Drei Deutsche wegen Mordes an Archäologen und Tochter angeklagt

Areguá: Die Staatsanwältin Sandra Ledesma formulierte am heutigen Nachmittag die Anklage gegen die drei Verhafteten wegen des Mordes an Bernard Raymond von Bredow und Tochter deutscher Staatsangehörigkeit, der sich in der Ortschaft Patiño ereignete.

Die Anklage wäre mit der Hypothese bereits abgeschlossen, es wird vermutet, dass sie nach den Echtheitszertifikaten wertvoller Geigen gesucht haben. Wer die Morde begangen hat, ist noch nicht geklärt.

Die Staatsanwältin Sandra Ledesma gab am Mittwochnachmittag bekannt, dass sie die Deutschen Stephen Jörg Messing, Volker Grannass (Beitragsbild) und Yves Steinmetz wegen des Mordes an dem deutschen Staatsbürger Bernard Raymond von Bredow (63) und seiner 14-jährigen Tochter anklagte.

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Die Ermittler gaben an, dass das Motiv für die Tat darin bestanden hätte, vier alte Musikinstrumente von hohem Wert zusammen mit ihren Echtheitszertifikaten zu stehlen. In diesem Sinne, so die Ermittler, habe die Staatsanwaltschaft bereits eine geschlossene Hypothese. Die Staatsanwältin stellte jedoch klar, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien, da noch ermittelt werden müsse, ob weitere Personen beteiligt sind.

Konflikt zwischen Freunden

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist von 200 Geigen die Rede, die verbrannt worden sein sollen und die dem ermordeten Deutschen gehörten. Die Hypothese besagt, dass Bernard Raymond von Bredow diese Instrumente in Steinmetz’ Obhut gelassen hat, während er verreiste, und dass sein Freund ihm bei seiner Rückkehr mitteilte, dass die Geigen verbrannt seien, was von Bredow ihm nicht glaubte. Damit hätte der Konflikt begonnen. Bei den gestern in Grannass’ Haus gefundenen Instrumenten handelte es sich jedoch um die Instrumente, die angeblich bei dem Brand in seinem Haus verbrannt waren, was den Verdacht nahelegt, dass die ganze Sache inszeniert war, um sie zu behalten und möglicherweise zu einem hohen Preis zu verkaufen. Die Staatsanwaltschaft erwartet nun eine Bewertung durch Sachverständige, um den Wert der Instrumente zu ermitteln, der offenbar sehr hoch ist.

Hoher wirtschaftlicher Wert

Nach den ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft ist nur eines der in den Streit verwickelten Celli 500.000 € wert, während ein einziges Teil des Instruments 100.000 US-Dollar wert ist”. Bernard Raymond von Bredow war ein renommierter deutscher Wissenschaftler und Musiker, der in dem im Bau befindlichen Haus, in dem er mit seiner Tochter im Teenageralter lebte, Musikinstrumente reparierte. Bei den Musikinstrumenten, die der Grund für den Diebstahl sind, handelt es sich um Geigen und Violoncelli, die aufgrund ihrer Qualität und ihres Altertums als Relikte von großem Wert gelten.

Eine weitere bemerkenswerte Tatsache ist, dass die Staatsanwaltschaft im Haus des Opfers einige gezeichnete Pläne und Informationen darüber fand, wie man in das Haus eindringen kann.

Die Anklage gegen die drei deutschen Staatsangehörigen lautet auf vorsätzliche Tötung und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Stephen Jörg Messing ist einer der drei Personen, die im Rahmen der Ermittlungen zum Mord an Bernard Raymond Bredow und seiner Tochter festgenommen und angeklagt wurden. “Ich hatte definitiv nichts damit zu tun, ich bin zu dem Ort gegangen und habe die Opfer gefunden, denn ich hatte einen Bulldozer bestellt, der auf die Baustelle kommen sollte, um einige Arbeiten zu erledigen, der Vorarbeiter rief mich an, um mir zu sagen, dass der Fahrer nicht kommt”, erklärte er in einem Gespräch mit der Presse.

Da er in der Nähe von Bernards Haus wohnt, ging er dorthin und rief seinen Freund an, der nicht antwortete, worauf hin er beschloss, das Haus zu betreten, wo er die Opfer vorfand.

