So viel zum glücklichen Land

Asunción: Wo laut Lesern aus der Ferne die Menschen am glücklichsten zu sein scheinen, wo Deutsche hin auswandern und nicht mehr heim wollen oder können ist nicht alles perfekt.

Die Gallup Umfrage zu den glücklichsten Menschen der Welt wurde zu 99% der Leser angezweifelt und das nicht zu unrecht. Es ist eh kaum glaubhaft, dass das US-Umfrageinstitut tatsächlich vor Ort eine Befragung durchgeführt hat. Eher ist an eine Internetumfrage im kleinen Maßstab glaubhaft. Paraguay hat eine relativ hohe Selbstmordrate und ist das lateinamerikanische Land mit der viertgrößten Anzahl an depressiven Patienten. Durch was die erzeugt werden ist noch nicht einmal klar, sicher ist nur, depressiv und glücklich sein zur selben Zeit ist nicht möglich. Mit 5,2 Selbstmorden pro 100.000 Einwohner ist Paraguay kein stichhaltiger Referent für das Glücklich sein.

Und dennoch kann man hier glücklich leben, wenn man nicht alles zu ernst nimmt, sich nicht wegen allem aufregt, ganz besonders nicht über das was man nicht ändern kann, und Sachen unternimmt, die nicht zur Vereinsamung oder Isolierung beitragen.

Wochenblatt

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

14 Kommentare zu “So viel zum glücklichen Land

  1. Fam. Hilde Super und Helmut Gau

    Reply

    Was oder wen kann man im Lande der Buen Educados schon ernst nehmen? Politik, Nachbarn, Landswürger, um selbst angezündeten Müll auf 120 dB bei einzig Julio Iglesias CD tanzende Inder ohne Federschmuck?
    Das (dass man nichts für ernst nehmen kann hier weil man Kindergarten-Mitglieder nicht ernst nehmen kann) impliziert nach dem Artikel, dass man hier glücklich lebt.
    Ja, da stimme ich vollkommen zu, man muss sich nur Land und Leuten anpassen und mit ihnen bei viel Alkohol um selbst angezündeten Tierkadaver, Plastik, ausgedienten Kinderwägen, Blechbüchsen, E-Lampen und sonstig Brennbarem auf 120 dB bei einzig Julio Iglesias CD und Mittagessen wie tanzende Vierzigjährige mit der Mentalität von Vierjährigen ohne Federschmuck aufführen. Am besten bis weit nach Abendbrot, da sollte das nun nicht mehr so nach verwesendem Tierkadaver riechende Tierkadaver für die Verbreitung von noch mehr Frühlingsgefühlen sorgen.
    Na, da soll mir jetzt einer mit einem Einzeller, pardon, Einzeiler, unter meinen nicht-witzig und nicht-geistreichen Kommentart schreiben, dass er NICHT glücklich ist in Africa del Sur.

    1. He du, der jeden Tag mit anderer Idendität eigendlich immer den gleichen Müll von sich gibt,- ….. du langweilst uns langsam mit deinen „geistreichen“ Kommentaren. Es würde hier echt alle freuen wenn du mal eine sachliche Kritik schreibst. Kannst du doch bestimmt! Oder? Gruß aus der Kolonie, Jahn.

  2. Mit Statistik kann jeder Unsinn bewiesen werden. In jedem Land gibt es glückliche und unglückliche Menschen wie auch in jeder Familie. Man kann höchstens sagen, dass generell die Menschen auf dem Lande glücklicher als in den Städten sind. Glücklich sein hängt von der inneren Einstellung, der Harmonie, und dem Glauben eines jeden Menschen ab. Heute denken die materiellen Menschen das Glücksein nur durch Reichtum möglich ist.
    Bei vielen Kommentatoren des Wochenblattes bekommt man den Eindruck dass viele Schreiber hier so wenig Glücklich sind wie in ihrer Heimat weswegen sie überhaupt ausgewandert sind. Da trifft das Sprichwort zu: „Du kannst bis an ans Ende der Welt gehen nimmst Dich aber immer selbst mit.“

