Umgehungsstraße zerstört Naturraum

San Ignacio: Eigentlich freuen sich viele Bewohner über die geplante Umgehungsstraße in ihrer Stadt San Ignacio, Misiones.  Jedoch gibt es starke Einwände von einigen Parteien, denn angeblich soll Naturraum zerstört werden.

Der emeritierte Bischof von Misiones, Monsignore Mario Medina (li. Im Bild), prangerte an, dass die geplante Umgehungsstraße von San Ignacio Wälder und Feuchtgebiete in diesem Bezirk zerstören werde. Er sagte, er habe viele Klagen der Empörung über die Vernichtung eines Ökosystems erhalten. Es gebe eine andere Möglichkeit und alternative Gestaltung. Das Umgehungsprojekt dieser Stadt wird vom Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) gebaut und soll nach Angaben der örtlichen Gemeinde im Jahr 2020 durchgeführt werden.

„Wir werden gegebenenfalls vor dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) und dem Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades) protestieren“, sagte Medina.

Er fügte hinzu, dass auch die Gemeinde San Ignacio und die Gouverneursregierung von Misiones ihrer Verantwortung gerecht werden müssten. „Wenn die Behörden diese Zerstörung für das Ökosystem zulassen, gehen historische Zeitzeugen verloren“, sagte der Ex-Bischof. Medina erklärte, er sei sehr aktiv, die Zerstörung von Bäumen bei städtischen Bauten zu verhindern. Er gab als Beispiel an, was im Botanischen Garten von Asunción passiert.

Eine Stadtbewohnerin, Esperanza del Puerto (re. im Bild), Direktorin der katholischen Universität von der Zweigstelle in San Ignacio, sagte, das Projekt betreffe ein Naturschutzgebiet auf dem Grundstück ihrer Familie. Sie beklagte sich, dass die geplante Umgehungsstraße einen natürlichen Berg und Feuchtgebiete durchquere, die zerstört werden.

Sie fügte hinzu, dass das Grundstück 12 Hektar groß ist, aber als Naturschutzgebiet ausgewiesen sei und nach den Plänen des Ministeriums MOPC das Ökosystem des Ortes zerstört werde. „Wenn man den Berg durchquert, werden einheimische, aufstrebende Pflanzen und Bäume zerstört“, sagte del Puerto.

Der örtliche Bürgermeister Carlos Afara (ANR) erklärte, die Umgehungsstraße sei ein Projekt des MOPC. Er bestätigte, dass es von der örtlichen Gemeinde genehmigt worden sei und die MOPC-Behörden eine öffentliche Anhörung mit den betroffenen Nachbarn anberaumt haben. Er kenne die Kosten der Arbeit nicht, da es sich um ein Projekt des Ministeriums MOPC handelt.

Die Unannehmlichkeiten mit der Umgehungsstraße von San Ignacio ähneln denen, die vor einigen Tagen im Rahmen des Projekts für die PY02-Route in Itacurubí de la Cordillera gemeldet wurden. Diese Straße sollte genau beim Aufstieg der mythischen Quelle Ykua Ita und durch die Mitte eines Waldes stattfinden, der als “ökologisch interessant“ eingestuft wurde. Das MOPC musste das Projekt nach einer massiven Bürgerreaktion überprüfen.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Umgehungsstraße zerstört Naturraum

  1. Grosses Glas mit Schraubverschluss (zum Anfackeln)

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    Ja, lasst Paragauy wie es ist. Der Dschungel ist ökologisch interessant. Alles andere gibt eh nur Arbeit wofür Bueneducado keine Zeit hat. Was soll man auch die Mondlandschaften asphaltieren mit asphaltierten Mondwegen. Fallen eh nach Auszahlung der Steuergelder an Amigo-Tio-Hermano der Politiker gleich wieder in ihre Bestandteile, wie die letzt 1.000 gebastelten asphaltierten Mondwege: keine Drainage, 2 cm Asphalt, 0 cm Fundament, Arbeiter mit Schaufel und Hacke ’54 bewaffnet und Mister beim Misterium MOPC, die offensichtlich nicht wissen können was ein Naturschutzgebiet oder Projektmanagement ist. Also, lasst sein, das kann nicht gut ausgehen. Wenigstens – und das zum Prost, pardon, Trost – wissen’s das auch schon längst, wie man an dem vielen Nichts an Infrastruktur – ähnlich desjenigen Nichts wie in Gurkina Faso, Kongo, Äquatorialguinea, Südsudan, Somalia und Paragauy – hierzulande bestens erkennen kann.

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