Am Dienstag führte die Staatsanwaltschaft drei Hausdurchsuchungen in der Stadt Areguá durch. Bei einer dieser Durchsuchungen wurde die Schusswaffe von Volker Grannass (58) in Stephens Lieferwagen gefunden.

Stephen sagte, “dass Volker Grannass ihn offenbar gebeten hatte, eine schwarze Schachtel aus seinem Fahrzeug zu nehmen”, in der sich eine Schusswaffe befand, aber er behauptet, dass er den Inhalt nicht kannte und annahm, es handele sich um Geld oder Schmuck. “Als die Staatsanwaltschaft kam, habe ich sofort mein Auto geöffnet, damit es durchsucht werden kann, ohne mich zu wehren, ich wollte nicht einmal in diese Sache verwickelt werden, ich weiß nicht einmal, warum ich das getan habe”, sagte er.

Auch Volker Grannass behauptete bei seiner Verhaftung, dass es sich um einen Irrtum handeln würde.

Wochenblatt / Twitter / Staatsanwaltschaft

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12 Kommentare zu “Drei Deutsche wegen Mordes an Archäologen und Tochter angeklagt

  1. Wie macht man mit Geigen Geld ?
    -Von Bredow verreist.
    -Freund Steinmetz übernahm die Geigen zur Pflege.
    -Dann brennt Steinmetz sein Haus ab, Instrumente weg.
    -Steinmetz verkauft die Instrumente an Grannass oder hoffte mit Grannass zusammen Geld zu machen.
    -Grannass konnte die Geigen ohne Zertifikat nicht zu RICHTIG viel Geld machen.
    -Steinmetz und Darchinger wollen die Zertifikate von Bredow holen.
    Es gerät aus dem Ruder.

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    1. Dieser Artikel ist ja auch erst ca. 1 Stunde online. Also ich, ich erwarte vom Onkel Nick nicht, dass er sich einen embedded GSM-Chip einimpfen hat lassen, der bei ihm jedes Mal eine 1 auf seiner 7-Segment-Anzeige auslöst, wenn ein neuer Kommentar erscheint. Den habe ich nur für mich gebastelt und den verkaufe ich auch nicht. Und nein, ich bin immer noch nicht Onkel Nick.

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  2. 200 Geigen verbrannt, das duerfte mit jeweils einem Geigenkasten mehr als 1 LKW ladung sein??
    Bei den genannten Werten passt auch die Aufbewahrung im Haus nicht. Das passt zu einem klimatisierten Hochsicherheitstrakt mit Tresortuer.
    Das ganze ist bis jetzt nicht schluessig

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    1. Ja. Welcher Geigenbauer hat schon 200 Geigen? Ich meine, ich als Geigenbauer baue Geigen um Geld zu verdienen und nicht um mein Lagerhaus damit zu füllen. 200 Geigen von Kunden? Also da fände ich keine Zeit um alle auf einmal zu rebarieren. Aber ich würde mal mit der 1. anfangen sie zu rebarieren und mich vorkämpfen bis zur 200-sten. Ich frage mich, ob der 200-ste Kunde so lange Zeit hat zu warten, bis ich dann mal bei der 200-sten anfange.

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  3. Einerseits muss die Beweislast schon hoch sein, wenn eine Staatsanwaltschaft Anklage erhebt. Andererseits ist das der Mann, der im Tele gezeigt wurde. Derjenige der die Opfer gefunden hat. Er kam am Tele auch zum Wort und hat mir ehrlich geschrieben nicht den Eindruck gemacht einen Tag zuvor jemanden Umgebracht zu haben. Aber gut, mal abwarten, vielleicht hat er nichts damit zu tun, jedoch einer oder zwei von den Dreien. Oder der Fall war doch ganz anders. Also jetzt bin ich auch ein wenig irritiert. Wäre ja zu schön gewesen. Ist ja auch nicht außergewöhnlich, dass ein Deutscher für ne Zeit wieder nach Deutschland muss und einen Landsmann darum bittet um seine Wertgegenstände aufzupassen. Da ist man natürlich schon im Clinch, da mal rein zu güxeln, was da drinnen sein könnte. Aber ehrlich geschrieben, ich glaube nicht, dass dieser Mann auf dem Foto der Mörder ist. So mein erster Eindruck. Also mal Grasgesöff trinken und Müllabfackeln, dann sehen wir weite.

