Deutscher als angebliches Mitglied eines Drogenkartells verhaftet

Corrientes, Argentinien: Ein Mann wurde auf der Strecke zwischen den beiden Städten Corrientes und Tucumán verhaftet. Er soll Drogen aus Paraguay und Bolivien auf internationalen Märkten platziert haben und hatte eine führende Position in einem Drogenkartell inne.

“El Alemán“ ist das fehlende Puzzleteil, damit die Ermittler nun zügig weiter voran kommen. Das Drogenkartell um Julio César Trayán sorgte für den Nachschub der Drogen den der Deutsche dann weiter verkaufte. Trayán wurde schon vor drei Monaten verhaftet, nun schnappte die Falle bei dem Deutschen zu. Er hätte, laut den Ermittlern, eine mehr als 60-jährige Geschichte im Drogenmilieu.

Zielfahnder waren dem Kartell schon lange auf der Spur. El Alemán, so wie ihn alle Untersuchungsbehörden nennen, sei der wichtigste Mann in der kriminellen Organisation gewesen, damit die Drogen vermarktet werden konnten. Seinen richtigen Namen geben die Behörden nicht bekannt bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind. Trayán saß schon in Untersuchungshaft und wurde nun nach Tucumán überstellt. Dort werden er und der Deutsche von dem Bundesgericht aussagen, der Richter Fernando Poviña wird den Vorsitz bei den Verhören inne haben.

„Es ist ein komplexer Fall. Es gibt eine Vielzahl von Verbindungen in der Organisation. Der jetzt festgenommene Mann verteilte die Drogen aber er arbeitete auch mit Chemikalien umso eine Streckung und weitere Verarbeitung des Rauschgiftes zu erzielen“, erklärte Staatsanwalt Paul Camuña, der schon seit über einem Jahr mit dem Fall betraut ist.

Insgesamt wurden sechs Mitglieder des Drogenkartells im Vorfeld verhaftet, nun auch noch die beiden wichtigsten Führungsköpfe, Trayán und der El Alemán.

Schon Mitte September gelang den Ziel- und Drogenfahndern ein wichtiger Schlag gegen die Organisation auszuführen. Walter und Ricardo Garcia wurden im Chaco verhaftet. Sie hatten 100 Kilogramm Marihuana im Auto versteckt. Nicht lange danach wurde bei mehreren Razzien Trayán verhaftet. Dieser hatte Verbindungen zu höchsten politischen Rängen im Nachbarland. Dies wurde aber nach der Verhaftung von Seiten des betroffenen Abgeordneten dementiert.

Durch weitere Abhörmaßnahmen konnten nun noch mehr Mitglieder des Kartells festgenommen werden. Im Augenblick tauschen sich die Behörden aus Argentinien und Paraguay über weitere Maßnahmen aus. Camuña schließt nicht aus, dass immer noch ein Ableger der Gruppe in Paraguay existieren könnte oder es zu anderen Organisation eine Verbindung gäbe.

Quelle: La Gaceta

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