Verbraucher sollen Sondermüll zu Hause lagern

Asunción: Achtlos entsorgte Batterien können gravierende Umweltschäden hervorrufen. Die Stadtverwaltung von Asunción bittet nun die Bürger verbrauchte Batterien und anderen Sondermüll zu Hause in Plastikbehältern zu lagern. Eine Entsorgung von Seiten der Stadt ist seit 2016 nicht möglich.

„Bevor wir Sammelpunkte für Sondermüll einrichten, bei denen Bürger ihre Batterien abgeben können und über eine Fremdfirma entsorgt werden, müssen wir über ein neues System nachdenken“, erklärte David Cardozo, Direktor von der Umweltabteilung aus Asunción.

Erst vor Kurzem wurde Rubén Figueredo verurteilt, weil er verhinderte, dass Sondermüll in den allgemeinen Haushaltsmüll geworfen wurde. Seit 2016 gibt es von Seiten der Stadt Asunción jedoch keinen Dienst, der diese speziellen Abfälle fachgerecht entsorgen soll.

„Die Bürger sollen vorerst Batterien, Leuchtstofflampen oder anderen Sondermüll in ihren Häusern lagern bis wir in dem Sektor eine Entsorgung einrichten“, sagte Cardozo. Er fügte an, dass große Container für solche Zwecke bereitstehen würden, aber es müsse erst eine Regulierung von der Kommune in dem Sektor erfolgen.

Schätzungen gehen davon aus, dass in jedem Haushalt der Hauptstadt etwa fünf bis sechs Kilogramm Altbatterien anfallen.

Cardozo erklärte weiter, die Gemeinde habe einen Bericht vom Ministerium für Handel und Industrie (MIC) und der Zollbehörde angefordert um zu wissen, wie viele Batterien importiert würden. Nur so habe man ein klares Bild von der Situation.

Wann der Entsorgungsdienst für Sondermüll in Asunción aktiviert wird ist nicht bekannt. Ein genauer Termin steht dafür noch aus.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Verbraucher sollen Sondermüll zu Hause lagern

  1. Ich war vor ca. 2 Monaten bei einem Firmenrundgang der Abfallbehandlungsanlage Tayi in Villa Hayes. Der Geschaeftsfuehrer meinte, dass sie im Jahre 2014 von einer Batteriesammelstelle der Municipalidad Asuncion Batterien abgeholt haben und auf ihrem Gelaende fachgerecht entsorgt haben (wenn ich das richtig verstanden habe, werden die lediglich in Plastikkapseln gesteckt und in ihre Sondermuelldeponie entsorgt).
    Neben der Angabe, dass eine falsche Anzahl von Tonnen bei der Beauftragung durchgegeben wurde, hat man bis heute nicht die Rechnung fuer den Service bezahlt.

    1. Phillipp, wieder einmal interessant dein Kommentar. Genau so habe ich mir auch immer Paraguays Lösung für Müll vorgestellt: Sammeln und geordnet verscharren, anzünden oder in den Tschungel werfen.

  2. Auch ich habe zwei Jahre lang sämtlich recycelbares Material gesammelt. Eines Tages habe den ganzen Haufen der Müllabfuhr mitgegeben. Habe einfach keine Sondermülldeponie im Patio.
    Die Damen und Herren der Umweltabteilung aus Asunción werden nun brüten, während nach Europa in Weiterbildung die europ. Motels besuchen.
    Daher werden sie auch nie erkennen, dass die wenigsten wenigstens minimal Erzogenen Batterien sammeln werden, selbst wenn es Abgabestellen dazu gibt.
    Ich bin kein gut bezahlter Munispalidad der Umweltabteilung aus Asunción, aber die einzige Lösung ist über die Geldbörse.
    Nur mit vorgezogenen Recyclinggebühren sowie die Entsorgung seines Mülls in gebührenpflichtige Abfallsäcke sind eine Lösung.
    Also keine für Paraguay anwendbare Lösung.
    Hier im Lande werden selbst mit abgeschlossener täglich vierstündiger Grundschule, abzüglich zweistündiger Teererepause, Direktoren der Umweltabteilung aus Asunción niemals eine Solution finden, die den Namen Lösung verdient.

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