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    1. In der Regel gilt die Unschuldsvermutung bis jemand Verurteilt ist.Jeder kann Töten,viele Mörder sehen ganz Unschuldig aus.
      So wie der Vater und Tochter getötet wurden.Wie sie gefunden wurden.Die Art der Verletzungen.Kannten sie Täter,es gab einen persönlichen Bezug. Es sollte keine Zeugen geben.Da klopft man erst mal den Freundes Bekanntenkreis ab!Die Nummer war eindeutig zu groß,für ein paar Bauarbeiter, für ein Raub von Kriminellen. Den unbemerkten Absatz von Zertifikaten,Instrumenten würden sie nicht in die Reihe bekommen. Es passt alles nicht. Es Gauner bringt man keinen Um wenn man was Wissen möchte.Was danach kommt ist was anderes.
      Es gab ein paar Mitbürger die vor den Reportern posierten, wie Gockel,vieles Blumig erzählten.Das war Täter wissen.Auch Polizisten haben Ohren, können Täter wissen raus filtern.Viele reden sich um Kopf und Kragen!Viele Täter bringen sich in die Ermittlungen ein um sie zu lenken,ab zu lenken,Nebelkerzen werfen. Es wurden bei Hausdurchsuchungen bei den drein Sachen gefunden die zu den Opfer n gehören.Hier kann jeder sagen, hier verstirbt jemand, das Haus ist schneller ausgeräumt als die Erben da sind.Jeder Polizist der was gelernt, weis,das Zeugen, Mitteilsame Bürger,erste am Tatort die Täter sein können. Der Satz scheint sich zu Bewahrheiten:“Hüte dich vor Sturm und Wind und deutschen die im Ausland sind.“Einer ist den anderen sein Deibel!

  4. So ein Echtheitszertifikat kann man ja auch sicher nachträglich erstellen lassen. Klaust ne Stradivari, gehst zum dubiosen Kustexperte und der stellt dir ein Zertifikat aus (dubios nicht im Sinne, dass er keine richtige Expertise abgibt, sondern dass er nicht so genau wissen will, von wo die den her kommt).

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  5. Sieht ganz nach Raubzug aus, so wie hier: https://wochenblatt.cc/grosser-fund-von-devotionalen-untermauert-nazi-flucht-nach-suedamerika/
    Da gab es keine Tote, waren nur Exponate in falscher privater Hand. Das wurde damals geregelt; wie auch aktual.
    Man hat Karten für den Einbruch gefunden? Also als Freund klingel ich oder klatsch in die Hände und schon bin ich drinn…oder ergreife die Gelegenheit wenn niemand zu Haus ist…ah, Gelegenheit verpasst wegen Geigenaufsicht….ist das Stichhaltig?
    Wer in Verdacht gerät verliert werthaltiges und bekommt es nicht wieder. Raubzug ebend. Der Staat ist nicht dein Freund nur derer die ihn kontrollieren. Ich denke, daß die drei unschuldig sind.

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  6. “Bei den gestern in Grannass’ Haus gefundenen Instrumenten handelte es sich jedoch um die Instrumente, die angeblich bei dem Brand in seinem Haus verbrannt waren,”

    Wie es scheint ist Herr Grannass zumindest im Besitz von Geigen des Opfers gewesen. Dies ist noch kein Beweis für eine Beteiligung an der Tat, aber es zeigt schon, daß der Mann nicht gänzlich unschuldig ist.

    “wurde die Schusswaffe von Volker Grannass (58) in Stephens Lieferwagen gefunden”

    Eine Schußwaffe von Herrn Grannass wurde im Wagen einer anderen Person gefunden. Schußwaffen-verleih wäre eine Möglichkeit, aber eher weniger häufig. Nach der Untersuchung der Waffe wird man genau wissen, ob dies eine Tatwaffe ist, oder nicht. Falls ja, dann wäre der Herr Grannass in sehr großem Erklärungsbedarf. Auch der Herr Stephens hätte in dem Fall besser ein wirklich gutes Alibi.

    Kommen wir zu Person 3. Herr Steinmetz sagt es hätte einen Brand gegeben und die Geigen wären alle vernichtet worden. Jetzt wurden aber welche davon bei Herrn Grannass gefunden. Auch hier stimmt etwas nicht. Macht den Mann nicht zwangsläufig zu einem Täter, aber wirklich unbeteiligt ist nach den Infos in diesem Artikel wohl keiner.

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