Die Tomatenproduktion in Paraguay wird vernichtet

Ypané: Die Tomatenproduktion steht in Paraguay vor der Vernichtung. Schuld daran sind der Schmuggel und eine fehlende staatliche Unterstützung für die Landwirte in dem Sektor.

Fast 6.000 Tomatenpflanzen sind alleine in diesem Semester nicht mehr angebaut worden.

Pablo Pereira, einer der Hauptproduzenten aus Ypané, sagte, dass er in diesem Jahr 7.000 Tomatenpflanzen angebaut habe und mehr als 5.000 aufgrund des Mangels an Absatzmöglichkeiten und der unaufhörlichen Schmuggelware dieses Gemüses verloren gegangen seien.

Er berichtete weiter, dass er jetzt etwa 1.500 Pflanzen habe, in denen er seine Hoffnung setze und einige Ausgaben erhöhe, aber die Verluste übersteigen bereits 25 Millionen Guaraníes. Er hofft zumindest, etwa 10 Millionen Gs. durch den Tomatenverkauf einzunehmen.

„Ich habe G. 35 Millionen in den Anbau von 7.000 Pflanzen investiert, von denen mehr als 5.000 verloren gegangen sind, weil sie nicht verkauft werden konnten. Jetzt hoffe ich, dass wenigstens noch 1.500 weitere für dieses Jahr geerntet und verkauft werden können”, erklärte Pereira.

Er sagte, dass die Erträge verloren gegangen seien, weil aufgrund mangelnder Ressourcen keine Pflege erfolgt sei, um die Pflanzen sauber zu halten und ernten zu können, weil nicht mehr Mittel zur Verfügung gestanden haben, das Personal zu bezahlen. Er musste kleine Bauernmärkte veranstalten, aber hatte damit auch keinen großen Erfolg.

„Nichts hat uns dieses Jahr wieder begünstigt, wir hatten keine echte technische Hilfe vom Landwirtschaftsministerium und noch viel weniger von der Zentralregierung. Auch der Kampf gegen den Schmuggel war von den Behörden fast gleich Null. Die Tomatenproduktion wird vernichtet”, sagte Pereira.

Er betonte, dass die Produzenten gegen das Klima und die vorherrschende Korruption, die das Einkommen von Schmuggelware begünstige, kämpfen müssten. Sie hoffen nun, dass die neuen Behörden gegen diese Geißel vorgehen werden, die die nationale Produktion zunichtemache.

Pereira, der in der Gegend von Rosado Guasu seinen Bauernhof hat, produziert nicht nur Tomaten, sondern Salat und Mangold, die heute seinen Lebensunterhalt sichern. Viele Produzenten sind hoch verschuldet und erscheinen bereits in Informconf.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Die Tomatenproduktion in Paraguay wird vernichtet

    1. Klaro!
      Wieviele Samen hat eine Tomate? Also gemeint ist eine, bei der noch eine Vermehrung ohne Saatguteinkäufe bei Monopolen möglich ist.
      So ist das, wenn man sich mit dem Teufel einlässt, aber das wusste Goethe schon.
      Vielleicht würden ja aromareiche Tomaten (sogar etwas preiseinträglicher?) gegen geschmacklose rötliche Wasserspeicher gar keine Konkurrenz fürchten müssen…ist zumindet eine Versuch wert.
      Deutlich preiswerter wird es allemal.

  1. Normalerweise heisst es, der Staat mischt sich ein, also KOMMUNISMUS, Rote Gefahr, Krieg, Zetter Mordio, die Wirtschaft ist frei. Wenn aber dann die Wirtschaft ihren Sozialstaat braucht um überhaupt zu existieren, dann heisst es Unterstützung und wenn die nicht kommt, Staat ist schuld.

  2. Hier stimmt doch was.Die lieben Ausländer mit ihren Tomaten, müssen die genauso Pflegen, Anbauen wie die Bauern in Paraguay.Beide müssen arbeiten um die Tomaten zu verkaufen.Natürlich wenn ich sie verkommen lassen,Unkraut; Ausgeizen.Gemüseanbau stinkt nach Arbeit,man kann gut Geld verdienen,ist aber nicht fürs schnelle Geld geeignet.
    Da schreit man lieber nach den Staat statt sich zu bewegen!
    35000000Guaraníes für 7000Pflanzen ist wenig glaubhaft,viel zu Teuer.
    Dafür ziehe ich sie mir selber und mache für den Rest des Geldes anständig Urlaub.

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