Untersuchungshaft für die mutmaßliche Angreifer von Benjamín Zapag

Asunción: Der Strafgerichtshof hat am gestrigen Donnerstag die Untersuchungshaft von Marcello Giovanni Fretes Laterra und Héctor Iván Grau Arroyo in Tacumbú angeordnet. Beide präsentierten sich nach ihrem Versteckspiel bei Gericht.

Der Strafgerichtshof für Garantien wies darauf hin, dass die Kaution der beiden Angeklagten für den Angriff auf Benjamín Raúl Zapag Gayet unzureichend war und dass die Vermögenswerte in beiden Fällen mit einem Embargo belegt waren. Er wies auch auf die Fluchtgefahr hin, da die Strafe für schwere Körperverletzung zwischen sechs Monaten und 10 Jahren liegt. Demnach sind sechs Monate Untersuchungshaft bindend.

Während der Anhörung erklärte Richterin Cynthia Lovera, es bestehe Fluchtgefahr und die Gefahr, dass die Ermittlungen behindert würden.

Sie sagte, dass die Verteidigung von Marcello Giovanni Fretes Laterra eine Bescheinigung über seine Verwurzelung in der Gesellschaft vorlegte, indem sie eine Lebensbescheinigung und eine Aufenthaltsbescheinigung seiner Eltern beifügte, den Nachweis, dass er Student an der Fakultät für Rechts- und Sozialwissenschaften ist, und auch eine reale Kaution in Form eines Titels über eine Immobilie und deren Schätzungsbescheinigung anbot.

In diesem Zusammenhang erklärte sie, dass das Gericht alle von der technischen Verteidigung vorgelegten Unterlagen geprüft und festgestellt hat, dass für das genannte Eigentum ein vom Gericht erster Instanz für Zivil- und Handelssachen vom 22. Februar 2011 ausgestellte Embargo vorliegt und die Eigentümer nicht frei darüber verfügen können.

“Unter diesen Bedingungen ist die aktuelle Kaution unzureichend. Es muss auch berücksichtigt werden, dass zur Widerlegung der Fluchtgefahr nicht nur die Verwurzelung der Person nachgewiesen werden muss. Bei einem zu erwartenden Strafmaß von 10 Jahren Haft besteht permanent Fluchtgefahr, ganz besonders für junge Männer, die ihr Leben noch vor sich haben.

Benjamín Zapag wurde in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 6. November 2022, im Nachtclub Morgan in Asunción attackiert. Der junge Mann erlitt schwere Verletzungen im Gesicht und musste operiert werden.

Die Staatsanwaltschaft hat Marcello Giovanni Fretes Laterra und Héctor Iván Grau Arroyo wegen schwerer Körperverletzung angeklagt, nachdem sie als die mutmaßlichen Angreifer von Benjamín Zapag identifiziert worden waren. Beide sind Mitglieder der U20-Rugby-Nationalmannschaft.

Der Geschäftsmann Raúl Zapag sagte, seine Familie wolle Gerechtigkeit.

Wochenblatt / Última Hora

CC
CC
Werbung

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet. Übertrieben rohe, geistlose oder beleidigende Postings werden gelöscht. Auch unterschwellige Formen der Beleidigungen werden nicht toleriert. Das Setzen zu externen Links ist nicht erwünscht, diese werden gelöscht. Bitte bedenke, dass die Kommentarfunktion keine bedingungslose und dauerhafte Dienstleistung darstellt. Eine Garantie für das dauerhafte Vorhalten von Kommentaren und Artikeln kann nicht gegeben werden. Insbesondere besteht kein Rechtsanspruch auf die Veröffentlichung und/oder der Speicherung von Kommentaren. Die Löschung oder Sperrung von Kommentaren liegt im Ermessen des Betreibers dieses Dienstes.

1 Kommentare zu “Untersuchungshaft für die mutmaßliche Angreifer von Benjamín Zapag

  1. Diese Richterin ist eindeutig befangen, hat bestimmt eine hübsche Spende schon von der Millionärsfamilie bekommen. Allgemein zu sagen, dass Fluchtgefahr vor allem bei jungen Männern besteht, “die ihr Leben vor sich haben” ist Blödsinn. Entweder bei Leuten, die eine hohe Menge Geld gestohlen haben oder vllt. Mittellose, die schnell nach Buenos Aires flüchten könnte, da besteht diese. Aber bei zwei Jungen, die noch zu Hause wohnen und in Paraguay fest verwurzelt sind, einer sogar studiert, also mit Sicherheit nicht mittellos sind, ist Fluchtgefahr reiner Unsinn.
    Gibt es eigentlich kein Jugendstrafrecht in Paraguay? Die zwei sollen zunächst ins Hausarrest geschickt werden, auf Bewährung zwei Jahre und zu 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit.
    Wenn man die wirklich zu Gefängnisstrafen verdonnert, verrohen sie total und sind schwer in die Gesellschaft integrierbar.

    8
    7

Kommentar hinzufügen