  3. Fam. Hilde Super und Helmut Gau .. wenn es nicht mehr reicht für den Heimflug, die Botschaften von DÖCH helfen euch

    1. pymipaís, die deutsche Botschaft wohl kaum oder überhaupt nicht, die ist mit sponsern für Feste für Paraguayische Einrichtungen ausgelastet. Da hat der ausgewanderte Deutsche keinen Platz mehr.Was soll dauend die Rede, geh nach Hause? Die deutsche Botschaft, kümmert sich nicht einmal um vermisste Personen oder geschweige zu Unrecht inhaftierte Deutsche. Ich glaube Du brauchst Hilfe, nicht von den Botschaften, sondern vom Psychologen oder in Deiner Sprache, „geh doch nach Hause, wenn der Psychologe nicht helfen kann“, frag bei der Botschaft nach.

  4. @eggi
    Ich muss dich widersprechen.
    Die deutsche Botschaft Finanziert dir auch die Heimreise.Sie prüft erst mal ob einer deinen deutschen Verwandten zur Ader gelassen werden kann.Ist das nicht möglich!Finanziert man Dir die Heimreise.Das darfst Du selbstverständlich auch zurück zahlen. Zu Unrecht inhaftierte Deutsche werden betreut ,sofern sie konsularischen Beistand verlangen.Sich mal melden.Zu Unrecht inhaftierte Deutsche, sind eine Sache für sich,gibt es ja.Die Botschaft muss sich auch an die Gesetze des Gastlandes halten.Die sind hier sehr langatmig! Bei Kindersex-Gefangenen da machen alle Länder nur das Nötigste.
    Jeder Mörder ist besser betreut!
    Was soll den das,Deutschland Ost/West ist und war nie ein Paradies genau so wenig Paraguay.
    In Paraguay hast mehr Freiheiten.Meckern hilft da wenig, erst Richtig ansehen und dann gehen.
    Entweder man nimmt es so wie es ist und macht das beste raus oder man bleibt gleich daheim.
    Bunte Bilder gibt es viel,ob sie nachher so bunt sind ist eine andere Frage.
    Natürlich hat der eine oder andere Tage drücken oder Heimweh.Da hilft nur ein paar hundert Euro zurücklegen für einen billigen Flug und ab nach Deutschland.

  5. Ich denke mal so eine Umfrage UEBER das Land macht man unter den Einheimischen, nicht den Zuwanderern die hier der Meinung sein europaeische Zustaende und Puenktlichkeit etc zu erleben. Die Paraguayer sind ein sehr zufriedenes Volk auch wenn es ihnen so an manchem mangelt. Aber sie sind zufrieden mit dem was sie haben und mehr als stolz auf ihr Land…auch wenn Einiges im Argen liegt. Sie leben gluecklich und zufrieden und dafuer kann man sie nur beneiden. Was die Zugewanderten meinen ist voellig irrelevant, sie sind nur Gaeste im Land und sollten sich nicht wie Kolonial-Herrscher auffuehren. Die die das nicht tun sind ebenso gluecklich hier leben zu duerfen. Niemand wird gezwungen in diesem Land zu leben

