30% aller Mittelstufenschüler müssen Prüfungen wiederholen

Asunción: Im Monat November, wenn ein Schuljahr endet und drei Monate Ferien auf die Kinder warten, hat nicht jeder seine Versetzung in der Tasche. In Paraguay ist es üblich, dass eine oder mehrere nicht bestandene Prüfungen, vorzugsweise Mathematik, kurz vor Schulbeginn wiederholt werden. Zum einen wird den Schülern während der Ferien etwas Zeit gegeben und zum anderen gibt es auch dritte und vierte Anläufe diese Hürde zu meistern.

Jedoch stieg der Prozentsatz in diesem Jahr auf 30%, wie das Bildungsministerium mitteilte, was demnach so ziemlich jeder Dritte ist. Neben fehlender Infrastruktur, wie Stühlen, Bänken usw. werden jedoch auch Tablets, Handys und anderes elektronisches Spielzeug genannt, die die Aufmerksamkeit der Schüler vielerorts ablenken.

Die Problemfächer der Schüler von 12 bis 18 sind Mathematik, Spanisch und Kommunikation. Nachhilfelehrer oder Lehrer die ihre Ferien aufopfern um den Schülern zu helfen verdienen sich ein Zubrot und vermitteln nützlichen Stoff in kleinerem Rahmen. Natürlich sorgten auch diese im Dienst befindlichen Lehrer mit ihrem ausgedehnten Streik für das Ergebnis.

(Wochenblatt / La Nación)

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4 Kommentare zu “30% aller Mittelstufenschüler müssen Prüfungen wiederholen

  1. Wen wundert es ?

    Zuerst geht ein ganzes Schuljahr durch die Streiks verloren, dann interessiert das aber auch überhaupt niemanden. Weder die streikenden Lehrer, noch die Politik und auch den Eltern scheint es kein Anliegen zu sein.
    Dafür können sich die Lehrer, die dieses Defizit zuvor verursacht haben, in den Ferien Geld damit verdienen, es wieder aufzuholen.

    Und wo bitte, liegt das Problem mit dem elektronischen Spielzeug ?
    Ein Verbot, es in die Schule mitzubringen würde reichen.
    Und wer es trotzdem mitbringt, schaltet es während des Unterrichts aus.

    Aber dann dürften halt auch die Lehrer während des Unterrichts nicht ständig mensajes schreiben %-)

  2. die Schulausbildung, ein großes Problem in Paraguay, aber je dümmer die Masse bleibt, desto besser für die Herrschenden

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