7 + 15 = Auslandswahlrecht

Asunción: Nachdem das Referendum vom 9. Oktober 2011, wo darüber abgestimmt wurde, ob Paraguayer im Ausland an den Präsidentschaftswahlen teilnehmen dürfen, schon mehr als 7 Millionen US-Dollar verschlang bei gerademal 12,5% Wahlbeteiligung fordert nun die Wahljustizbehörde (TSJE) erneut horrende Summen, um ein Netz an Wahllokalen im Ausland aufzubauen und deren Bedienstete zu entlohnen.

Ohne sich falsche Vorstellungen von der Absicht der Befürworter der Auslandswahl zu machen, lebt die große Mehrheit der Paraguayer im Ausland illegal, was auch eine Einschreibung unmöglich machte. Die 60 tägigen Reisen diverser Abgeordneter nach Madrid, Buenos Aires und New York waren zahlenmäßig nicht von Erfolg gekrönt.

All diese negativen Faktoren lassen allerdings niemand davon abbringen, dass jetzt stolze 15 Millionen US-Dollar von der Wahljustizbehörde gefordert werden um Beamte, Neubauten, Büromieten, Umzüge etc. im Ausland zu finanzieren. Paraguayer die für diese Stellen arbeiten und ständig im Ausland leben werden mit rund 2,5 Millionen US-Dollar der Summe bezahlt.

Die Wahlbeteiligung im nächsten Jahr wird dann ein erstes Mal öffentlich bezweifeln, ob dieses Referendum mehr als 22 Millionen US-Dollar wert war.

Die Kosten für das Referendum, die der Kongress letztes Jahr genehmigte, verbargen auch den Kauf von 15 Geländewagen für die Wahljustizbehörde, darunter drei vollausgestattete Toyota Land Cruiser im Wert von über 85.000 US-Dollar das Stück.

(Wochenblatt)

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1 Kommentar zu “7 + 15 = Auslandswahlrecht

  1. Die Geländewagen sind gerechtfertigt. Schliesslich gibt es in Asuncion auch schlechte Strassen. Die Wahllokale im Ausland auch. Verdiente Funktionäre können so gratis Urlaubsreisen in die ganze Welt machen, ihre Verwandten besuchen und das wiederum dient zur Weiterbildung und kommt uns allen zugute. Also keine Aufregung wegen der läppischen 22 Millionen.

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