  6. Lieber Eggi, rein theoretisch hast du vollkommen recht. Die Botschaft „müsste“ sich z.B. um einen zu Unrecht inhaftiierten Deutschen kümmern. Aber wie weiß die Botschaft bzw. der Konsul, ob der Inhaftierte auch tatsächlich unschuldig eingesperrt ist??? Muß man, um das zu wissen, erstmal das Urteil abwarten, das vielleicht erst in Jahren gesprochen wird?? Ich habe das selbst erlebt, mit einem deutschen Nachbarn, der tatsächlich schuldlos eingesperrt war, und hat bei der Botschaft für meinen Nachbarn und Freund beantragt, man möge sich um ihn kümmern. Zur Antwort bekam ich: ja, man werde den Gefangenen auf jeden Fall einmal besuchen. Anläßlich dieses Besuches werde man ihn fragen, ob er evtl. bisher während seiner „Gefangenschaft“ mißhandelt worden sei, etwa geschlagen oder gefoltert War das nicht der Fall, dann hat die Botschaft gar keine weitere Handhabe, sich weiter einzumischen. Denn eine Inhaftierung eines Ausländers sei in jedem Land der Welt und so auch in Paraguay, eine interne Angelegenheit des Landes selbst . In die Gerichtsbarkeit eines Landes könne keine Auslandsvertretung sich einmischen. Sie könne lediglich im Falle wie oben beschrieben, wenn ein Strafgefangener körperlich mißhandelt wurde, durch ein Schreiben der Botschaft an das Innenministerium des Land sich beschweren und bitten, man möge veranlassen, die Mißhandlungen jenes Strafgefangenen zu unterlassen. Und genau daran habe ich erhebliche Zweifel, ob das auch tatsächlich so ist. Ich kannte einen Fall eines inhaftierten Argentiniers in Paraguay, und der argentinische Konsul von der Konsularabteilung der argentinischen Botschaft rannte tagtägllich nur in dieser einen Sache von Polizei zu Anwalt, von Anwalt zur Gefängnisverwaltung, von dort zum Justizministerium, zum Innenministerium, zum Justizpalast usw.usw.usw., und plötzlich wurde der Argentinier freigelassen.

    1. Ganz klar theoretisch. Wer wichtig ist, für den wird gelaufen oder kommt gar nicht in diese Situationen. Wer nicht oder nicht mehr wichtig ist, kann sich das Laufen quasi sparen.
      Und nicht einmischen in nationale Belange. Nach der Logik dürfte es sehr sehr vieles nicht geben. Also kein Zweifel, definitiv Theorie.

    2. Die US-Botschaft würde „voll“ reinhauen. Sie lassen keinen ihrer Landsleute hängen. Zu Zeiten der Mau-Mau-Aufstände in Kenia waren auch deutsche Touristen in schwieriger Situation. Die deutsche Regierung war sich einfach zu fein, die deutschen Landsleute rausfliegen zu lassen. Wer nahm sie mit? Die Briten!
      Woher ich das weiß? Nun, ich war damals in der Gegend.

      1. Man kann zusammenfassen, jeder wie er kann. Die USA als Weltmacht kann mehr als anderen eventuell unbedeutende Kleinstaaten, aber die deutsche Botschaft sowie ihre Aussenstellen tun auch das zumeist nicht und dies ist wieder wie so oft ein Sonderfall mit dem man leben muss.

  7. Dass die Botschaft, wenn jemand tatsächlich um die Vorfinanierung eines Fluges bittet, erstmal fragt, ob in Deutschland Verwandte vorhanden seien, von denen man die Finanzierung erst erbitten müsse, oder aber die Botschaft müsste erst einmal klären, wie sie den geliehenen Betrag für den Flug bzw die Flüge wieder zurückbekomme, evtl. über in Deutschland wohnende Verwandte, das wird sogar sehr oft verbreitet, und ich kann auch bestätigen, daß die Botschaftsbediensteten tatsächlich an Antragsteller solche Auskünfte erteile, wo sie in Wirklichkeit verpflichtet wären, zu helfen, selbst auf die Gefahr hin, daß dieser vorfinanzierte Betrag dann später in Deutschland nicht einbringlich sein könnte. Ich kenne einen Fall einer Familie mit 5 Köpfen, die von der Botschaft sogar weggejagt wurde, weil sie es abgelehnt hatten, sich an Verwandte in Deutschland diesbezüglich zu wenden. Auf mein Anraten setzten sich die Leute dann mit dem Auswärtigen Amt in Bonn in Verbindung, und da muß es wohl Krach gegeben haben für die Botschaft in Asuncion. Plötzlich wurden die Leute in Paraguay, die im tiefen Inland wohnten, angerufen, sie möchten gerne nach Asuncion zur Botschaft kommen. Sie wurden sehr freundlich bedient und es wurden die Flüge für die ganze Familie augenblicklich besorgt. Und vorher hatten sie diese Leute ein komplettes halbes Jahr hungernd hängengelassen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .