Mordfall von Bredow: Deutschsprachiger Anwalt wegen Mordes angeklagt

Asunción: Die Staatsanwältin Sandra Ledesma klagte den Anwalt mit entzogener Lizenz auf Lebenszeit, Jimmy Páez Giret, wegen Mordes und wegen Herstellung nicht authentischer Dokumente an. In seinem Besitz fand man ein auf Deutsch geschriebenes Testament des Opfers.

Bei der Durchsuchung seines Hauses in Lambaré, welche gestern Abend stattfand, wurden unter anderem vier Geigen konfisziert (siehe Bild unten). Zudem fand man neben einem Testament des Opfers, Computer, Notizbücher 100.000.000 Guaranies sowie 1.070 Euro in bar.

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Neben den schon inhaftierten und angeklagten Deutschen, die er alle rechtlich beriet, ist er ein weiterer Baustein, um die Schuldfrage zu klären. Am Tod des Deutschen und seiner Tochter soll er sich versucht haben an Familienmitgliedern zu bereichern.

Erst nach einer genauen Auswertung aller eingesammelten Beweise kann man weitere – zuverlässige – Daten an die Presse geben.

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14 Kommentare zu “Mordfall von Bredow: Deutschsprachiger Anwalt wegen Mordes angeklagt

  1. Ein Testament ist doch einmal etwas greifbares. Wenn der Inhalt dann nicht schlüssig ist heisst das zumindest das der Abogado ein Trittbrett Fahrer ist.
    Es ist aber schoen zu sehen, daß der Abogado Geld gespart hat um endlich seine Miete der letzten Jahre zu bezahlen, die noch offen sein soll.

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  2. Das interessante am Testament wird die DNA sein, die darauf ist. Damit weiss man dann wer alles das Dokument kannte, egal ob es echt oder falsch ist.
    Es bleibt anzumerken, daß nur die Belohnungen bewirkt haben das hiesige Polizei und Staatsanwalt unter dem Mangobaum hervor gekommen sind…….

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    1. Betrüger gibt es hier wie Sand am Meer. Vielleicht sollte man erst mal abwarten was die Untersuchungen tatsächlich ergeben. Verhaftet bist du in diesen Ländern schnell, an den Pranger gestellt und mit Bild in der Zeitung bereits als Mörder dargestellt. Sollte sich jedoch herausstellen das diese Angeklagten es garnicht waren…dann hörst du von niemanden mehr etwas…aber an den Leuten bleibt das ein Leben lang haften. Wäre daher mit diesen Kommentaren vorsichtig…hier kann es ruckzug dich selbst treffen. Es hat hier schon Hausdurchsuchungen bei Leuten gegeben nur weil sie den Verdächtigen flüchtig gekannt hatten.

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  3. Der Fall hat es in die BILD geschafft (auflagenstärkste deutsche Zeitung)
    https://www.bild.de/bild-plus/news/ausland/news-ausland/nach-folter-mord-in-paraguay-ex-anwalt-des-mordopfers-verhaftet-78268618.bild.html

  4. Ich bitte um mehr Respekt für den armen kleinen Anwalt. Auf seiner deutschen Visitenkarte steht Dr. Paez. und er möchte auch immer mit Herr Doktor angesprochen werden. Angeblich hat er seinen Doktortitel in Freiburg gemacht. Seine Ernennungsurkunde hat aber noch keiner gesehen. Ich hatte mir mal die Mühe gemacht und habe in Freiburg nach der Approbation gefragt, dabei stellte sich heraus, das er dort ein Gastsemester besucht hat und mit anderen, einer Studentengruppe, eine Abhandlung in Studie geschrieben hat.
    Alleine, wenn man bedenkt, wie er das arme alte Ehepaar um seine Miete geprellt hat, ist schon niederträchtig.
    Ich für meinen Teil bin sehr froh, das man ihn aus dem Verkehr gezogen hat und hoffe, das man den Schlüssel aus Versehen verliert.

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    1. Es gibt noch zig Geschichten wo sogar hilflose Personen welche eher Hilfe bräuchten abgezockt wurden nach Strich und Faden und die 100.000.000 sind nur ein Bruchteil, wer weiß schon wo er noch das Geld überall versteckt hat

  5. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dieser windige Anwalt selbst Hand an die Opfer gelegt hat. Aber um Bewegung in die Schweigefront der Verdächtigen zu bringen ist eine solche Anklage allemal gut.

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  6. Diese Geschichte klingt schon glaubwürdiger. Auch gefälschtes Testament, gefälschte Unterschriften des Opfers, Geigen und 100.000.000 GS sprechen eine deutliche Sprachen.
    Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der “Verdächtige” Herr Grannass und das Opfer immer noch Freunde gewesen wären, wären die Geigen 2018 abgefackelt und die Geschichte hätte dem Opfer nicht plausibel dargestellt werden können. Doof war das Opfer wahrscheinlich nicht. Außerdem kann man im Leben schon gute Freunde haben, vor allem wenn man sich noch aus der alten Heimat kennt.
    Aus will keine Deutscher unbedingt hierzulande ins Hotel Tacumbu. Einem raffgierigen Einheimischen wie diesen Pausenclown auf dem Foto traue ich sowas schon eher zu.

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  7. Das Problem, der Anwalt hat schon Jahre sein Unwesen getrieben und 80 Prozent der Geschädigten erstatteten keine Anzeige. Man kann ja auch verstehen warum. Die es dann doch getan haben können ein Lied singen vom hiesigen Justizapparat das einfach nichts dabei heraus kommt, was gibt es auch einen Grund ne Anzeige dann noch von einen Deutschen so zu bearbeiten, das auch ein Ergebnis sichtbar wird. Somit braucht es Jahre oder viel Blut bis irgend etwas passiert. Dies gilt aber nicht nur für Fälle von Betrug sondern ist Sinnbild wie es halt hier in Paragauy funktioniert und da wir alle es uns ausgesucht haben hier zu leben müssen wir damit leben ob wir es wollen oder nicht

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