Traumhaus zum 100. Geburtstag

José Anacleto Escobar ist ein Veteran des Chaco Krieges, gebürtig aus Ñeembucú, am 06.01.2015 wurde er 100 Jahre alt. An seinem Geburtstag bekam er ein Haus für sich und seine Frau geschenkt.

José Anacleto Escobar wurde 1915 geboren, in Tacuara’i, im Bundesland Ñeembucú. Mit 15 Jahren, im Jahr 1930, heiratete er Cayetana Román, die seine Ehefrau bis heute geblieben ist. 1932 begann der Chaco Krieg zwischen Bolivien und Paraguay, Escobar wurde an die Front berufen und blieb dort bis zum Waffenstillstand im Jahre 1935. Viele Veteranen sind mittlerweile in Vergessenheit geraten, er soll als exemplarisches Beispiel für alle anderen stehen.

Don Anacleto ließ sich nach den Krieg in Crucerita nieder, etwa 40 Kilometer entfernt von seinem Geburtsort. Das Ehepaar bekam fünf Kinder, zwei Mädchen und drei Jungen. Zwei von ihnen leben am gleichen Ort wie die Eltern, das ältere Paar lebte in einem bescheidenen Haus, ohne viele Komfort, erklärte Juan Carlos, ein Sohn, den Pressemedien.

Zur Hundertjahrfeier war nun Schlüsselübergabe für ein neues Domizil, das ihm als Geburtstagsgeschenk überreicht worden ist, mit Klimaanlage, Fliesenboden, ein modernes Bad und verschiedene Einrichtungsgegenstände. Die Bauarbeiten wurden von der Landesregierung Ñeembucú finanziert, initiiert durch den Gouverneur Carlos Silva. Es befindet sich direkt neben dem Grundstück der Kinder, die noch in der Nähe der Eltern leben.

Carlos Silva besucht den Sohn, Juan Carlos und sagte, zum 100. Geburtstag sollte man doch etwas Besonderes organisieren. Der Vater bemerkte zwar, dass er auch gerne in dem alten Haus sterben würde, sei aber immens dankbar für die Hilfe und das stellvertretende Zeichen für all die anderen Veteranen.

Nach Angaben des Sohnes gebe es noch einen weiteren Veteran, etwa 40 Kilometer entfernt, insgesamt noch leben etwa drei ehemalige Frontteilnehmer im Bezirk Ñeembucú. Es sei auch wichtig, Zeichen zu Lebzeiten zu setzen und die Geschichte nicht in Vergessenheit zu geraten lassen, sagte er.

Don Anacleto kann zwar schon etwas schlecht sehen und hören, aber seine Gedanken sind noch klar und hellwach, wie auch auf dem Foto zu sehen ist, es spricht Bände.

Es leben noch ca. 700 Chaco  Kriegsveteranen in Paraguay, die auch darauf warten, nicht nur am 29. September im Mittelpunkt der Presse zu stehen.

Das Beitragsbild ging mittlerweile um die Welt und wurde, unter anderem, auch in der New York Times veröffentlicht.

Quelle: ABC Color, Foto: Facebook

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