Großes Aufgebot

Asunción: Die Fürsprecher von Horacio Cartes, die nach den Aussagen von Innenminister Arnaldo Giuzzio von der Kette gelassen wurden, sind pathetisch. Ihm wird vorgeworfen sich nicht um die interne Sicherheit zu kümmern, obwohl er genau das tut. Man will ablenken.

Der Vertreter der Nationalen Republikanischen Vereinigung (ANR), Eduardo González (HC), beschwerte sich über die Untätigkeit des Innenministers Arnaldo Giuzzio angesichts der inneren Unsicherheit des Landes. Er bedauert, dass er mit anderen Dingen beschäftigt ist, die ihn nicht betreffen.

Er ist der Ansicht, dass der Minister nicht weiß, wie er das Vermögen rechtfertigen soll, das er im Laufe der Jahre in öffentlichen Ämtern erworben hat, weshalb er mit Äußerungen gegen den ehemaligen Präsidenten der Republik, Horacio Cartes, von der Aufmerksamkeit ablenkt. Doch genau dieses hat Giuzzio komplett in seine Vermögenserklärung registriert und kann dies auch monetär darlegen, während Cartes’ Schwester Eigentümerin der Basa Bank ist, sie ihrem Bruder jedoch 75 % des Firmenkapitals/Aktien schuldet, was ihn zum Eigentümer der Bank macht.

Die Gelder die er anderen lieh, gingen komplett am Finanzsystem vorbei, obwohl er eine Bank hat und zinsfreie Kredite geben könnte, doch das scheint nicht gewollt zu sein, weil wahrscheinlich die Herkunft des Geldes nicht zurückverfolgt werden soll. Und das so etwas zu Wahlkampfzeiten gerne genutzt wird sollte Cartes nicht schockieren.

Wo Horacio Cartes 90 Milliarden Guaranies deponiert haben will, so wie er in seiner Vermögenserklärung angegeben, wäre auch interessant zu wissen. Das sind mehr als 11 Millionen Euro.

Wochenblatt / Twitter

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1 Kommentar zu “Großes Aufgebot

  1. Grasgesöff (c)(r)(tm) by @Anton

    Das ist geschichtlich bedingt und warum soll das geändert werden. Als der Große Diktator Alfons Strössner noch der Hauptbeatmeten im Beatmetenhüüsli war, hat er jedem seiner bedürftigen Oberbeatmeten vom Beatmetenhüüsli, den Generälen, ihr Gebiet überlassen, um sich ihre Portokasse zu füllen: Schmuggel, Drogenhandel, Waffenhandel und sonstig ehrenwerte Berufe. Nun gut, das ist Geschichte und längst vorbei: Heutzutage sind nette Damen und Herren im Beatmetenhüssli beschäftigt und nennen sich natürlich nicht Diktator:*innen, sondern Präsident:*innen, daher gibt es auch keine Generäl:*innen mehr. Diese Berufsbezeichnung wurde abgeschafft. Heute nenne man das Oberbeatmete und Oberbehördete, auch Minister:*innen. Also kann man dem Guizo nicht vorwerfen, wer sei untätig. Schließlich ist er bald weg. Nächstes Jahr sind Wahlen und die Mister und Misterinnen der hiesig Millionen Mysterien, Untermysterien, Sekretariaten und Unterstaatssekretariaten werden durch die Amig:*innen des/der neuen Hauptbeatmeten:*in ersetzt. Herr Guizo ist also sehr wohl sehr beschäftigt. Die verbleibende Zeit sich, seinen Family-Clan und Amigitos auf Lebzeit und darüber hinaus zu sanieren ist kurz.

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