Kurz vor Unterrichtsbeginn unfertige Schulgebäude und zerstörte Infrastruktur

Asunción: Der Beginn des Schuljahres 2019 ist für den 21. Februar markiert. Wie immer unterscheidet sich die Realität nicht von der der vergangenen Jahre in den Bildungseinrichtungen des Landesinneren, wo mehr als eine Million Schüler stillgelegte und unvollendete Arbeiten sowie zerstörte Infrastrukturen vorfinden werden.

In rund 7.200 Bildungseinrichtungen des Landes mit mehr als 1.400.000 Schülern wird am 21. Februar der Unterricht beginnen, wie aus dem Kalender des Ministeriums für Bildung und Wissenschaften (MEC) unter der Regie von Eduardo Petta hervorgeht.

Laut dem neuesten MEC-Infrastrukturbericht sind 44% (3.136) der Räumlichkeiten in schlechtem Zustand, 21% (1.541) in “regulärem“ Zustand und müssen repariert werden. Es wird erwartet, dass diese Daten in dieser Woche aktualisiert werden, obwohl sich das Bild in den sechs Monaten der Regierung unter Präsident Mario Abdo Benitez kaum geändert hat.

In Paraguay hagelt es Beschwerden wegen der schlechten Bedingungen in vielen Schulen, die Infrastruktur fällt auseinander, verlassene Gebäude und andere unfertige Bauten sind die Realität. Nicht nur in ländlichen Regionen, selbst in den Städten warnen Behördenvertreter davor, dass das Schuljahr nicht beginnen kann, wenn die Arbeiten nicht fortgesetzt werden.

In der Realität spiegeln die Schuleinrichtungen nicht das Budget von 2 Billionen Guaranies für 254 Gemeinden und Millionen von Guaranies an die Gouverneursregierungen in den Departements wider, die das Finanzministerium von 2012 bis 2018 zur Verfügung stellte.

Das Budget des Bildungsministeriums für 2018 belief sich auf rund 6,23 Billionen Guaranies, von denen nur 13% (784.403 Millionen) für physische Investitionen bereitgestellt wurden. Für 2019 stehen 7,2 Billionen Gs. zur Verfügung, ein Zuwachs von 11,4% gegenüber dem Vorjahr.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Kurz vor Unterrichtsbeginn unfertige Schulgebäude und zerstörte Infrastruktur

  1. Für 2019 stehen 7,2 Billionen Gs. zur Verfügung. Behördenvertreter und deren Amigos sind schon in Startposition bis die Arbeiten fortgesetzt werden. In der Realität werden Schuleinrichtungen das Budget, die das Finanzministerium von 2012 bis 2019 zur Verfügung stellte, nicht widerspiegeln. Wegen dem braucht man als Involvierter noch frustrierter witzig-geistreich-Reply-Schreiberling nicht frustriert oder gar unglücklich zu sein, auch wenn für Letztgenannte kein Gs. davon abfällt.

  2. In Paraguay gibt es wieder einmal nichts Neues! Alles bleibt wie es war und wiederholt sich. Die Menschen haben sich über die Jahre daran gewöhnt und offensichtlich resigniert. Fürwahr ein braves Völkchen. So haben es die Politiker gern und können damit ungestört ihrer schwerer und verantwortungsvoller Arbeit nachgehen, wenn sie nicht gerade in Urlaub oder auf Bildungsreisen sind.

  3. Nun die Infrastruktuir der Schulen ist ja zweitrangig, wenn die Lehrkräfte schlicht unfähig sind, richtige Lerninhalte sowie Werte zu vermitteln. Mittlerweile weiss ich wie das hier in der Schule läuft, dazu brauch ich auch kein Gebäude, da kann ich Zuhause bleiben.

  4. Da sich die hiesige Bildung sowieso auf einem gleichbleibenden Tiefststand befindet, spielt es keine Rolle wann, wie und wo den Kindern ein Minimalwissen beigebracht wird.

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