Was ein Mann mit den beiden Mädchen vorhatte

Natalio: Im Fall der 12- und 13-jährigen Cousinen, die in Encarnación vermisst wurden und in der Stadt Natalio gefunden wurden, sind die Ermittlungen in vollem Gange. Alles deutet darauf hin, dass sie an ein internationales Menschenhandelsnetzwerk übergeben werden sollten.

Beide wurden von der Tante zuletzt in der Nacht vom Sonntag gesehen und die Suche begann in den Morgenstunden des Montags, bis sie gegen 10:30 Uhr endlich gefunden wurden.

Bei einer von ihnen wurde der Inhalt des Handys verifiziert und es konnte bestätigt werden, dass die Kontakt zu einem Mann hatten, der sie verschleppte und ihnen eine neue Identität geben wollte. Richard Trombeta, der Anwalt der Familie der Mädchen, erwähnte gegenüber der Presse, “dass die Mädchen an ein Menschenhandelsnetzwerk übergeben werden würden”. Sowohl er als auch der Vater eines der Mädchen erschienen am Dienstag vor der Staatsanwaltschaft von Encarnación, um die erweiterte Aussage zu machen.

Durch den Chip eines der Mobiltelefone konnte bestätigt werden, dass die Minderjährigen von Natalio nach Caaguazú und dann nach Concepción gebracht werden sollten, wo ihre Identität geändert werden sollte. All dies stand im Verlauf der WhatsApp-Nachrichten.

Den Behörden gelang es, einen 21-jährigen jungen Mann ausfindig zu machen, der bereits festgenommen werden konnte. Man beschlagnahmte ein Fahrzeug, mit welchem sie verfrachtet bzw. entführt werden sollten. Beide sind bei guter Gesundheit.

Die Cybercrime-Abteilung der Nationalpolizei fordert in dem Zusammenhang die Eltern von vorpubertären Kindern auf, ihren Nachwuchs stärker zu kontrollieren, um nicht auch in solch eine Lage zu geraten.

Wochenblatt / Ministerio Publico

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5 Kommentare zu “Was ein Mann mit den beiden Mädchen vorhatte

  1. Das ist genau das, was ich hier schon seit Monaten schreibe. In Paraguay tummeln sich Menschenhändlerorganisationen, vermutlich sogar mit Unterstützung bis hinein in Politikerkreise. Nicht umsonst verschwinden immer häufiger junge Menschen, vorwiegend Mädchen. Bis heute hat man so gut wie keinen dieser Fälle aufgeklärt. Das ist nun wirklich kein Ruhmesblatt für die hiesige Polizei und Staatsanwaltschaft.

  2. Ich gehe davon aus, das die ermittelte Staatsanwaeltin jetzt grosse Probleme bekommt, da sie durch die Ortung und Rueckfuehrung der Mädchen den Drahtziehern deren Geschaeft gestört hat??
    Man sollte nun die Staatsanwaeltin beobachten. Wenn ihre Karriere beendet ist, oder ihr ein Unheil passiert weiss man wer dahinter steckt?

  3. Nicht fuer nichts legt das Gesetz Mose die Todesstrafe fuer Menschenraub (auch den versuchten) fest.
    2. Mose 21,16 “Wer einen Menschen raubt, sei es, daß er ihn verkauft oder daß man ihn noch in seiner Hand findet, der soll unbedingt sterben.”
    In diesem Fall fand die Polizei die Opfer in der Hand des Menschenraubnetzwerkes.
    Diesen war ganz sicher der letzte Gang als Organspender (und damit der folgende Schlachttod) gewiss oder sie verschwanden fuer immer als Prostituierte z.B. in Spanien.
    Da die Lockvogelphase noch nicht ganz abgeschlossen war hatten sie noch ihre Handys die ihnen wohl in Baelde abgenommen werden wuerden.

  4. Caaguazu und dann Conception. Ich hatte jetzt eher gedacht CDE oder PJC und dann ab nach Sao Paulo.
    Dieser 22-jährige Lockvogel ist nur ein Fußsoldat. Und unter normalen Umständen wird man die Hintermänner nicht finden. Denn der Lockvogel hat mehr Angst vor den Hintermännern als vor der Polizei und Knast.
    Wenn man an die Hintermänner herankommen will, muss man das Spiel umdrehen. Er muss mehr Angst vor der Polizei bekommen, als vor den Hintermännern. Deshalb muss man die Verhörmethoden den Umständen anpassen.

  5. Ich gehe davon aus, das wenn er die Hintermänner kennt die Polizei ihm ein luxusleben zu gewähren hat und ihn keinesfalls ernsthaft verhoeren darf, ohne den Justiz Apparat gegen sich zu haben??

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