oder aufm Land ist.
    Vielleicht weiß er da ja.
    23. In welchem Land lebste 2017
    Induviduell beantwortbar.
    Ich war 2017 schon im Land meiner Träue, hehe
    24. Dein Zivilstand
    25. Letzte Woche… da wollens wissen, ob was gemiesch und geschäftelt, formal oder schwarz oder unter dem Mango gewartet hast, auf das Mil herunter fällt. … außer letzteres gehe zur Frage 29
    Da habe ich es gut, ich war dann letzte Woche arbeiten als Karottenpflückli und gehe direkt zur Frage 29. Deutsche Rentner müssen sich durch Fragen 26 bis 28 schlingern, hehe, viel Spaß.
    26. Die letzten 4 Wochen, hast nach neuer Arbeit geguckt oder ein neues Geschäftchen angeteigt?
    ja… gehe zur Frage 32 oder nein
    27. Der Hauptgrund, warum letzte Woche nix gemiesch und geschäftelt hast, ist…
    28. Ob letzte Woche auf dem Bauernhof oder Fischen warst, um etwas im Topf zu haben?
    29. Auf Arbeit, was ist deine Berufsbezeichnung?
    Sogst du seist Mauerer-Maler-Mecanico-Elektriker-Klempner-Hausfrau, wie die meisten hierzulande.
    30. Was mieschelst und geschäftelst du Hauptberuflich wollens wissen.
    Da würde ich nicht unbedingt erwähne, dass auf Frischfleisch wartest, um sie abzuzocken, indem ihnen zu paraguayanischen Preisen Haus, Auto, Frau deutscher Qualität verkaufst.
    Ich habe das einfach: Ich bin Karottenpflückli und Investigativ-Kommentareschreiberling.
    31. Wollens wissen, ob deine Plata als Sklave, Hausangestellte, Jefe, Beatmeter vom Beatmetenhüüsli, Behördeter vom Behördetenhäusle, Amigo, Vetter, Partei-Subjekt oder sonstig Hühnerdieb etc. mieschelst.

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  9. Cabidulo I.
    32. Wie viele deiner Kinder wurden lebend geboren?
    Ich habe das einfach, habe noch nie ein Kind zur Welt gebracht. Geht biologisch gesehen einfach nicht.
    Ansonsten musst du die Cantidad an lebend geborenen Kindern beantworten.
    Das ist wichtig, heißt ja auch Volkszählung.
    33. Von diesen haben wie viele schon das Zeitliche gesegnet?

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  10. Ups, einen habe ich noch:
    34. In welchem Monat/Jahr kam dein letzter, lebende Nachfahre zur Welt?
    Einen habe ich noch:
    35. Wie alt warst du, als dein erster lebendig geborener Nachfahre zur Welt kam?
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    Hier endet das ähm Interview

    Recap:
    Die wollen weder deinen Namen, noch deine Dokumente sehen, noch dein Haus betreten. Haben also null Chance irgend eine Angabe zu prüfen.
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    Gibst ihm noch ein Caramelo auf den Weg und alle sind wieder Amigos. Viel Spaß.

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  11. Trotz zahlreicher Artikel zu diesem Thema ist noch immer nicht eindeutig ob man Zuhause sein MUSS!? Dafür aber viel „Angstmacherei“!
    Das erlassene Gesetz ist unauffindbar und lt. INE wird lediglich von „sollen“ gesprochen!

    1. Das ist schon so: Wer nicht Arzt, Krankenschwester, Feuerwehrmann, Polizist oder ähnliches ist, MUSS am 09. November 2022 zuhause bleiben.
      Natürlich kann man es auch darauf ankommen lassen. Doch bei einer Polizeikontrolle können sie die persönlichen Daten aufnehmen. Spätere strafrechtliche Konsequenzen nicht ausgeschlossen.
      Gemäß Verfassung – okay, bin kein Experte – ist diese Drohung sicherlich nicht ganz koscher. Man kann es darauf ankommen lassen und sich dann mit seinen Anwälten abplagen. Ausgang ungewiss. So viel ich weiß, darf sich gemäß Verfassung jeder Bürger:*In im ganzen Land frei bewegen.
      So wie ich das verstanden habe, müssen aber nicht alle zur Türe pilgern und den Volksausfraglern freiwillig Auskunft geben müssen. Es genügt, wenn einer seinen Allerwertesten hebt und den Amigos freiwillig Auskunft geben muss. Wer alleinstehend ist und Angst hat, bald nach der Ausfragelung überfallen zu werden, kann auch ruhig sagen, dass fünf Ex-Legionäre in diesem Haushalt leben. Überprüfen kann das von den Ausfraglern keiner.
      Im Prinzip kann jeder sein Geschichtchen erzählen: Ich zB. heiße Michl, bin Engländer, bei mir leben 13 Ex-Legionärinnen der Französischen Fremdenlegion (okay, Jefinnen der Cuisine), eine elektrische Dusche haben wir nicht. Wie wollen die das prüfen?

    2. Nach einem Artikel in abc color [Censo Nacional: solo podrán salir de sus casas los trabajadores esenciales; 5.10.22], der sich auf das Gesetz 6987 bezieht, muss man von 5 bis 18 Uhr zu Hause sein.
      Und auch noch danach, wenn die schon da waren. Man darf erst ab 18 Uhr raus!
      “Aunque sean censadas antes de las 18:00, las personas deben permanecer en sus casas hasta esa hora.”
      .
      Außerdem gibt es auch noch ein 76seitiges Handbuch für die Datenerheber. Da steht neben einer Erläuterung der Fragen u.a. drin, was sie auf diverse dumme Fragen der Befragten antworten sollen und wie sie sich zu verhalten haben.
      https://censo2022.gov.py/assets/materiales/manual-cencistas.pdf

      1. Hehe, danke für den Link. Hehe, die nehmen ihre täglich in den amtlich bewilligten Behälter ein- und ausgereihelten Weisungen gleich mit, um mal zu gucken, was sie jetzt zu tun haben. Hehe, was zu beweisen war.

  12. Tipp grati dazu: Wenn sie eine Frage stellen, einfach immer fragen: welches Capidulo, welche Numero. Wenn sie diese Frage nicht beantworten können, dann handelt es sich um einen Überschreitung ihrer Kompetenzen und diese Frage muss dann auch nicht beantwortet werden.

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