Bestätigung für funktionierende Messinstrumente beim Norminstitut

Asunción: Vor wenigen Tagen maß das staatliche Institut für technische Normen (INTN) an den Tankstellen des Landes sowie im Gelände der Petropar Mengen und Qualität der Mineralöle. Dabei kam es neben Anzeigen im Inland wegen Mengenabweichungen auch zu den verschiedenen Messergebnissen des Schwefelgehalts im Podium Diesel von Petropar.

Dieser lag nach Ergebnissen der INTN über der erlaubten Norm (696 ppm anstatt max. 500 ppm). Darauf erwiderte der Präsident der staatlichen Petropar, Sergio Escobar, dass es sich um einen Messfehler handelt, da Techniker seines Betriebes auf nur 321 ppm kommen. Er stellte das INTN als dumm dar, mit Messinstrumenten die nicht funktionstüchtig sind.

Gestern Morgen überprüften Techniker des Unternehmens Oxford Instruments die Messgeräte des INTN. Dabei kam heraus, dass diese kalibriert sind und bestens funktionieren. Damit ist ebenso klar, dass Escobar gelogen hat, was die Qualität des „Qualitätsdiesels“ angeht.

Der Bericht von Oxford ist wie ein Strafurteil für Petropar und setzt nun den finalen Punkt unter die Debatte.

Im vergangenen Jahr wurde der Präsident der Petropar, Sergio Escobar, vom Staatsanwalt für Umweltdelikte angeklagt weil dieser bewusst umweltschädlichen Dieselkraftstoff außerhalb der Norm importierte. Gründe dafür waren günstigere Preise. Einfacher Dieselkraftstoff darf höchstens 2.500 ppm haben während die von ihm importierte Ware 6.210 ppm hatte. Der Petropar gefällt es anscheinend nicht, dass man ihnen auf die Finger schaut oder gar kontrolliert.

Günstigen Diesel von schlechter Qualität einkaufen und dem internen Markt als Qualitätsdiesel anzubieten schafft Gewinne in Millionenhöhe auf Dollarbasis. Es besteht der Verdacht, dass Sergio Escobar für solche illegalen Praktiken verantwortlich ist und sich daran beteiligt. Wenn dem so sein sollte, gibt es in seinem Umfeld mehr Begünstigte.

(Wochenblatt / Abc)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Bestätigung für funktionierende Messinstrumente beim Norminstitut

  1. „Günstigen Diesel von schlechter Qualität einkaufen und dem internen Markt als Qualitätsdiesel anzubieten“ … ist schlicht und einfach Betrug und gehört geahndet.

  2. Es ist verwundlich, dass es Alle wissen und keiner tut etwas. Daraus lässt sich schließen, viele die in der Regierung sind, sowie auch Oppositionelle, profitieren davon. Man kauft die Ramschqualität unter Preis ein, verkauft zu Normalpreisen und die ergaunerten Millionen Dollar teilt man sich untereinander auf. Jeder ist glücklich und zufrieden und wenn sie nicht einmal sterben müssen, dann gaunern sie fröhlich weiter.

    Ja so wird man schnell zum Dollar-Millionär. Betrug ist in Paraguay zur Tugend geworden. Es gibt eben nichts wo nicht gegaunert wird. Im Paradies ist alles möglich, jedenfalls wenn Sie zum Kreis der Betrüger gehören.

  3. Wenn das so weitergeht,haben wir bald Peking da!
    Bei den Gesichtsmasken,wird dann begonnen,aber diese
    „Porqueria“!,wird weitergehen,-besonders weil zuviel
    verdient wird.
    Den Kindern dieser Bande,werden in Zukunft die Lungenkrankheiten,und andere sehr teuer werden!.
    Euch Absahner wird es nichtmehr so treffen!.
    Ich hab schon Recht was ich mir über diese Halunken
    denke.
    Hoffe sogar „Diablo“rechnet eines Tages mit euch ab.

  4. Dann lasst es mich bitte wissen wenn Sergio Escobar, vom Staatsanwalt für Umweltdelikte angeklagt, auch zu einer höheren Strafe als 500 Guaranies und ein paar mehr unter der Hand verurteilt wurde und diese Strafe auch absitzt, dann fresse ich einen Besen, mache ein Foto und möchte dieses hier für alle publiziert wissen.

  5. Sergio Escobar wird nie angeklagt werden und wenn doch nur der Formhalber und dann frei gesprochen. Warum ist ganz einfach. Die Partei trägt ihn und das ist selbstverständlich von der Regierung abgesegnet. Man braucht für solche Jobs rücksichtslose Personen, die auf Kosten und auch auf die Gesundheit der Allgemeinheit, keine Rücksicht nehmen und absahnen wo es geht.

    Das Geschäft von Petropar (Petróleos Paraguayos) ist ein sehr einträgliches Geschäft. In allen Ländern weltweit werden damit Riesengewinne gemacht. Nur in Paraguay häufen sich immer mehr Verluste an. Unter Lugo sogar einige hunderte Millionen von US$. Im Moment sollen es um die US$ 350 Millionen sein. So genau weiss es niemand.

    Eine gewisse Schicht von Personen streichen somit auf illegale Weise viele Millionen Dollars jährlich ein. Auch die Sindycate kassieren mit und halten dafür schön brav den Mund.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.